Seminarübersicht nach Zielgruppen sortiert

Aktuelle Veranstaltungen ab Januar 2022

HIER fin­den Sie ein Erklär­vi­deo zu unse­rer Online-Anmeldung.

 

Courage im Netz — Gemeinsam gegen Hass und Hetze (SO-600)

Um ein deut­li­ches Zei­chen gegen Hass­bot­schaf­ten im Netz zu set­zen, hat sich die Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land mit dem Minis­te­ri­um der Jus­tiz, ver­tre­ten durch die Staats­an­walt­schaft Saar­brü­cken (Son­der­de­zer­nat Cybercrime), dem Minis­te­ri­um für Inne­res, Bau­en und Sport, dem Lan­des­po­li­zei­prä­si­di­um Saar­land und dem Minis­te­ri­um für Sozia­les, Gesund­heit, Frau­en und Fami­lie (Lan­des­ju­gend­amt) in einem Akti­ons­bünd­nis zusam­men­ge­tan. Mit Beginn des Jah­res 2022 star­tet das dar­aus resul­tie­ren­de Koope­ra­ti­ons­pro­jekt „Cou­ra­ge im Netz – Gemein­sam gegen Hass und Het­ze“.

Gera­de die per­sön­li­chen Anfein­dun­gen über das Netz, die in letz­ten Mona­ten publik wur­den, haben ver­deut­licht, wel­che Aus­wir­kun­gen digi­ta­le Inhal­te auf unser ana­lo­ges Leben haben. Hass und Het­ze brei­ten sich ins­be­son­de­re über sozia­le Medi­en: auf Platt­for­men wer­den Men­schen zu Opfern digi­ta­ler Gewalt, sehen sich mit Bedro­hun­gen oder Cybermob­bing in Form von Hass­nach­rich­ten kon­fron­tiert. Die­se Art von Anfein­dun­gen ver­gif­ten die offe­ne demo­kra­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on und das Unter­hal­tungs­kli­ma im Inter­net und kön­nen stil­bil­dend für den ana­lo­gen Umgang werden.

Ziel des Koope­ra­ti­ons­pro­jek­tes, wel­ches auf Basis des nordrhein-westfälischen Bei­spiels auf die Bedar­fe im Saar­land ange­passt wur­de, ist eine erleich­ter­te Rechts­durch­set­zung im Inter­net. Denn das Inter­net ist kei­nes­wegs ein rechts­frei­er Raum. Auf­grund der erhöh­ten Anzahl von Hass­kom­men­ta­ren und dem damit ein­her­ge­hen­den Haf­tungs­ri­si­ko auf eige­nen Inter­net­sei­ten oder Social Media Accounts sehen sich Ein­rich­tun­gen bis­her gezwun­gen, unzu­läs­si­ge Kom­men­ta­re zu löschen oder bela­de­ne The­men zu ver­mei­den. Zudem führt die feh­len­de Sank­tio­nie­rung einer straf­ba­ren Äuße­rung dazu, dass sich ein even­tu­ell bestehen­der Ein­druck von „System- und Lügen­pres­se“ wei­ter ver­stärkt, weil straf­ba­re Äuße­run­gen mit­un­ter als zuläs­si­ge eige­ne Mei­nung miss­ver­stan­den wer­den. Hass­kom­men­ta­re oder
‑bei­trä­ge sol­len des­halb nicht nur gelöscht, son­dern müs­sen auch kon­se­quent straf­recht­lich geahn­det werden.

Der beson­de­re Fokus liegt auf der Ver­tei­di­gung der grund­recht­lich ver­an­ker­ten Per­sön­lich­keits­rech­te eines/einer jeden Ein­zel­nen im Inter­net. Gleich­zei­tig soll die Mei­nungs­frei­heit geschützt wer­den, deren Aus­übung erst in einem gewalt­frei­en Kli­ma unein­ge­schränkt mög­lich ist. Um dies zu gewähr­leis­ten, ermög­licht die Initia­ti­ve „Cou­ra­ge im Netz – Gemein­sam gegen Hass und Het­ze“ teil­neh­men­den Partner:innen effi­zi­en­te Ver­fah­rens­ab­läu­fe bei der Anzei­gen­er­stel­lung straf­recht­lich rele­van­ter Sach­ver­hal­te und stellt kla­re Ansprechpartner:innen zur Sei­te, um den ver­fah­rens­tech­ni­schen Pro­zess ins­ge­samt zu ver­ein­fa­chen. Dabei setzt das Pro­jekt auf 2 Säu­len: Der prä­ven­ti­ve Ansatz setzt auf mar­kie­ren­de und dees­ka­lie­ren­de Akti­vi­tä­ten im Netz sowie auf Schu­lun­gen zum dis­zi­pli­nier­ten Strei­ten. Repres­siv wird eine bedie­nungs­freund­li­che Anzei­gen­er­stat­tung via Online-Wache eröffnet.

 

In die­ser Schu­lung stel­len wir gemein­sam mit dem Lan­des­po­li­zei­prä­si­di­um Saar­land sowie der Staats­an­walt­schaft Saar­brü­cken (Son­der­de­zer­nat: Cybercrime) das Pro­jekt, das Online-Tool zur Mel­dung von Hass­nach­rich­ten vor und geben eine kur­ze Ein­füh­rung in straf­recht­li­che Rele­van­te Tat­be­stands­merk­ma­le im Rah­men von Hasskriminalität.




Vor­aus­set­zun­gen:kei­ne
Ziel­grup­pe:Premiumpartner:innen des Projekts
Kos­ten:kei­ne

Termine