Pressemitteilung 11/2013

LMS weist auf Grenzen der Parteienwerbung im Programm von Radio- und Fernsehsendern hin

Saar­brü­cken, 21. Juni 2013: Im Vor­feld von Wah­len müs­sen Radio- und Fern­seh­sen­der, die ihr Pro­gramm bun­des­weit aus­strah­len, Tei­le ihrer Sen­de­zei­ten Par­tei­en oder Wäh­ler­ver­ei­ni­gun­gen für deren Wahl­wer­bung zur Ver­fü­gung stel­len. Lan­des­wei­te Pro­gram­me im Saar­land sind hier­zu nicht ver­pflich­tet. Räu­men sie aller­dings frei­wil­lig Wahl­sen­de­zei­ten ein, gel­ten die glei­chen, am Ziel der Chan­cen­gleich­heit aus­ge­rich­te­ten Rege­lun­gen wie für bun­des­wei­te Rund­funk­ver­an­stal­ter.

Par­tei­en­wer­bung im Sin­ne der Plat­zie­rung von The­men im redak­tio­nel­len Pro­gramm von Fernseh- und Radio­sen­dern ist gene­rell unzu­läs­sig, unab­hän­gig davon, ob eine Par­tei oder ande­re Per­so­nen ein The­ma plat­zie­ren möch­ten. Laut § 10 Abs. 1 RStV haben Bericht­erstat­tung und Infor­ma­ti­ons­sen­dun­gen den aner­kann­ten jour­na­lis­ti­schen Grund­sät­zen zu ent­spre­chen. Sie müs­sen unab­hän­gig und sach­lich sein. Es ist nicht zuläs­sig, in einer redak­tio­nel­len Sen­dung ledig­lich die Posi­ti­on einer ein­zel­nen Par­tei dar­zu­stel­len.

Der Rund­funk­staats­ver­trag sowie recht­li­che Hin­wei­se der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten zu den Wahl­sen­de­zei­ten für poli­ti­sche Par­tei­en im bun­des­weit ver­brei­te­ten pri­va­ten Rund­funk vom 19. März 2013 sind bei der Lan­des­me­di­en­an­stalt erhält­lich. Die­se Hin­wei­se gel­ten für Ver­an­stal­ter lan­des­weit ver­brei­te­ter pri­va­ter Rund­funk­pro­gram­me ent­spre­chend.

 

Kon­takt für Pres­se­an­fra­gen:

Vio­la Betz

Pres­se­spre­che­rin / Lei­te­rin des Büros des Direk­tors

26. Februar 2013