Untersagungsverfügung der LMS gegen „Lottoland“ rechtskräftig

Sog. Zweitlotterien sind verbotenes illegales Glücksspiel

PM 10/2020

Saar­brü­cken, 09. März 2020: Die Lot­to­land Limi­ted hat am 6. März 2020 gegen­über dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ihre Revi­si­on gegen das Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts des Saar­lan­des zur Unter­sa­gungs­ver­fü­gung der LMS gegen die Ange­bo­te „www.Lottoland.com“ und „www.lottoland.de“ zurück­ge­nom­men. Damit ist die­se Ent­schei­dung rechts­kräf­tig. Der Lot­to­land Ltd. ist damit rechts­kräf­tig unter­sagt, im Inter­net nicht erlaub­nis­fä­hi­ges öffent­li­ches Glücks­spiel gemäß § 3 Glücks­spiel­staats­ver­trag (GlüStV) im Saar­land mit den unter den Domai­nen www.lottoland.com bzw. www.lottoland.de auf­ruf­ba­ren Glücks­spiel­an­ge­bo­ten in Form von Wet­ten auf den Aus­gang von Lot­te­rien wie z.B. auf LOTTO 6aus49, Spiel77, SUPER6, Glücks­Spi­ra­le, Euro­jack­pot, Euro­Mil­li­ons, MegaMil­li­ons und Power­Ball, zu ver­mit­teln oder dafür zu werben.

Der stell­ver­tre­ten­de Direk­tor der LMS, Dr. Jörg Ukrow, erklär­te hier­zu: „Der Abschluss des Rechts­strei­tes zur Unter­sa­gungs­ver­fü­gung der LMS hat Bedeu­tung nicht nur für das Saar­land, son­dern für die deut­sche Glücks­spiel­re­gu­lie­rung ins­ge­samt. Das beson­de­re Gefähr­dungs­po­ten­ti­al von Zweit­lot­te­rien mit Blick auf Sucht- und Mani­pu­la­ti­ons­ri­si­ken wird damit eben­so gericht­lich bestä­tigt wie die Kohä­renz der Glücks­spiel­re­gu­lie­rung in Deutsch­land und deren Verfassungs- und Euro­pa­rechts­kon­for­mi­tät. Auch die bis­he­ri­ge Wer­be­pra­xis der Lan­des­lot­te­rie­ge­sell­schaf­ten steht dem kon­se­quen­ten Vor­ge­hen gegen ille­ga­le Glücks­spiel­an­ge­bo­te im Ergeb­nis der Ent­schei­dung des obers­ten saar­län­di­schen Ver­wal­tungs­ge­richts nicht ent­ge­gen. Eine Viel­zahl von Argu­men­ten, die von Anhän­gern einer umfas­sen­den und unein­ge­schränk­ten Öff­nung des deut­schen Glücks­spiel­mark­tes für Online-Glücksspielangebote vor­ge­bracht wur­den, sind damit rechts­kräf­tig als halt­los ein­ge­stuft worden.“

Zum Hin­ter­grund:
Bei sog. Zweit­lot­te­rien, wie sie z.B. unter „www.Lottoland.com“ und „www.lottoland.de“ ange­bo­ten wer­den, han­delt es sich um öffent­li­che Glücks­spie­le im Sin­ne des Glücks­spiel­staats­ver­tra­ges in Form von Wet­ten auf den Aus­gang von Lot­te­rien. Die­se Art des Glücks­spiels unter­fällt selbst nicht dem Lotteriebegriff.

Kon­takt für Presseanfragen:
Dr. Jörg Ukrow
stv. Direktor
E‑Mail: ukrow [at] LMSaar [dot] de
Tel.: 0681 38988–50

9. März 2020