Workshop der LMS „Was tun bei (Cyber)Mobbing?” stößt auf großes Interesse

PM 09/2017

Saarbrücken, 04. April 2017: Die Brisanz von Mobbing un­ter Kindern und Jugendlichen hat si­ch in den letz­ten Jahren deut­li­ch ver­schärft, ins­be­son­de­re durch neue Formen der di­gi­ta­len Kommunikation. In die­sem Kontext hat die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) am 03. April 2017 zu ei­nem Workshop ein­ge­la­den mit dem Thema „Was tun bei (Cyber)Mobbing? – Systemische Intervention und Prävention in der Schule“. Über 60 Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Eltern und Vertreter des öf­fent­li­chen Lebens tra­fen si­ch zur Vorstellung des gleich­na­mi­gen Handbuchs der Initiative klick­safe und von Konflikt-KULTUR in Saarbrücken.

„Der Jugendschutz in Medien und die Vermittlung von Medienkompetenz ste­hen im Fokus der Bemühungen der LMS. Mobbing ver­letzt all­zu oft die Menschenwürde – auch im di­gi­ta­len Raum. Dem Schutz der Menschenwürde fühlt si­ch die LMS in be­son­de­rer Weise ver­pflich­tet. Die LMS leis­tet mit die­sem Workshop in Zusammenarbeit mit klick­safe und Konflikt-KULTUR ei­nen wich­ti­gen Beitrag zur Aus- und Fortbildung von Fachkräften für den Medienbereich so­wie zur Medienerziehung.“, so Dr. Jörg Ukrow, stell­ver­tre­ten­der Direktor der LMS. „Das be­inhal­tet auch die kos­ten­freie Bereitstellung des Handbuchs.“

Birgit Kimmel, päd­ago­gi­sche Leiterin der Initiative klick­safe, führ­te zu­nächst in das Thema und die Dynamik von Cybermobbing ein: „Wir ver­wen­den in un­se­rem Handbuch vor­wie­gend den Begriff (Cyber)Mobbing statt des Begriffs Mobbing. Damit möch­ten wir zum Ausdruck brin­gen, dass Mobbing heu­te in den meis­ten Fällen eben nicht mehr nur im di­rek­ten per­sön­li­chen Kontakt in der Klasse, auf dem Schulhof oder Sportplatz ge­schieht, son­dern par­al­lel im Internet, in den so­zia­len Medien und über das Handy. Mobbing oh­ne vor­an­ge­stell­tes `Cyber´ gibt es prak­ti­sch nicht mehr.“

Jürgen Schmidt, Mitautor und Schulsozialarbeiter, prä­sen­tier­te im Anschluss an­hand ei­ner Fallpräsentation kon­kre­te Interventionslösungen. „Das sys­te­mi­sche Konfliktmanagement schafft Schulstrukturen, die Lehrkräfte und Schulklassen ent­las­ten, Kinder und Jugendliche in ih­rer Persönlichkeitsentwicklung för­dern und al­le Konfliktbeteiligten, z. B. auch Eltern, an ei­ner fai­ren, pro­so­zia­len Konfliktlösung be­tei­li­gen.“

Die LMS stellt das Handbuch saar­län­di­schen Lehrkräften und Anwendern in be­grenz­ter Stückzahl kos­ten­frei zur Verfügung. Das Handbuch kann te­le­fo­ni­sch un­ter 0681 – 389 88 12 oder per E-Mail an mkz [at] LMSaar [dot] de an­ge­for­dert wer­den.

Außerdem kann das Handbuch kos­ten­frei auf der Internetseite www.lmsaar.de/service/publikationen her­un­ter­ge­la­den wer­den.

 

Kontakt für Presseanfragen:
Karin Bickelmann
Leiterin des MedienkompetenzZentrums der LMS

4. April 2017