LMS fordert Stärkung der digitalen Medienkompetenz

Fernsehen und Hörfunk werden auch im Saarland immer digitaler

PM 30/2019

Saar­brü­cken, 25. Okto­ber 2019: Fernse­hen gibt es seit die­sem Jahr auch im Saar­land nur noch digi­tal. Die ana­lo­ge Fern­seh­über­tra­gung gehört im Saar­land der Geschich­te an. Davon unbe­ein­druckt ist der Fern­seh­markt wei­ter­hin im Umbruch, was die aktu­el­len Zah­len des 15. Digi­ta­li­sie­rungs­be­richts Video der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten zei­gen. Zwar liegt die Fern­seh­über­tra­gung über Satel­lit in Rheinland-Pfalz und im Saar­land mit 60,5 % wei­ter­hin deut­lich über dem Bun­des­durch­schnitt (44,8 %) und die Fern­seh­nut­zung über Kabel mit 30,9 % wei­ter­hin deut­lich unter dem Bun­des­durch­schnitt (44,7 %). Aller­dings ist in Rheinland-Pfalz und dem Saar­land ein weit­ge­hen­der Gleich­schritt mit Ent­wick­lun­gen im Bun­des­durch­schnitt fest­zu­stel­len, wenn es um die fort­schrei­ten­de Erwei­te­rung von Nut­zungs­mög­lich­kei­ten des Fern­seh­ge­räts geht.

- 82 % der TV-Haushalte ver­fü­gen über ein HDTV-Gerät.
— 74 % der TV-Haushalte ver­fü­gen über HDTV-Empfang.
— 56 % der Fern­seh­ge­rä­te sind Smart-TV-Geräte, also inter­net­fä­hi­ge TV-Geräte. Von ihnen sind 38 % ans Inter­net ange­schlos­sen.

Auch für Rheinland-Pfalz und das Saar­land lässt sich eine deut­li­che Ver­schie­bung weg von der Nut­zung des klas­si­schen Fern­se­hens hin zur Video-on-Demand-Nutzung (VoD) fest­stel­len. Zwar nut­zen noch gut drei Vier­tel der Bevöl­ke­rung nach wie vor pri­mär linea­re Video­an­ge­bo­te wie Fern­se­hen oder Live­streams. Das antei­lig auf­ge­wen­de­te Zeit­bud­get für „klas­si­sches Fern­se­hen“ liegt bei 67 %. Bei den 14–29-Jährigen beträgt die­ser Anteil aber nur noch 28 %. 49 % die­ser Alters­grup­pe nut­zen dem­ge­gen­über VoD, wäh­rend in der Gesamt­be­völ­ke­rung die­ser bei­den Län­der VoD-Nutzung nur 21 % aus­macht. Mit 21 % nut­zen in den bei­den Län­dern deut­lich weni­ger Men­schen als im Bun­des­durch­schnitt (30,2 %) Streaming-Dienste.

Dr. Jörg Ukrow, stell­ver­tre­ten­der Direk­tor der LMS, beton­te aus Anlass der Ver­öf­fent­li­chung des Digi­ta­li­sie­rungs­be­richts: „In Zei­ten, in denen die Bedeu­tung des klas­si­schen Fern­se­hens für die Mei­nungs­bil­dung, gera­de auch bei jün­ge­ren Men­schen, abnimmt, brau­chen wir eine moder­ne Platt­form­re­gu­lie­rung, die fai­re Regeln für Auf­find­bar­keit auf Benut­zer­ober­flä­chen schafft. Und wir brau­chen einen kom­pe­ten­ten und sou­ve­rä­nen Umgang mit den neu­en digi­ta­len Mög­lich­kei­ten. Die Fähig­keit zum krea­ti­ven und kri­ti­schen Umgang mit digi­ta­len Medi­en ist bereits heu­te eine Grund­vor­aus­set­zung für Erfolg im natio­na­len, euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Wett­be­werb.“

Kon­takt für Pres­se­an­fra­gen:
Vio­la Betz
Pres­se­spre­che­rin / Lei­te­rin des Büros des Direk­tors

25. Oktober 2019