LMS beteiligt sich erfolgreich am Kampf gegen illegales Glücksspiel

Online-Glücksspiel in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

PM 29/2018

Saar­brü­cken, 25. Sep­tem­ber 2018: In Deutsch­land haben rund 500.000 Men­schen Pro­ble­me mit über­mä­ßi­gem Glücks­spie­len. Hin­zu kom­men zahl­rei­che Ange­hö­ri­ge, die von die­ser Pro­ble­ma­tik mit­be­trof­fen sind.

Um auf das hohe Sucht­po­ten­zi­al von Glücks­spie­len auf­merk­sam zu machen, haben sich die 16 Bun­des­län­der dar­auf ver­stän­digt, ein­mal im Jahr, jeweils am letz­ten Mitt­woch im Sep­tem­ber, den „Bun­des­wei­ten Akti­ons­tag gegen Glücks­spiel­sucht“ durchzuführen.

Ein Mensch gilt als spiel­süch­tig, wenn er unfä­hig ist, dem Impuls zum Glücks­spiel zu wider­ste­hen, auch wenn dies gra­vie­ren­de Fol­gen im per­sön­li­chen, fami­liä­ren oder beruf­li­chen Umfeld nach sich zieht oder die­se zumin­dest dro­hen. Beson­ders sucht­ge­fähr­dend sind laut der Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung nicht zuletzt Glücks­spie­le im Inter­net. Sie unter­lie­gen auch des­halb beson­de­ren Ver­bo­ten im Glücksspiel-Staatsvertrag, für deren Durch­set­zung im Saar­land die LMS zustän­dig ist.

Unge­ach­tet die­ser Ver­bo­te kommt ille­ga­len Glücks­spiel­an­ge­bo­ten im Inter­net eine wach­sen­de Bedeu­tung zu. Auch wenn der Online-Weg der­zeit der Weg der Ille­ga­li­tät ist, wur­den 2017 fast 80 % der Brutto-Spielerträge bei ille­ga­len Ange­bo­ten online erzielt; die­ser Weg spielt im Markt lega­ler Glücks­spiel­an­ge­bo­te dem­ge­gen­über prak­tisch kei­ne Rol­le (2017: 3,9 %). Ein weit über­durch­schnitt­li­ches Wachs­tum hat in den letz­ten fünf Jah­ren dabei das Seg­ment der Online-Casinospiele erlebt.

Über die Bedeu­tung des Online-Glücksspiels infor­miert eine Son­der­aus­wer­tung für den „Social Media App und Web-Report“ der LMS, die die­ser Pres­se­mit­tei­lung bei­gefügt ist.

Der Direk­tor der LMS, Uwe Con­radt, beton­te in die­sem Zusam­men­hang: „Die LMS hat sich in den letz­ten Jah­ren ins­be­son­de­re um eine ver­bes­ser­te Zusam­men­ar­beit zwi­schen Medien- und Glück­spiel­auf­sicht bemüht, um den Gefah­ren des ille­ga­len Glücks­spiels wir­kungs­vol­ler als bis­lang zu begeg­nen. Sie war feder­füh­rend an der Aus­ar­bei­tung von Unter­sa­gungs­be­schei­den gegen pri­va­te TV-Veranstalter betei­ligt, die Wer­bung für Lot­to­land als ille­ga­len Anbie­ter soge­nann­ter Zweit­lot­te­rien geschal­tet haben. Wir wer­den die­sen Weg der Aus­trock­nung von audio­vi­su­el­ler Wer­bung für ille­ga­le Glücks­spie­le kon­se­quent wei­ter beschreiten.“

Kon­takt für Presseanfragen:
Vio­la Betz
Pres­se­spre­che­rin / Lei­te­rin des Büros des Direktors
E‑Mail: betz [at] LMSaar [dot] de
Tel.: 0681 38988–11

26. September 2018