Pressemitteilung 13/2012

Medienrat stimmt Fernsehfensterrichtlinie zu — LMS weiterhin als einzige Landesmedienanstalt auch für Glücksspielaufsicht zuständig

Saar­brü­cken, 22. Juni 2012: Der Medi­en­rat der Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land (LMS) hat in sei­ner Sit­zung am 21. Juni 2012 der Gemein­sa­men Richt­li­nie der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten zur Siche­rung der Mei­nungs­viel­falt durch regio­na­le Fens­ter in Fern­seh­voll­pro­gram­men nach § 25 RStV (Fern­seh­fens­ter­richt­li­nie, FFR) zuge­stimmt.

Die bei­den bun­des­weit ver­brei­te­ten reich­wei­ten­stärks­ten Fernsehvoll­programme sind ver­pflich­tet, soge­nann­te Fens­ter­pro­gram­me zur aktu­el­len und authen­ti­schen Dar­stel­lung der Ereig­nis­se des poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, sozia­len und kul­tu­rel­len Lebens in dem jewei­li­gen Land auf­zu­neh­men. Um ein­heit­li­che Stan­dards für die Gestal­tung die­ser Regio­nal­fens­ter zu schaf­fen, haben die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten in Deutsch­land bereits 2005 eine Richt­li­nie ent­wor­fen, die nun in einer redak­tio­nell über­ar­bei­te­ten Fas­sung ver­ab­schie­det wur­de.

Dar­über hin­aus begrüß­ten die Mit­glie­der des Medi­en­ra­tes, dass durch das Saar­län­di­sche Aus­füh­rungs­ge­setz zum Glücks­spiel­staats­ver­trag (AG GlüStV-Saar), das am 20. Juni 2012 ver­ab­schie­det wur­de, die fort­dau­ern­de Zustän­dig­keit der LMS bei der Glücks­spiel­auf­sicht für das Saar­land nun­mehr ohne finan­zi­el­le Risi­ken für die LMS aus­ge­übt wer­den kann.

Die LMS ist als ein­zi­ge Medi­en­an­stalt für die Glücks­spiel­auf­sicht im Rund­funk und Inter­net zustän­dig. Sie ist zustän­di­ge Stel­le für die Unter­sa­gung des Ver­an­stal­tens und Ver­mit­telns nicht erlaub­ter öffent­li­cher Glücks­spie­le im Inter­net und von Wer­bung für uner­laub­tes öffent­li­ches Glücks­spiel und uner­laub­te gewerb­li­che Spiel­ver­mitt­lung im Rund­funk und im Inter­net. Die Zustän­dig­kei­ten des neu ein­zu­rich­ten­den Glück­spiel­kol­le­gi­ums der Län­der und für den öffentlich-rechtlichen Rund­funk blei­ben hier­von unbe­rührt. Ein­zel­hei­ten der Erstat­tung der Kos­ten der LMS für Auf­sichts­maß­nah­men im Glücks­spiel­be­reich, ins­be­son­de­re die Erstat­tung von Pro­zess­kos­ten sowie eine Pau­scha­le für ent­ste­hen­de Personal- und Sach­kos­ten, wer­den nach dem neu­en Aus­füh­rungs­ge­setz in einer Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung gere­gelt.

Kon­takt für Pres­se­an­fra­gen:

Vio­la Betz

Pres­se­spre­che­rin / Lei­te­rin des Büros des Direk­tors

28. Februar 2012