Grenzüberschreitendes Co‐Development‐Abkommen geht an den Start

Co‐Entwicklungs‐Fonds soll mehr Filmstoffe und Produktionen aus der Großregion und in die Großregion bringen

Unterzeichnung Co-DevelopmentabkommenSaar­brü­cken, 23. Janu­ar 2016: Im Rah­men des 37. Film­fes­ti­vals Max Ophüls Preis unter­zeich­ne­ten Part­ner aus vier Natio­nen ein Abkom­men über die Errich­tung eines grenz­über­schrei­ten­den Stoff­ent­wick­lungs­fonds. Bei einer Pres­se­kon­fe­renz wur­de über Inhal­te und Zie­le infor­miert.

Dr. Gerd Bau­er, des­sen Saar­land Medi­en das Abkom­men feder­füh­rend betreut, ist erfreut, dass es gelun­gen ist, die Part­ner an Bord zu holen: „Mit dem heu­ti­gen Tag ist klar, dass Film­schaf­fen­den in der Groß­re­gi­on zukünf­tig Mit­tel zur Ver­fü­gung ste­hen, um Pro­jek­te zu rea­li­sie­ren. Die Bedin­gun­gen des Fonds sor­gen dafür, dass das Geld auch wie­der in der Regi­on aus­ge­ge­ben wird.“

Der Fonds soll ein jähr­li­ches Volu­men von 55.000 Euro haben und rich­tet sich an Dreh­buch­au­toren und Pro­du­zen­ten, deren Film­stof­fe einen Bezug zur Groß­re­gi­on haben.

Auch die FFA ist Part­ner die­ses Co‐Development‐Abkommens und unter­stützt damit bewusst die­se Regi­on. „Als gebür­ti­ger Saar­län­der weiß ich, dass es für die Men­schen in die­ser Regi­on seit Jahr­zehn­ten völ­lig nor­mal ist, ein Leben über die Gren­zen zu füh­ren. Und das, was für den All­tag gilt, kann und soll­te eigent­lich auch in der Kul­tur mög­lich sein“, so Peter Din­ges, Vor­stand der Deut­schen Film­för­de­rungs­an­stalt (FFA). „Man muss sich ja nicht gleich mit Ber­lin und Paris auf eine Stu­fe stel­len, aber mit dem heu­te unter­zeich­ne­ten Abkom­men soll­te uns ein ers­ter Schritt zu mehr gemein­sa­men Pro­jek­ten aus der Groß­re­gi­on gelun­gen sein!“

Auch wenn die Sum­me des Fonds zunächst nicht sehr hoch klingt und die Kos­ten für die Pro­duk­ti­on eines Films schnell in die Mil­lio­nen gehen, ist es rea­lis­tisch, dass mit 55.000 Euro zwei bis drei Dreh­bü­cher von Nach­wuchs­au­toren pro Jahr ent­wi­ckelt wer­den kön­nen.

Der Film Fund Luxem­burg, ver­tre­ten durch sei­nen Direk­tor Guy Dalei­den, hat bereits viel Erfah­rung mit inter­na­tio­na­len Co‐Produktionen: „In den letz­ten Jah­ren haben wir vie­le inter­na­tio­na­le Co‐Produktionen unter­stüt­zen kön­nen. End­lich wer­den nun die finan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen für die Regi­on ver­bes­sert, so dass wir nach den gemein­sa­men über­re­gio­na­len Pro­jek­ten Location‐Guide und Production‐Guide jetzt auch ver­stärkt mit unse­ren nächs­ten Nach­barn aus Deutsch­land, Bel­gi­en und Loth­rin­gen in der Pro­jekt­ent­wick­lung zusam­men arbei­ten kön­nen.“

Ziel des Abkom­mens ist es, dass mit der För­de­rung von Stoff­ent­wick­lun­gen aus und für die Regi­on in der Fol­ge auch mehr Film­pro­duk­tio­nen rea­li­siert wer­den kön­nen.

Mit der Betei­li­gung am Co‐Development‐Abkommen erhält auch die Deutsch­spra­chi­ge Gemein­schaft Bel­gi­en als kleins­ter Part­ner eine gute Sicht­bar­keit und Wahr­neh­mung im The­men­feld Film­wirt­schaft“, betont Minis­te­rin Isa­bel­le Weykmans. „Das ver­bin­den­de Ele­ment der betei­lig­ten Part­ner ist die Tat­sa­che, dass wir als Kul­tur­schei­de fun­gie­ren. Das wie­der­um bie­tet ein hohes Maß an kul­tu­rel­ler Viel­falt und an Ein­flüs­sen, die eine idea­le Grund­la­ge für span­nen­de Geschich­ten bie­ten, die zukünf­tig zu Dreh­bü­chern wer­den sol­len“.

Als Part­ner von fran­zö­si­scher Sei­te konn­te neben der natio­na­len fran­zö­si­schen Film­för­de­rung CNC (cent­re natio­nal du ciné­ma de l´image ani­mée) die neu ent­stan­de­ne Régi­on Alsace Champagne‐Ardenne Lor­rai­ne (ACAL) gewon­nen wer­den. Dies ist umso erfreu­li­cher, da dort gera­de erst gewählt wur­de und die end­gül­ti­gen Struk­tu­ren sich momen­tan noch im Auf­bau befin­den. Der Ver­tre­ter für die neue Régi­on ACAL, Patrick Thil beton­te, dass auch die Film­bran­che in Loth­rin­gen von dem Abkom­men pro­fi­tie­ren kön­ne. Er freue sich daher über die grenz­über­schrei­ten­de Zusam­men­ar­beit. Die natio­na­le fran­zö­si­sche Film­för­de­rung CNC unter­stützt die­se Bemü­hun­gen Loth­rin­gens und setzt mit der Betei­li­gung am Abkom­men ein Zei­chen für mehr inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit im Film­sek­tor.

Part­ner des Co‐Development‐Abkommens sind:
Saar­land Medi­en GmbH
Deut­sche Film­för­de­rungs­an­stalt (FFA)
Régi­on Alsace Champagne‐Ardenne Lor­rai­ne (ACAL)
Cent­re natio­nal du ciné­ma de l´image ani­mée (CNC)
Film Fund Luxem­burg
Deutsch­spra­chi­gen Gemein­schaft Bel­gi­en

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen wer­den mit der Aus­schrei­bung bekannt gege­ben, die in den kom­men­den Wochen ver­öf­fent­licht wer­den wird.

Kon­takt für Pres­se­an­fra­gen:
Micha­el Scholl, Pro­ku­rist Saar­land Medi­en
0681 / 38988–28
scholl [at] saarland‐medien [dot] de

Foto v.l.n.r.: Guy Dalei­den (Film­fund Luxem­burg), Peter Din­ges (Film­för­der­an­stalt Deutsch­land), Dr. Gerd Bau­er (Saar­land Medi­en GmbH), Isa­bel­le Weykmans (DG Bel­gi­en), Patrick Thil (Régi­on Alsace Champagne‐Ardenne Lor­rai­ne)
©Bild: Saar­land Medi­en GmbH/Jennifer Wey­land

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23. Januar 2016