Vier neue Virtuelle Mehrgenerationenhäuser feiern Richtfest im Saarland

Plausch im virtuellen Hausflur

PM MNS

18 Bewer­bun­gen für vier neue Vir­tu­el­le Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­ser. Über 100 Inter­es­sier­te haben sich bis Ende Mai zur Teil­nah­me am Pro­jekt bewor­ben. Der ältes­te Teil­neh­mer mit 90 Jah­ren kommt aus Frei­sen und die jüngs­te Teil­neh­me­rin kommt aus Wadern und ist 10 Jah­re alt. In den neu­en Vir­tu­el­len Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­sern im Land­kreis St. Wendel/Ortsteil Frei­sen, Heus­wei­ler, Illin­gen und Hom­burg kom­men 70 Teil­neh­mer aus ver­schie­dens­ten Gene­ra­tio­nen zusam­men, um gemein­sam das Inter­net zu erkun­den und via inter­ak­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­ons­apps mit­ein­an­der zu plau­dern.

Saar­brü­cken, 08.08.2018: Wie kann ich den Gene­ra­tio­nen­zu­sam­men­halt und die Nach­bar­schafts­hil­fe in der Kom­mu­ne via Smart­pho­ne und Tablet stär­ken? Das war die Aus­gangs­fra­ge für das 2016 gestar­te­te Modell­pro­jekt „Vir­tu­el­les Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus“ der Kam­pa­gne Onliner­land Saar. Zwei Jah­re und über 150 Ver­an­stal­tun­gen spä­ter spie­gelt sich der Erfolg des deutsch­land­weit ein­zig­ar­ti­gen Modell­pro­jekts in der Eröff­nung von vier neu­en Pro­jekt­kom­mu­nen im Land­kreis St. Wendel/Ortsteil Frei­sen, in der Gemein­de Heus­wei­ler, der Gemein­de Illin­gen und der Universitäts- und Kreis­stadt Hom­burg wider.

Sie rei­hen sich damit in eine Lis­te saar­län­di­scher Kom­mu­nen ein, wel­che bereits jetzt einen inter­ak­ti­ven Begeg­nungs­raum geschaf­fen haben. Das Pro­jekt star­te­te heu­te im Land­kreis St. Wen­del mit der Tablet­über­ga­be an die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer mit Staats­se­kre­tär Ste­phan Kol­ling: „Mit dem Pro­jekt wol­len wir einen Bei­trag zur digi­ta­len Teil­ha­be aller Saar­län­de­rin­nen und Saar­län­der leis­ten und so einen Begeg­nungs­raum für den Gene­ra­tio­nen­dia­log schaf­fen.“ Auch Minis­te­rin Moni­ka Bach­mann äußer­te sich zum Pro­jekt­start in Frei­sen: „Mich freut ganz beson­ders, dass wir mit 10 Jah­ren eine ganz jun­ge Teil­neh­me­rin im Pro­jekt begrü­ßen dür­fen und eben­so, dass wir zwei hoch­mo­ti­vier­te 90-jährige Teil­neh­mer mit dabei haben und so ein wirk­li­cher Gene­ra­tio­nen­dia­log ent­ste­hen kann.“

Die Teil­neh­mer sol­len im Rah­men des Pro­jekts unter ande­rem in die Lage ver­setzt wer­den, mit Hil­fe der Tablets selbst­stän­dig unter­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren und sich aus­zu­tau­schen. Nach dem Pro­jek­ten­de am 31.12.2019 dür­fen die Bewoh­ner bei erfolg­rei­cher Teil­nah­me das Tablet behal­ten, damit bestehen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­wer­ke auf­recht erhal­ten blei­ben. „Im Gene­ra­tio­nen­dia­log sol­len die gestei­ger­ten Anfor­de­run­gen an jeden Ein­zel­nen durch die Digi­ta­li­sie­rung praxis- und all­tags­nah ver­mit­telt wer­den. Die nach­hal­ti­ge För­de­rung der Digi­ta­li­sie­rung und Nut­zung neu­er Medi­en kann eine digi­ta­le Spal­tung in der Bevöl­ke­rung zwi­schen Jung und Alt ver­hin­dern und zur Stär­kung des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments vor Ort bei­tra­gen. So kann man sich z. B. über einen Plausch im vir­tu­el­len Haus­flur via Instant Mes­sen­ger auf den aktu­el­len Stand in Sachen Wet­ter, Ver­kehrs­la­ge oder Frei­zeit­vor­ha­ben aus­tau­schen“, so Uwe Con­radt, Direk­tor der Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land.

Um den Umgang mit dem Tablet zu erler­nen, wer­den zu Beginn des Pro­jekts die Kur­se der Kam­pa­gne Onliner­land Saar „Kaffee-Kuchen-Tablet“ und „Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Tablets“ durch­ge­führt. Außer­dem wer­den regel­mä­ßi­ge „Tablet-Kränzchen“ ver­an­stal­tet, bei denen die Teil­neh­mer die Gele­gen­heit haben, sich ganz ana­log unter­ein­an­der aus­zu­tau­schen. „Unter Anlei­tung eines Refe­ren­ten ler­nen die Bewoh­ner dort neue Mög­lich­kei­ten der vir­tu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­net­zung ken­nen. Durch das Auf­zei­gen nütz­li­cher Tools und Anwen­dun­gen erfah­ren sie, wie man die Vor­tei­le der digi­ta­len Tech­nik in den All­tag inte­grie­ren kann. Durch die län­ger­fris­ti­ge Beglei­tung der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer in Fra­gen rund um die digi­ta­le Welt – die The­men­pa­let­te reicht vom Suchen nach Gesund­heits­in­for­ma­tio­nen im Netz, Fra­gen nach dem digi­ta­len Nach­lass, aber auch das Aus­tes­ten von VR- und AR-Anwendungen – bie­tet das Vir­tu­el­le Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus eine nach­hal­ti­ge Schu­lung an“, berich­tet Dr. Gerd Bau­er, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Medi­en­Netz­werks Saar­Lor­Lux e. V.

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Pro­jekt „Vir­tu­el­les Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus“:
Das „Vir­tu­el­le Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus“ ist ein Pro­jekt von „Onliner­land Saar“, Medi­en­Netz­werk Saar­Lor­Lux e. V., Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land und dem Minis­te­ri­um für Sozia­les, Gesund­heit, Frau­en und Fami­lie des Saar­lan­des. 2016 wur­den bereits vier Vir­tu­el­le Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­ser mit jeweils 15 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern saar­land­weit ein­ge­rich­tet und im Jahr 2017 folg­ten zwei wei­te­re Vir­tu­el­le Mehr¬generationenhäuser. Der gro­ße Erfolg des Vir­tu­el­len Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses in den Modell­kom­mu­nen hat die Pro­jekt­part­ner ver­an­lasst, vier wei­te­re in das Pro­jekt mit­auf­zu­neh­men. Den Teil­neh­mern wer­den Tablet-PCs zur Ver­fü­gung gestellt, die sie nut­zen, um mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren und ihr Leben im Alter „smar­ter“ zu gestal­ten. Das Pro­jekt wird vom Büro des „Onliner­lan­des“ in Saar­brü­cken und von ört­li­chen Ansprech­part­nern, wel­che die Kom­mu­nen zur Ver­fü­gung stel­len, koor­di­niert.

Für Rück­fra­gen steht das Onliner­land Saar Pro­jekt­bü­ro unter der Tele­fon­num­mer 0681/38988–10 oder per E-Mail info [at] onlinerland-saar [dot] de zur Ver­fü­gung.

Kon­takt für Pres­se­an­fra­gen:
Micha­el Scholl
Geschäfts­füh­rer Medi­en­Netz­werk Saar­Lor­Lux e. V.

8. August 2018