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Glossar der LMS — Buchstabe D

D/A‐Umwandlung

Umwand­lung eines digi­ta­len Bild‐ oder Ton­si­gnals in ein ana­lo­ges Signal.

 

DAB (Digital Audio Broadcasting)

DAB ist eine Tech­nik zur ->digi­ta­len ter­res­tri­schen Über­tra­gung von Hör­funk, die mit­tel­fris­tig UKW ablö­sen soll. Neben einer ver­bes­ser­ten Klang­qua­li­tät in CD‐Qualität ist es vor allem die Mög­lich­keit, zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen zu über­tra­gen, die DAB attrak­tiv machen soll. Mit dem gewohn­ten Radio­ton wer­den z.B. aus­führ­li­che Infos zur gera­de lau­fen­den Sen­dung oder aber auch vom Pro­gramm völ­lig unab­hän­gi­ge Diens­te, etwa Ver­kehrs­nach­rich­ten, Tou­ris­tik­in­for­ma­tio­nen oder Nach­rich­ten gesen­det. Idea­ler­wei­se ist der Radio­emp­fän­ger mit einem klei­nen Bild­schirm gekop­pelt, um die­se Infor­ma­tio­nen opti­mal sicht­bar zu machen. Um DAB hören zu kön­nen, sind beson­de­re Emp­fän­ger nötig.

1999 haben die Regu­lie­rungs­be­hör­de für Post und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on und die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten den Über­gang zum Regel­be­trieb ein­ge­lei­tet. Die­ser ist inzwi­schen – unter dem Signum »Digi­tal Radio« – in allen Bun­des­län­dern gestar­tet, die bereits über DAB‐Sender ver­fü­gen. In Bre­men, Ham­burg und Schleswig‐Holstein hat der Auf­bau der Sen­der­net­ze erst 2002 begon­nen. Sen­de­tech­nisch errei­chen die Digital‐Radio‐Programme der­zeit schon ca. 80 Pro­zent der Bevöl­ke­rung in der Bun­des­re­pu­blik. Bis­lang sind aller­dings erst rela­tiv weni­ge DAB‐Empfänger ver­kauft wor­den. Unklar ist ange­sichts der bis­he­ri­gen Reso­nanz in der Bevöl­ke­rung, wie lan­ge die Durch­set­zung des digi­ta­len ter­res­tri­schen Hör­funks dau­ern wird.

Links: www.digitalradio.de / www.digitalradiosaar.de

 

DAB+

DAB+ — als Bestand­teil der ->DAB‐Systemfamilie — nutzt mit MPEG‐4 HE AAC V2, dem sog. AAC+, eine im Ver­gleich zu ->DAB deut­lich effi­zi­en­te­re Audio­co­die­rung. Mit die­sem Ver­fah­ren der Kom­pri­mie­rung lässt sich auch bei rela­tiv nied­ri­gen Daten­ra­ten eine akzep­ta­ble Klang­qua­li­tät errei­chen. Dies gestat­tet die Über­tra­gung von deut­lich mehr Hör­funk­pro­gram­men inner­halb eines Ensem­bles und eine noch wirt­schaft­li­che­re Nut­zung von Res­sour­cen als bei DAB. Seit dem 1. August 2011 wird DAB+ in Deutsch­land bun­des­weit zur Ver­brei­tung der Ange­bo­te des Deutsch­land­ra­dio sowie pri­va­ter Anbie­ter genutzt. Das betref­fen­de Sen­der­netz wird seit­her ste­tig aus­ge­baut. Auch in wei­te­ren Län­dern wird DAB+ bereits ein­ge­setzt und ist z.B. in Groß­bri­tan­ni­en, Nor­we­gen und der Schweiz als Tech­nik vor­ge­se­hen, die UKW bei Erfül­lung bestimm­ter Umstiegs­kri­te­ri­en ablö­sen soll.

Link: www.digitalradio.de

 

DAB Surround

Anwen­dung der MPEG Surround‐Technik beim Audio­co­dier­ver­fah­ren MPEG Layer‐2 für Digi­tal­ra­dio. So wird Surround‐Klang bei Bitra­ten mög­lich, die nur unwe­sent­lich über denen von Stereo‐Ton lie­gen. Außer­dem ist DAB Sur­round voll­stän­dig kom­pa­ti­bel zu bereits auf dem Markt befind­li­chen DAB‐Empfängern. Auf der Emp­fän­ger­sei­te spielt ein DAB Surround‐Empfänger vol­len Mul­ti­ka­nal­ton, ein her­kömm­li­cher DAB‐Empfänger dage­gen igno­riert die Surround‐Informationen und gibt Ste­reo­ton in gewohnt hoher Qua­li­tät wie­der.

 

DAB‐Systemfamilie

Bezeich­nung für das auf dem auf dem ->DAB-Stan­dard basie­ren­de digi­ta­le Rund­funk­sys­tem mit des­sen Wei­ter­ent­wick­lun­gen ->DAB+ und ->DMB.

 

Daemon (Disk And Execution Monitor)

Pro­gramm, das in einem Com­pu­ter­netz im Hin­ter­grund auf bestimm­te Ereig­nis­se war­tet, die dann eine bestimm­te Akti­on des Dae­mons aus­lö­sen. Am häu­figs­ten anzu­tref­fen ist der Mailer‐Daemon für den Betrieb von ->eMails.

 

DAT (Digital Audio Tape)

Spei­cher­me­di­um für Musik und Daten. Auf ein DAT‐Band pas­sen 2 oder 4
->GByte, je nach Medi­um.

 

DataGlove

Daten­hand­schuh für die Steue­rung und Navi­ga­ti­on in der ->vir­tu­el­len Rea­li­tät (s. auch ->VR).

 

Datagramm

Von ->TCP/IP oder durch ande­res ->Pro­to­koll defi­nier­tes ->Daten­pa­ket im Inter­net, das einen fest­ge­leg­ten Kopf, Ende und Län­ge hat.

 

Datei

Jede auto­ma­ti­sier­te oder manu­ell ange­leg­te Samm­lung von Daten.

 

Dateitransfer

Über­tra­gen von Datei­en von einem auf ein ande­res Com­pu­ter­sys­tem mit­tels
->FTP.

 

Datenautobahn (Information Highway)

Hoch­ge­schwin­dig­keits­netz über das sehr gro­ße Daten­men­gen trans­por­tiert wer­den kön­nen.

 

Datenbank

Als Daten­bank wird bereits eine Datei, die ledig­lich Adres­sen ent­hält, bezeich­net. Dabei kann eine Daten­bank meh­re­re Tabel­len in einer Datei zusam­men­fas­sen.

 

Datenbus

Als Daten­bus wer­den alle Lei­tun­gen (ohne Steu­er­si­gna­le) zusam­men­ge­fasst, über die im Com­pu­ter die Daten über­tra­gen wer­den. Jede Lei­tung ist für die Über­tra­gung eines ->Bit des gesam­ten Daten­pa­kets zustän­dig. Die Anzahl der Daten­lei­tun­gen erge­ben die Brei­te des Daten­bus­ses. So hat ein 8 ->Bit brei­ter Daten­bus 8 Daten­lei­tun­gen und kann damit 8 ->Bit eines Daten­pa­kets gleich­zei­tig trans­por­tie­ren.

 

Datendienste

Beim digi­ta­len Rund­funk Bezeich­nung für ein­ma­lig oder regel­mä­ßig aus­ge­sen­de­te digi­ta­le Daten, die ent­we­der pro­gramm­be­glei­tend (->PAD) oder pro­gramm­un­ab­hän­gig (->NPAD) über­tra­gen wer­den.

 

Datenkompression

Reduk­ti­on des Spei­cher­be­darfs von ->digi­ta­len Daten.

 

Datenrate

Die Daten­ra­te wird auch als ‚Daten­trans­fer­ra­te’ oder “Bitra­te” bezeich­net. Sie gibt die Zahl der pro Zeit­ein­heit über­tra­ge­nen Daten in Bit/s (Bit pro Sekun­de) bzw. Mbit/s (Mega­bit = Mil­lio­nen Bit pro Sekun­de) an. Die Daten­ra­te ent­schei­det maß­geb­lich über die Bild­qua­li­tät digi­ta­ler Fern­seh­pro­gram­me. Daten­ra­ten von 4 bis 6 Mbit/s ent­spre­chen dabei einer Bild­qua­li­tät, wie sie ana­lo­ge Fern­seh­pro­gram­me lie­fern.

 

Datenreduktion

Ober­be­griff für ein Ver­fah­ren zur Kapa­zi­täts­re­duk­ti­on von Daten ohne den “abs­trak­ten” Infor­ma­ti­ons­in­halt merk­lich zu ver­rin­gern. Die Daten­re­duk­ti­on ist eine der wich­tigs­ten Errun­gen­schaf­ten der Digi­tal­tech­nik. Sie ermög­licht die Ver­rin­ge­rung der Infor­ma­ti­ons­men­ge auf der Basis der Eigen­schaf­ten des mensch­li­chen Gesichts­sinns bzw. Gehörs. Nicht hör‐ bzw. nicht seh­ba­re Ele­men­te wer­den her­aus­ge­rech­net, was zu einer Ver­rin­ge­rung der Infor­ma­ti­ons­men­ge führt. Daher kön­nen beim digi­ta­len ter­res­tri­schen Fern­se­hen 2 bis 6 Mal mehr Pro­gram­me als bei einem ana­lo­gen Pro­gramm über­tra­gen wer­den.

 

Daten‐Roaming

Kos­ten­pflich­ti­ge Daten‐, ins­be­son­de­re Handy‐ und Internet‐Nutzung im Aus­land. In der EU gibt es Bemü­hun­gen, das Preis­ni­veau für die grenz­über­schrei­ten­de Inan­spruch­nah­me von TK‐Dienstleistungen an das­je­ni­ge für die inlän­di­sche Nut­zung anzu­pas­sen.

 

Datensatz

Der Daten­satz fasst alle zu einem Tabel­len­ein­trag gehö­ri­gen Anga­ben logisch zusam­men.

 

Datenschutz

Gesetz­li­cher, auch rund­funk­ge­setz­li­cher Schutz des Ein­zel­nen davor, dass er durch die Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten in unzu­läs­si­ger Wei­se in sei­nem Recht beein­träch­tigt wird, selbst über Preis­ga­be und Ver­wen­dung sei­ner Daten zu bestim­men (infor­ma­tio­nel­les Selbst­be­stim­mung­recht). Die Ein­hal­tung der Daten­schutz­be­stim­mun­gen wird im Rund­funk über­wie­gend durch eige­ne, wei­sungs­un­ab­hän­gi­ge Rund­funk­be­auf­trag­te für den Daten­schutz über­wacht. Jeder­mann kann sich an die­se Beauf­trag­ten wen­den, wenn er der Ansicht ist, bei der Ver­ar­bei­tung sei­ner per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten durch eine Rund­funk­an­stalt in sei­nen schutz­wür­di­gen Belan­gen ver­letzt zu sein. Für die Daten­ver­ar­bei­tung zu journalistisch‐redaktionellen Zwe­cken gilt das so genann­te Medi­en­pri­vi­leg, d.h. Son­der­re­ge­lun­gen, mit denen die Anwend­bar­keit der daten­schutz­recht­li­chen Rege­lun­gen mit den Beson­der­hei­ten der jour­na­lis­ti­schen Arbeit in Ein­klang gebracht wird. Im Ver­wal­tungs­be­reich spielt der Daten­schutz vor allem beim Rund­funk­ge­büh­ren­ein­zug eine gro­ße Rol­le.

 

Datenträger

Spei­cher­me­di­um, auf dem Daten in Form von Datei­en dau­er­haft gespei­chert wer­den. Die gespei­cher­ten Daten kön­nen unter­schied­lichs­ter Art sein. Das ->Jugend­schutz­ge­setz (JuSchG) benutzt den Begriff des Daten­trä­gers z.B. nur in Bezug auf Film‐ oder Spiel­pro­gram­me (sog. Bild­trä­ger). Die gespei­cher­ten Daten wer­den mit­tels elek­tro­ni­scher Gerä­te genutzt.

 

Datentransferrate -> Datenrate

Dauerwerbesendung

In einer Dau­er­wer­be­sen­dung wird Wer­bung redak­tio­nell gestal­tet. Das heißt, dass es in der Regel einen Mode­ra­tor gibt, der durch die Sen­dung führt. Im Unter­schied zu einer „rich­ti­gen“ Show oder einem „rich­ti­gen“ Maga­zin steht aber wäh­rend des gesam­ten Ver­laufs der Sen­dung der Wer­be­cha­rak­ter erkenn­bar im Vor­der­grund. Die Wer­bung ist also das maß­geb­li­che Ele­ment die­ses Sen­de­for­mats, das eine Min­dest­dau­er von 90 Sekun­den haben muss (alles ande­re sind Wer­be­spots). Die wohl bekann­tes­ten Sen­dun­gen die­ser Art waren das „Glücks­rad“ und „Der Preis ist heiß“. Eine Dau­er­wer­be­sen­dung ist  nach § 7 Abs. 5
->Rund­funk­staats­ver­trag nur dann zuläs­sig, wenn sie vor Beginn als „Dau­er­wer­be­sen­dung“ ange­kün­digt wird. Der Schrift­zug „Wer­be­sen­dung“ oder „Dau­er­wer­be­sen­dung“ muss wäh­rend des gesam­ten Ver­laufs gut les­bar ein­ge­blen­det sein.

 

dB (Dezibel)

In der Audio­tech­nik wer­den elek­tri­sche Span­nun­gen meist nicht in Volt ange­ge­ben, son­dern als Pegel. Das Dezi­bel ist ein ent­spre­chen­des loga­rith­mi­sches Pegel‐ oder Ver­hält­nis­maß, wel­ches sei­nen Ursprung in der Fern­mel­de­tech­nik hat. Es stellt den 10fachen (Dezi) Zeh­ner­lo­ga­rith­mus eines Ver­hält­nis­ses qua­dra­ti­scher Grö­ßen dar. Die dabei ent­ste­hen­den Grö­ßen­ord­nun­gen haben weit­ge­hend einen Bezug zur mensch­li­chen Wahr­neh­mung von Laut­stär­ke. Der Begriffs‐Bestandteil “Bel” stellt eine Bezug­nah­me auf Gra­ham Bell, den Erfin­der des Tele­fons, dar.

 

DBMS (Datenbank‐Managementsystem)

->Soft­ware, mit der Infor­ma­tio­nen orga­ni­siert, gespei­chert und abge­ru­fen wer­den kön­nen.

 

DBS

Direct Broad­cast Satel­li­te. All­ge­mei­ner Satelliten‐Rundfunk für den Direkt­empfang.

 

DCE (Data Communication Equipment)

Bezeich­nung für eine Daten­über­tra­gungs­ein­rich­tung (z.B. ein ->Modem).

 

Debuggen

Das Erken­nen, Loka­li­sie­ren und Kor­ri­gie­ren von Feh­lern — betrifft im Soft­ware­be­reich logi­sche und syn­tak­ti­sche Feh­ler von Pro­gram­men, im Hard­ware­be­reich Fehl­funk­tio­nen.

 

Decoder

Hard‐ oder Software‐System zum ->Deco­die­ren, d. h. Ent­schlüs­seln von Daten, z. B. zum Emp­fang von Pay‐TV‐Sendungen erfor­der­lich.

 

Decoding (->Encoding)

 

Deep Link

Ein Hyper­link, der nicht auf die Haupt­sei­te eines Internet‐Angebots führt, son­dern zu einer Sei­te, die tie­fer in der Hier­ar­chie die­ses Ange­bots ange­sie­delt ist,
z. B. https://www.lmsaar.de/upload/pdf/I_1_SMG_Stand_2007-04.pdf

 

Demographische Merkmale

Beschrei­ben wirt­schaft­li­che und — ein­ge­schränkt — sozia­le Eigen­schaf­ten von Per­so­nen oder auch Län­dern, Gemein­den, Gesell­schaf­ten. Zu den typi­schen und häu­fig benutz­ten demo­gra­phi­schen Merk­ma­len in der Medi­en­nut­zungs­for­schung gehö­ren Alter, Geschlecht, Fami­li­en­stand, Schul­bil­dung, Berufs­tä­tig­keit, Art der Berufs­tä­tig­keit und die Wohn­ort­grö­ße.

 

Denial‐of‐Service (DoS)

Nicht­ver­füg­bar­keit eines Diens­tes, der eigent­lich ver­füg­bar sein soll­te, nament­lich wegen einer unbe­ab­sich­tig­ten oder geziel­ten Über­las­tung von TK‐Infrastruktursystemen.

 

DENIC (Deutsches Network Information Center)

Das DENIC in Frank­furt am Main ver­wal­tet für die ->Internet‐Domain .de die Ver­ga­be der Unter­do­mains, koor­di­niert die Ver­tei­lung der Inter­net­num­mern und betreibt den Pri­ma­ry Name­ser­ver. ->Domain‐Namen müs­sen bei Denic bean­tragt wer­den, seit 1996 ist dies nur noch über einen pro­fes­sio­nel­len ->ISP (Inter­net­pro­vi­der) mög­lich.

Link: www.denic.de

 

Descrambling

engl. Bezeich­nung für ‘Ent­schlüs­se­lung’. Des­cramb­ling bezeich­net die Ent­schlüs­se­lung bzw. Rekon­struk­ti­on ver­schlüs­selt über­tra­ge­ner (Fernseh-)Programme. Das geschieht mit Hil­fe eines Chip oder einer spe­zi­el­len Bau­grup­pe im Fernseh‐ oder einem anschließ­ba­ren Zusatz­ge­rät (Decoder/Descrambler).

 

Desktop

Als Desk­top bezeich­net man die Arbeits­ober­flä­che eines Betriebs­sys­tems. Auf ihr fin­den sich ver­schie­de­ne Pro­gramm­sym­bo­le. Die Arbeits­ober­flä­che lässt sich auch mit einem Schreib­tisch ver­glei­chen.

 

Deutsche Welle (DW)

Seit 1960/62 Aus­lands­rund­funk­an­stalt der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Auf­ga­be der DW ist die Ver­an­stal­tung von Rund­funk (Hör­funk und Fern­se­hen) für das Aus­land. Ihre Sen­dun­gen sol­len den Rund­funk­teil­neh­mern im Aus­land ein umfas­sen­des Bild des poli­ti­schen, kul­tu­rel­len und wirt­schaft­li­chen Lebens in Deutsch­land ver­mit­teln und ihnen die deut­schen Auf­fas­sun­gen zu wich­ti­gen Fra­gen dar­stel­len und erläu­tern.

Link: www.dw-world.de

 

Deutscher Journalisten‐Verband ->DJV

 

Deutscher Werberat

1972 gegrün­de­te Ein­rich­tung der Selbst­kon­trol­le mit Sitz in Bonn. Ihre Auf­ga­ben umfas­sen die Kon­flikt­re­ge­lung zwi­schen Beschwer­de­füh­rern aus der Bevöl­ke­rung und wer­ben­den Fir­men im Fal­le unlau­te­rer und irre­füh­ren­der Wer­bung sowie die Ent­wick­lung von Ver­hal­tens­re­geln und Leit­li­ni­en zur inhalt­li­chen Gestal­tung von Wer­bung und Öffent­lich­keits­ar­beit.

Link: www.interverband.com/u-img/69392/home_neu.htm

 

Deutschlandradio

Seit dem 1. Janu­ar 1994 Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts für den bun­des­wei­ten Hör­funk mit Dop­pel­sitz in Ber­lin und Köln. Mit­glie­der des Deutsch­land­ra­dio sind die Lan­des­rund­funk­an­stal­ten der ARD und das ZDF. Nach dem Deutschlandradio‐Staatsvertrag ver­an­stal­tet die Kör­per­schaft das Pro­gramm „Deutsch­land­funk“, das Pro­gramm „Deutsch­land­ra­dio Kul­tur“, das in digi­ta­ler Tech­nik ver­brei­te­te Pro­gramm „DRa­dio Wis­sen“ mit Schwer­punk­ten in den Berei­chen Infor­ma­ti­on, Bil­dung und Kul­tur sowie aus­schließ­lich im Inter­net ver­brei­te­te Hör­funk­pro­gram­me mit Inhal­ten aus den vor­ge­nann­ten Pro­gram­men. In ihren Sen­dun­gen soll »ein objek­ti­ver Über­blick über das Welt­ge­sche­hen, ins­be­son­de­re ein umfas­sen­des Bild der deut­schen Wirk­lich­keit ver­mit­telt wer­den. Die Sen­dun­gen sol­len eine freie indi­vi­du­el­le und öffent­li­che Mei­nungs­bil­dung för­dern. Das Gesche­hen in den ein­zel­nen Län­dern und die kul­tu­rel­le Viel­falt Deutsch­lands sind ange­mes­sen im Pro­gramm dar­zu­stel­len.«

Link: www.deutschlandradio.de

 

DFÜ (Datenfernübertragung)

Beschrei­bung für das Über­tra­gen für Daten über gro­ße Ent­fer­nun­gen.

 

DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)

Eine Spe­zi­fi­ka­ti­on, durch die Ser­ver in einem Netz­werk allen ande­ren ver­bun­de­nen Gerä­ten auto­ma­tisch eine IP‐Adresse zuwei­sen kön­nen. Sie erleich­tert die Ver­bin­dung eines TV‐Geräts als ->con­nec­ted TV mit dem Inter­net.

 

DHTML (Dynamic HyperText Markup Language)

Sie ist eine Wei­ter­ent­wick­lung der sta­ti­schen Doku­ment­be­schrei­bungs­spra­che
->HTML. DHTML soll die Sei­ten dyna­mi­scher d. h. ver­än­der­bar machen und so zu attrak­ti­ve­ren Sei­ten im ->WWW füh­ren.

 

Dialer

Dia­ler (zu deutsch: Ein­wahl­pro­gram­me) sind Com­pu­ter­pro­gram­me, mit deren Hil­fe über das ana­lo­ge Telefon‐ oder das ->ISDN‐Netz eine Wähl­ver­bin­dung zum ->Inter­net oder ande­ren Com­pu­ter­netz­wer­ken auf­ge­baut wer­den kann.

 

Dial Up

Eng­li­sche Bezeich­nung für das Ein­wäh­len eines ->Cli­ent beim ->Internet‐Provider.

 

Digital

Ent­spre­chend dem Über­gang von der Schall­plat­te zur CD wer­den Rund­funk­si­gna­le zukünf­tig nicht mehr “ana­log”, also in Form von Wel­len, über­tra­gen, son­dern “digi­tal”, also als Fol­ge von Nul­len und Ein­sen. Töne und Bil­der wer­den so nicht nur qua­li­ta­tiv bes­ser, son­dern bean­spru­chen auch weni­ger Platz und Ener­gie bei der Über­tra­gung selbst. Wo bis­her ein Kanal für ein Pro­gramm genutzt wur­de, kann digi­tal ein Viel­fa­ches davon über­tra­gen wer­den. Im Kabel z.B. kön­nen dort, wo bis­her ein Pro­gramm über­tra­gen wur­de, mitt­ler­wei­le schon 8 und mehr Pro­gram­me in glei­cher Qua­li­tät zum Emp­fän­ger trans­por­tiert wer­den. Dies wird durch den Ein­satz von “Kom­pri­mie­rungs­ver­fah­ren” mög­lich.

 

Digital Divide ->Digitale Spaltung

 

Digitale Agenda für Europa

Die von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on vor­ge­leg­te digi­ta­le Agen­da stellt eine der sie­ben Säu­len der Stra­te­gie Euro­pa 2020 dar, die Zie­le für das Wachs­tum der Euro­päi­schen Uni­on (EU) bis 2020 fest­legt. Die­se digi­ta­le Agen­da schlägt eine bes­se­re Nut­zung der Informations‐ und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en (IKT) vor, um Inno­va­ti­on, Wirt­schafts­wachs­tum und Fort­schritt zu för­dern. Als Maß­nah­men sieht die Agen­da u.a. die Umset­zung des digi­ta­len Bin­nen­markts, eine verbes­ser­te ->Inter­ope­ra­bi­li­tät und Nor­mung von Gerä­ten, Anwen­dun­gen, Daten‐sammlungen, Diens­ten und Net­zen, die Stär­kung des Ver­trau­ens und der Online‐Sicherheit (nicht zuletzt mit Blick auf die Bekämp­fung der ->Cyber­kri­mi­na­li­tät und Online‐Kinder‐->por­no­gra­fie sowie zum Schutz der Pri­vat­sphä­re und per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten), die För­de­rung eines schnel­len und ultra­schnel­len Inter­net­zu­gangs, Inves­ti­tio­nen in For­schung und Inno­va­ti­on sowie die Ver­bes­se­rung der digi­ta­len Kom­pe­ten­zen, Qua­li­fi­ka­tio­nen und Inte­gra­ti­on vor.

Link: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52010DC0245 &from=DE

 

Digitale Demenz

Ein Begriff, der auf eine ver­meint­li­che Ver­än­de­rung des mensch­li­chen Gehirns durch die Nut­zung digi­ta­ler Medi­en abstellt. Unter Demenz ver­steht die Medi­zin einen Ver­lust ursprüng­lich vor­han­de­ner kogni­ti­ver Fer­tig­kei­ten – ein Ver­lust des Gedächt­nis­ses, eine Ein­schrän­kung des Denk­ver­mö­gens und Ori­en­tie­rungs­stö­run­gen, die in einen Zer­fall der Per­sön­lich­keits­struk­tur mün­den. Demen­zen kön­nen vie­le Ursa­chen haben. Es gibt aller­dings kei­ner­lei Nach­weis dafür, dass die Nut­zung digi­ta­ler Medi­en zu fass­ba­ren krank­haf­ten Ver­än­de­run­gen im Gehirn führt. Offen ist, ob und ggf. wie exzes­si­ver Kon­sum digi­ta­ler Medi­en zu Sprach‐ und Lern­stö­run­gen, Auf­merk­sam­keits­de­fi­zi­ten, Stress und Gewalt­be­reit­schaft bei Kin­dern und Jugend­li­chen bei­trägt.

 

Digitale Dividende

Unter „Digi­ta­ler Divi­den­de“ wird das zusätz­li­che bzw. frei wer­den­de Frequenz‐Spektrum ver­stan­den, das bei der Digi­ta­li­sie­rung bestehen­der ana­lo­ger (nament­lich Hörfunk‐ und Fernseh‐) Diens­te auf der Grund­la­ge neu­er, effi­zi­en­te­rer Übertragungs‐und Codier­tech­ni­ken ver­füg­bar wird.

 

Digitale Dividende II

Die Welt­funk­kon­fe­renz ->WRC-12 hat im Febru­ar 2012 den Weg für eine 2. digi­ta­le Divi­den­de frei gemacht, wonach die Mobil­funk­be­trei­ber in Zukunft auch den Bereich von 694–790 MHz nut­zen dür­fen. Betrof­fen von einer sol­chen Nut­zungs­mög­lich­keit sind neben Fern­seh­ver­an­stal­tern Betrei­ber draht­lo­ser Mikro­fo­ne, die gera­de die ->LTE-Fre­quen­zen im 800‐MHz‐Band im Ergeb­nis der Digi­ta­len Divi­den­de I räu­men muss­ten. In Deutsch­land sieht die Bun­des­netz­agen­tur den Start der Ver­stei­ge­rung von Bän­dern um 700 MHz für 2015 vor. Hier­durch wird ggf. der Umstieg auf ->DVB‐T2 gefähr­det.

 

Digital Immigrants

Als „digi­ta­le Ein­wan­de­rer“ wer­den – in Abgren­zung zu ->Digi­tal Nati­ves — Per­so­nen bezeich­net, die das Inter­net erst im Erwach­se­nen­al­ter ken­nen gelernt haben.

 

Digitale Migration

Pro­zess des Umstiegs von ana­lo­ger zu digi­ta­ler Ver­brei­tung von Rund­funk­in­hal­ten. Für den Bereich des Fern­se­hens ist die­ser Pro­zess in Deutsch­land mit Aus­nah­me des Über­tra­gungs­we­ges Kabel abge­schlos­sen. Für den Bereich des Hör­funks sind die Bestre­bun­gen für eine digi­ta­le Migra­ti­on in Deutsch­land durch die For­de­run­gen der ->KEF in ihrem aktu­el­len 19. Bericht nach Aus­sa­gen zur Dau­er des ->Simul­cast – also der Par­al­lel­aus­strah­lung von DAB+ und UKW – und nach Anga­be eines Abschalt­ter­mins für die UKW­Sen­der beför­dert wor­den. In der Schweiz hat die ->AG Digi­Mig Kri­te­ri­en für einen sol­chen Umstieg ent­wi­ckelt. In ande­ren Län­dern wie Nor­we­gen gibt es hier­für sogar Vor­schrif­ten der Regie­rung. Der Umstieg bedarf in Deutsch­land mit Blick auf die Grund­rechts­re­le­vanz vor­aus­sicht­lich einer parlamentarisch‐gesetzlichen Rege­lung.

 

Digital Natives

Als „digi­ta­le Urein­woh­ner“ wer­den Per­so­nen bezeich­net, die mit den Errun­gen­schaf­ten der digi­ta­len Welt (wie z.B. E‐Mails oder Inter­net) auf­ge­wach­sen sind (Geburts­jahr­gän­ge ab 1980).

 

Digitale Postkarte

Dies ist ein Ser­vice, der von eini­gen Anbie­tern kos­ten­los ange­bo­ten wird. Dabei wird vom Absen­der eine ->eMail gestal­tet, die mit Bild und Text ver­se­hen wird. Die ->vir­tu­el­le Kar­te ver­bleibt auf dem ->Ser­ver des Anbie­ters. Der Emp­fän­ger bekommt eine ->eMail, in der ihm mit­ge­teilt wird, dass eine Post­kar­te für ihn bereit liegt. Die Adres­se, unter der er die Kar­te abho­len kann, ist als ->Hyper­link ein­ge­fügt.

 

Digitale Revolution

Bezeich­nung für den durch die ->Digi­ta­li­sie­rung aus­ge­lös­ten Umbruch, der seit den 1990er Jah­ren nicht nur einen tech­ni­schen Wan­del, son­dern auch Ver­än­de­run­gen in (fast) allen Lebens­be­rei­chen aus­ge­löst hat — ähn­lich wie die Indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on im 19. Jahr­hun­dert.

 

Digitale Signatur

Eine digi­ta­le Signa­tur ist gemäß § 2 Signa­tur­ge­setz ein mit einem pri­va­ten Signa­tur­schlüs­sel erzeug­tes Sie­gel zu digi­ta­len Daten, das mit Hil­fe eines zuge­hö­ri­gen öffent­li­chen Schlüs­sels, der mit einem Signa­tur­schlüs­sel — Zer­ti­fi­kat einer Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le — ver­se­hen ist, den Inha­ber des Signa­tur­schlüs­sels und die Unver­fälscht­heit der Daten erken­nen lässt. Mit­tels einer elek­tro­ni­schen Unter­schrift wird sowohl der Inhalt einer Nach­richt als auch die Iden­ti­tät des Benut­zers bestä­tigt.

 

Digitale Spaltung

Digi­ta­le Spal­tung, auch digi­ta­le Kluft genannt, ist die deut­sche Über­set­zung des eng­li­schen Begriffs digi­tal divi­de, der seit etwa 1996 in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on auf­taucht. Er steht für die These/Feststellung/Befürchtung, dass die Mög­lich­keit des Zugangs zu und der Nut­zung von moder­ner digi­ta­ler Informations‐ und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie (spe­zi­ell das Inter­net) stark von sozia­len Fak­to­ren abhän­gig ist, dies sowohl inner­halb einer Gesell­schaft (“Wohl­ha­ben­de haben mehr Mög­lich­kei­ten als Arme” oder “Jun­ge nut­zen des Inter­net häu­fi­ger als Alte”) als auch auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne (“In Indus­trie­län­dern bestehen bes­se­re Mög­lich­kei­ten als in Ent­wick­lungs­län­dern“). Die Dis­kus­si­on um die­sen Begriff muss in Zusam­men­hang mit der seit den 90er Jah­ren ver­stärkt ver­tre­te­nen The­se gese­hen wer­den, nach­dem die all­ge­mei­ne Ent­wick­lung auf eine Informations‐ oder gar Wis­sens­ge­sell­schaft zusteu­ert, in der die Zugriffs­mög­lich­keit auf und die Beherr­schung die­ser Tech­no­lo­gi­en in hohem Maße für den per­sön­li­chen Erfolg einer Per­son ent­schei­dend sein sol­len. Der Ter­mi­nus “Digi­ta­le Spal­tung” war der Anlass für den UN‐Weltgipfel zur Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft (WSIS) 2003 in Genf. Dort fand der Begriff “Digi­ta­le Spal­tung” brei­te Akzep­tanz bei den Ver­tre­tern der Zivil­ge­sell­schaft und in den offi­zi­el­len Doku­men­ten. Wel­che Rele­vanz die digi­ta­le Spal­tung besitzt, ob sie grö­ßer oder klei­ner wird, ist umstrit­ten.

 

Digitales Fernsehen

Digi­ta­le Über­tra­gung von Fern­seh­si­gna­len — vom Stu­dio bis zum Emp­fangs­ge­rät. In Euro­pa und zahl­rei­chen ande­ren Län­dern basiert das Digi­ta­le Fern­se­hen — ein­schließ­lich der Digital‐Fernsehempfänger — auf den DVB‐Standards. Via Satel­lit wer­den heu­te bereits — neben weit über hun­dert digi­ta­len Pay‐TV und Free‐TV Ange­bo­ten — prak­tisch alle bekann­ten Pro­gram­me sowohl ana­log als auch digi­tal aus­ge­strahlt. Der Trend zur Digi­tal­tech­nik geht nicht nur von den — durch die CD all­ge­mein bekann­ten — Mög­lich­kei­ten der Qua­li­täts­ver­bes­se­rung aus. Digi­ta­le Ver­fah­ren schaf­fen vor allem Platz bei den vor­han­de­nen Sen­de­fre­quen­zen: Um das Pro­gramm­an­ge­bot zu ver­viel­fa­chen und zusätz­lich neu­ar­ti­ge — auch inter­ak­ti­ve — Informations‐, Bildungs‐ und Unter­hal­tungs­diens­te bei Radio und Fern­se­hen rea­li­sie­ren zu kön­nen. Das digi­ta­le Fern­se­hen ver­fügt mit der
->MHP über eine Schnitt­stel­le, die eine Brü­cke vom Inter­net zum Fern­se­hen schlägt und damit auch Men­schen ohne Com­pu­ter bzw. Com­pu­ter­kennt­nis­se direkt in die Online‐Welt der ent­ste­hen­den Wis­sens­ge­sell­schaft ein­be­zieht. Sie­he auch ->DVB.

 

Digitalisierung

Elek­tro­ni­sche Zer­le­gung von Text‐, Bild‐ und Ton­in­for­ma­tio­nen mit dem Ziel, sie in eine für Com­pu­ter les­ba­re Form zu brin­gen. Digi­ta­li­sie­rung bezeich­net somit die Über­set­zung ->ana­lo­ger Signa­le wie Musik, Fern­seh­bil­der, Tele­fon­ge­sprä­che in ein digi­ta­les For­mat, damit die­se Signa­le in Daten­net­zen über­tra­gen wer­den kön­nen. Digi­ta­li­sie­rung bringt in der Regel eine zuver­läs­si­ge­re Qua­li­tät und effi­zi­en­te­re Über­tra­gun­gen.

 

Digitalisierungsgrad

Der Digi­ta­li­sie­rungs­grad ist eine Kenn­zahl zur Mes­sung der Digi­ta­li­sie­rung des Fernseh‐ und Hör­funk­emp­fangs in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Er gibt den Anteil der Haus­hal­te an, die ihre Fernseh‐ und Radio­pro­gramm über digi­ta­le Über­tra­gungs­mög­lich­kei­ten emp­fan­gen. Er wird jähr­lich durch die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten ermit­telt und in deren Digi­ta­lie­rungs­be­richt dar­ge­stellt und erläu­tert.

Link: www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Publikationen/Digitalisierungsbericht/ 2014/Digitalisierungsbericht_2014_Web.pdf

 

Digital Multimedia Broadcasting ->DMB

 

DigitalRadio ->DAB; ->DAB+

 

Digital Radio Saar GmbH

Regio­na­le Sen­de­be­triebs­ge­sell­schaft für das digi­ta­le Radio von Saar­län­di­schem Rund­funk, Deut­scher Tele­kom AG, Deutsch­land­Ra­dio und der Gesell­schaft zur Medi­en­för­de­rung – ->Saar­land Medi­en – mbH. Die Gesell­schaft will die Durch­set­zung von digi­ta­lem Hör­funk nach dem ->DAB‐Standard im Saar­land för­dern und die dafür benö­tig­ten Sen­der bereit­stel­len. Der SR und die Tele­kom hal­ten je 45 Pro­zent der Geschäfts­an­tei­le, das Deutsch­land­Ra­dio 7 Pro­zent und die Saar­land Medi­en, an der das Saar­land und die Lan­des­me­di­en­an­stalt je zur Hälf­te betei­ligt sind, 3 Pro­zent.

 

Digital Radio Mondiale ->DRM

 

Digital‐Receiver

Ein Digital‐Receiver ist ein Zusatz­ge­rät (zuneh­mend auch in Form eines direkt ins Rundfunk‐empfangsgerät inte­grier­tes Modul) zum Emp­fang digi­tal gesen­de­ter Fernseh‐ und Hörfunk‐programme und — je nach Aus­stat­tung — auch ande­rer digi­ta­ler Diens­te.

 

Digital Rights Management ->DRM

 

Digital Television (DTV)

Ame­ri­ka­ni­scher Ober­be­griff für die Aus­strah­lung und den Emp­fang digi­ta­ler Fern­seh­pro­gram­me via Funk, Kabel und Satel­lit. In Euro­pa ist die­ser Begriff als ->“DVB — Digi­tal Video Broad­cas­ting” bekannt.

 

Digital Video Broadcasting ->DVB

 

DIN (Deutsches Institut für Normung) e.V.

Staat­li­ches Nor­mungs­in­sti­tut, ähn­lich dem ame­ri­ka­ni­schen ->ANSI (s. auch
->ISO).

Link: www.din.de

 

Direct To Home — Television (DTH)

Ober­be­griff für Satelliten‐Direktempfang

 

Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten ->DLM

 

Disclaimer

Der Fach­be­griff ist abge­lei­tet vom eng­li­schen „to dis­c­laim“ – d. h. „abstrei­ten“, „in Abre­de stel­len“. Im Inter­net wird ein Dis­c­lai­mer für einen Haf­tungs­aus­schluss ver­wen­det. Sol­che Dis­c­lai­mer fin­den sich ins­be­son­de­re in E‐Mails und auf Web­sites. Mit dem Dis­c­lai­mer wird ins­be­son­de­re ein Schutz vor Kla­gen wegen Ver­let­zung des Urhe­ber­rechts oder vor Scha­den­er­satz­for­de­run­gen erstrebt — z. B. durch den Hin­weis, dass kei­ner­lei Haf­tung für Inhal­te exter­ner Links erfol­ge. Ob die­se Schutz­wir­kung mit dem Dis­c­lai­mer erreicht wird, ist aller­dings zwei­fel­haft. Ggf. bleibt der­je­ni­ge, der einen Link setzt, unge­ach­tet eines sol­chen Dis­c­lai­mers im Lich­te der §§ 7 bis 10 ->TMG ver­ant­wort­lich.

 

Disperses Publikum

Der Begriff Disper­ses Publi­kum meint, dass die Rezi­pi­en­ten von Mas­sen­me­di­en (z. B. Zei­tung, Hör­funk, Fern­se­hen) in der Regel räum­lich (viel­fach auch raum­zeit­lich) von­ein­an­der getrennt sind. Das disper­se Publi­kum ist eines der ent­schei­den­den Kenn­zei­chen von Mas­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on.

 

Disproportionale Stichprobe

Durch die dis­pro­por­tio­na­le Anla­ge einer ->Stich­pro­be wird gewähr­leis­tet, dass bestimm­te Unter­grup­pen oder Ein­hei­ten (z.B. klei­ne­re Bun­des­län­der wie Bre­men und das Saar­land) mit der für eine vali­de sta­tis­ti­sche Aus­wer­tung not­wen­di­gen Fall­zahl an Stich­pro­ben­teil­neh­mern ver­tre­ten sind. Im Rah­men der Gewich­tung der Gesamt­stich­pro­be wird die Dis­pro­por­tio­na­li­tät wie­der aus­ge­gli­chen.

 

DJV (Deutscher Journalisten‐Verband)

Der Deut­sche Journalisten‐Verband (DJV), 1949 gegrün­det, ver­tritt die berufs‐ und medi­en­po­li­ti­schen Zie­le und For­de­run­gen der haupt­be­ruf­li­chen Jour­na­lis­ten aller Medi­en. Er ist poli­tisch wie finan­zi­ell unab­hän­gig und han­delt ohne sach­frem­de Rück­sicht­nah­men. Der DJV ach­tet und för­dert die publi­zis­ti­sche Unab­hän­gig­keit sei­ner Mit­glie­der. Der DJV schließt als Tarif­par­tei seit 1950 in allen Medi­en Tarif­ver­trä­ge und über­wacht deren Ein­hal­tung. Er setzt sich für die Aus‐ und Wei­ter­bil­dung von Jour­na­lis­ten ein und bie­tet — über sein Bil­dungs­werk — Semi­na­re zur gewerk­schaft­li­chen und beruf­li­chen Qua­li­fi­zie­rung sowie Schu­lun­gen für Betriebs‐ und Per­so­nal­rä­te. Der DJV ist Mit­glied der Inter­na­tio­na­len Journalisten‐Föderation (IJF) mit Sitz in Brüs­sel.

Link: www.djv.de

 

DLM — Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten

Die DLM ist inner­halb der ->ALM das Gre­mi­um der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten, in dem
deren Direk­to­ren, Prä­si­den­ten oder Geschäfts­füh­rer zusam­men­ar­bei­ten. Die­se Zusam­men­ar­beit
betrifft unbe­scha­det der Zustän­dig­kei­ten der ->ZAK z.B. Fra­gen des Pro­gramms, des Rechts, der Tech­nik, der For­schung und der Finan­zie­rung gemein­sa­mer Auf­ga­ben. Ein­zel­hei­ten sind in § 2 Abs. 1 und 2 sowie § 3 Abs. 4 des Ver­trags über die Zusam­men­ar­beit der Arbeits­ge­mein­schaft der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (ALM) — ALM‐Statut — vom 20. Novem­ber 2013 gere­gelt. Die DLM ist auch die maß­geb­li­che Instanz zur Wahr­neh­mung gemein­sa­mer Inter­es­sen der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten nach außen. Den Vor­sitz führt der/die ALM‐Vorsitzende, der auf Vor­schlag der DLM von der Gesamt­kon­fe­renz gewählt wird.

Link: www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Rechtsgrundlagen/Satzungen/ALM-Statut_20.11.2013.pdf

 

DLNA (Digital Living Network Alliance)

Die­se Alli­anz umfasst Her­stel­ler ver­schie­de­ner Bran­chen, die gemein­sam Stan­dards für ein rei­bungs­lo­ses Zusam­men­ar­bei­ten der vie­len Gerä­te erar­bei­ten wol­len, die heu­te in einem Haus­halt vor­han­den sind.

 

DLS ->Dynamic Label Service

 

DMB (Digital Multimedia Broadcasting)

DMB ist tech­nisch eine Fort­ent­wick­lung von ->DAB, die ins­be­son­de­re für Bewegt­bild­über­tra­gung auf Emp­fangs­ge­rä­te aus­ge­legt ist. Je nach Feh­ler­schutz ist (der­zeit) eine Netto‐Datenrate von bis zu 1,5 MBit/s mög­lich, was (der­zeit) die Über­tra­gung von drei bis vier Fern­seh­an­ge­bo­ten zuzüg­lich Hör­funk­pro­gram­me und Daten­diens­ten in einem DAB‐Ensemble ermög­licht. Die Spe­zi­fi­ka­ti­on von DAB/DMB schließt mit ver­schie­de­nen Modi die Nut­zung im Bereich von 30 MHz bis 3 GHz ein. Damit steht DMB/DAB für die Ver­brei­tung von Mul­ti­me­dia­di­ens­ten auf allen Ver­brei­tungs­we­gen (ter­res­trisch, via Kabel und Satel­lit) zur Ver­fü­gung. IP‐basierte Diens­te kön­nen über DAB‐Ensembles eben­falls gesen­det wer­den.

In Deutsch­land haben alle ->Lan­des­me­di­en­an­stal­ten in 2006 auf der Grund­la­ge der jewei­li­gen lan­des­recht­li­chen Ver­suchs­klau­seln DMB‐Lizenzen im Band III bzw. im L‐Band aus­ge­schrie­ben und erteilt: Mit Debi­tel und Mobil­com als Ver­triebs­part­nern von MFD Mobi­les Fern­sed­hen Deutsch­land begann im Juni 2006 die Über­tra­gung von Mobile‐TV im DMB‐Standard.

 

DNS (Domain Name System)

Hier­ar­chisch auf­ge­bau­tes Sys­tem für die Ver­ga­be von ->Domain‐Namen. Das DNS ord­net den logi­schen Namen von Rech­nern im Inter­net eine ->IP‐Adresse zu.

 

DNS‐Spoofing

Bezeich­nung für einen Angriff auf die Inter­net­si­cher­heit, bei dem es dem Angrei­fer gelingt, die Zuord­nung zwi­schen einem Rech­ner­na­men und der zuge­hö­ri­gen IP‐Adresse zu ver­fäl­schen, indem ein Name in eine fal­sche IP‐Adresse bzw. eine IP‐Adresse in den fal­schen Rech­ner­na­men umge­wan­delt wird

 

Docking‐Station

Eine Erwei­te­rung für vie­le Note­books (bspw. zusätz­li­che Lauf­wer­ke, exter­ne Schnitt­stel­len, Erwei­te­rungs­kar­ten etc.), die die­ses erst zum voll­wer­ti­gen PC‐Ersatz macht.

 

Dokument

Ein Doku­ment im ->Inter­net ist letzt­lich eine Datei bzw. besteht aus meh­re­ren Datei­en. Dabei kann es sich um Text‐, Bild‐, Ton‐ , Video‐ und ande­re Datei­en han­deln.

 

Dolby Digital

ist ein Ton­über­tra­gungs­ver­fah­ren, das ermög­licht, digi­ta­len Surround‐Ton wie­der­zu­ge­ben. Es wird ein­ge­setzt bei DVDs, sowie bei Fern­se­hen und Radio‐Übertragungen im DVB‐Standard.

 

Dolby Surround

Raum­klang­ver­fah­ren für rea­lis­ti­sche Hör­ein­drü­cke im Kino wie auch zu Hau­se. Die­se Mehr­ka­nal­ton­tech­nik wird über die her­kömm­li­chen Ste­reo­ka­nä­le ver­brei­tet. Die Raum­in­for­ma­tio­nen wer­den beim Nut­zer mit ent­spre­chen­dem Deko­der auf zusätz­li­che Laut­spre­cher ver­teilt.

 

Domain

Die Domain ist die Bezeich­nung der ->Internet‐Adresse eines ->Ser­vers, z. B. http://www.LMSaar.de.

An obers­ter Stel­le ste­hen die “Top Level Domains”, die ent­we­der natio­nal, z. B.

.at  —  Öster­reich

.au  —  Aus­tra­li­en

.ca  —  Kana­da

.ch  —  Schweiz

.de  —  Deutsch­land

.fr   —  Frank­reich

.it  —  Ita­li­en

.lu   —  Luxem­burg

.uk  —  Groß­bri­tan­ni­en

oder nach Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten, z.B.

.com — kom­mer­zi­el­le Orga­ni­sa­tio­nen und Fir­men

.edu — Uni­ver­si­tä­ten und Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen in den USA

.gov — Regie­run­gen und staat­li­che Insti­tu­tio­nen in den USA

.net — Netz­werk­be­trei­ber und Online­diens­te

.org – sons­ti­ge nicht kom­mer­zi­el­le Orga­ni­sa­tio­nen

fest­ge­legt wer­den.

Da im Inter­net jede Domain nur ein­mal regis­triert wer­den kann — sonst wäre die ein­deu­ti­ge Zuord­nung zu den IP‐Adressen nicht mehr gege­ben -, braucht jede Top Level Domain eine zen­tra­le Regis­trie­rungs­stel­le, bei der alle Daten zen­tral zusam­men­lau­fen. Dies gilt sowohl für die mehr als 240 coun­try code Top Level Domains (kurz ccTLDs) wie .de für Deutsch­land oder .at für Öster­reich als auch für all­ge­mei­ne Endun­gen wie .com, .net, .org, .biz oder .info, die auch als gene­ri­sche TLDs (gTLDs) bezeich­net wer­den.

Unter­halb die­ser Ebe­ne fol­gen die aus­sa­ge­kräf­ti­ge­ren Host‐Namen (z. B. LMSaar.de), die den Ein­fluss­be­reich des jewei­li­gen “loka­len” Rech­ner­net­zes reprä­sen­tie­ren.

Neue Top‐Level‐Domains sol­len vor allem kom­mer­zi­el­len Anbie­tern eine bes­se­re Spe­zi­fi­zie­rung ihres Ange­bots erlau­ben. Die neu­en Endun­gen sind: arts, firm, nom, rec, shop und web. „.info“ ist die ers­te unein­ge­schränk­te Top Level Domain seit „.com“. Jeder kann „.info“ Domain­na­men regis­trie­ren.

 

Domain‐Grabber

Unter­neh­men oder Ein­zel­per­so­nen, die ohne ein plau­si­bles wirt­schaft­li­ches Inter­es­se an der Eigen­nut­zung ->Top‐Level‐Domains auf­kau­fen. Grab­ber las­sen sich trotz Ver­wechs­lungs­ge­fahr mit dem Ori­gi­nal Marken‐ und Fir­men­na­men reser­vie­ren, um die­se gewinn­brin­gend wei­ter­zu­ver­kau­fen oder die Besu­cher­zah­len ihrer eige­nen Inter­net­sei­ten zu erhö­hen.

 

Domain‐Grabbing

Eine ->Domain‐Adresse lässt sich bean­tra­gen, auch ohne dass ein ->Internet‐Server unter die­ser Adres­se betrie­ben wird.

 

Domain Name Server (DNS)

Zen­tra­le Daten­ban­ken inner­halb des ->Inter­nets, in denen die Ver­knüp­fung zwi­schen einer “aus­sa­ge­kräf­ti­gen” alpha­nu­me­ri­schen Inter­net­adres­se (Host‐Name) und der jewei­li­gen (zur Her­stel­lung der Daten­ver­bin­dung nöti­gen) IP‐Adresse abge­legt ist. DNS wer­den daher auch oft als die glo­ba­len “Tele­fon­bü­cher” des Inter­net bezeich­net. Jede Internet‐Verbindung star­tet immer zuerst mit einer Anfra­ge beim nächs­ten erreich­ba­ren Domain‐Name‐Server.

 

DOS (Disk Operating System)

Text­ori­en­tier­tes ->Betriebs­sys­tem von Micro­soft.

 

DOT

Eng­lisch für “Punkt”.

 

Dotcom

Bezeich­nung für Unter­neh­men, die ins­be­son­de­re Dienst­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit dem Inter­net anbie­ten. Der Begriff ist aus den auf “.com” enden­den ->Domains von Unter­neh­men abge­lei­tet.

 

Dotgone

Ein insol­ven­tes oder von Insol­venz bedroh­tes ->Dot­com.

 

Double Opt‐in

Ein Nut­zer, der sich mit sei­ner Adres­se in einen E‐Mail‐Verteiler ein­ge­tra­gen hat (Sin­gle Opt‐in), erhält durch eine Bestätigungs‐Mail die Mög­lich­keit, sich sofort wie­der aus­zu­tra­gen oder erneut sein Ein­ver­ständ­nis zum Emp­fang von News­let­tern und E‐Mails zu erklä­ren. Das Dou­ble Opt‐in ermög­licht Schutz vor Spam und kann Ver­sen­dern von E‐Mails mit kom­mer­zi­el­len Inhal­ten zusätz­li­che Rechts­si­cher­heit bie­ten.

 

Downlink

1. Eng­li­sche Bezeich­nung für die Ver­bin­dung zwi­schen einem Satel­li­ten und einer Emp­fangs­schüs­sel (Abwärts‐Strecke). Gegen­teil von ->Uplink.

2. Bezeich­nung für (grö­ße­re) pro­fes­sio­nel­le Satel­li­ten­emp­fangs­an­la­gen.

 

Downlink‐Frequenz

Fre­quenz von Funk­si­gna­len eines Satel­li­ten zur Boden­sta­ti­on bzw. Emp­fangs­ein­heit

 

Download

Eng­lisch­spra­chi­ge Bezeich­nung für das Her­un­ter­la­den von Datei­en aus dem Inter­net, von einem Online‐Dienst oder aus einer Mail­box auf den eige­nen PC.

 

Downstream

Der Daten­fluss vom ->Ser­ver (->Pro­vi­der) zum ->Cli­ent (Kun­de). Gegen­teil von ->Upstream.

 

DPD (Digital Packet Data)

Tech­no­lo­gi­en für die ->digi­ta­le ->Daten­über­tra­gung in Mobil­funk­net­zen. Daten­über­tra­gungs­ra­ten von 19200 ->Bit/s sind mög­lich.

 

Drag&Drop

engl.: Zie­hen und Fal­len­las­sen. Bezeich­net den Vor­gang, ein Sym­bol mit der Maus anzu­kli­cken, an einen ande­ren Ort zu zie­hen und dort die Maus­tas­te los­zu­las­sen. Dadurch wird eine Akti­on aus­ge­löst (bspw. das Anle­gen einer Ver­knüp­fung oder das Erstel­len einer Kopie). Drag&Drop ist die bequems­te Art, mit Daten zu arbei­ten.

 

DrDish Television

Pri­va­tes Fern­seh­pro­gramm der Insat‐Media GbR mit Sitz in Saar­brü­cken und Lizenz der ->LMS, ver­brei­tet über Satel­lit.

 

Dritte (Fernseh‐) Programme

1964 wur­de in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land mit der Aus­strah­lung drit­ter Fern­seh­pro­gram­me begon­nen. Sie wur­den von ein­zel­nen oder einem Zusam­men­schluss meh­re­rer Lan­des­rund­funk­an­stal­ten ver­an­stal­tet und waren nur im jewei­li­gen Sen­de­ge­biet emp­fang­bar. Die drit­ten Pro­gram­me waren beson­ders an den Inter­es­sen und Bedürf­nis­sen von Min­der­hei­ten ori­en­tiert. Die Schwer­punk­te lagen in den Berei­chen Bil­dung, Infor­ma­ti­on und regio­na­le Bericht­erstat­tung. Mitt­ler­wei­le haben sich die drit­ten Pro­gram­me zu ->Voll­pro­gram­men ent­wi­ckelt.

 

Drittsendezeit

Der ->Rund­funk­staats­ver­trag geht bei dem Errei­chen von einem bestimm­ten Zuschau­er­markt­an­teil davon aus, dass ein ein­zel­ner Sen­der oder eine Sen­de­fa­mi­lie einen so hohen Ein­fluss auf die Mei­nungs­bil­dung erlangt, dass ein Aus­gleich geschaf­fen wer­den muss. Eine der Mög­lich­kei­ten, die der RStV hier eröff­net, ist die Bereit­stel­lung von Sen­de­zeit für unab­hän­gi­ge Dritt­an­bie­ter im Pro­gramm. Sol­che soge­nann­ten Drittsen­de­zei­ten gibt es zur­zeit bei den bei­den bun­des­wei­ten Voll­pro­gram­men RTL und Sat.1. Ein­zel­hei­ten sind in den Gemein­sa­men Richt­li­ni­en der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten über die Sen­de­zeit für unab­hän­gi­ge Drit­te nach § 31 RStV (Drittsen­de­zeit­richt­li­nie — DSZR) gere­gelt.

Link: www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Rechtsgrundlagen/Richtlinien/DSZR_ vom_16.12.1997_i.d.F._vom_14._15.09.pdf

 

Drive Time

Radio wird als ->Begleit­me­di­um häu­fig im Auto gehört. Als Dri­ve Time bezeich­net man die Zeit zwi­schen 6 und 9 Uhr sowie zwi­schen 16 und 19 Uhr, in der vie­le von der Arbeit nach Hau­se fah­ren.

 

DRM

1. Digi­tal Radio Mon­dia­le. Unter die­sem Titel betreibt ein inter­na­tio­na­les Kon­sor­ti­um der­zeit welt­weit die Digi­ta­li­sie­rung der klas­si­schen Kurzwellen‐, Mittelwellen‐ und Langwellen‐ Fre­quenz­be­rei­che des Rund­funks bis 30 MHz. DRM ermög­licht den Emp­fang eines Audio­pro­gramms in Ste­reo mit UKW‐vergleichbarer Qua­li­tät.

Link: www.drm.org

2. Digi­tal Rights Manage­ment (digi­ta­le Rech­te­ver­wal­tung) ist ein Ver­fah­ren, mit dem die ->Urhe­ber­rech­te an ->geis­ti­gem Eigen­tum, vor allem an Film‐ und Ton­auf­nah­men, aber auch an ->Soft­ware, auf elek­tro­ni­schen Daten­ver­ar­bei­tungs­an­la­gen gewahrt und Raub­ko­pi­en ver­hin­dert, sowie Abrech­nungs­mög­lich­kei­ten für Lizen­zen und Recht geschaf­fen wer­den sol­len.

 

DRM+

DRM+ ist ein digi­ta­les Sen­de­sys­tem zur Ablö­sung des ana­lo­gen Hör­funks im FM‐Bereich. Mit der Band­brei­te von 96 kHz kann DRM+ in einem Mul­ti­plex ein bis vier Pro­gram­me, Audio, Video oder Daten über­tra­gen. So z. B. zwei hoch­wer­ti­ge Ste­reo­pro­gram­me mit je 64 kbit/s und zusätz­lich zwei sprach­ori­en­tier­te Pro­gram­me oder Daten­diens­te mit je 24 kbit/s, ins­ge­samt bis zu 186 kbit/s bei Nut­zung des moder­nen Codie­rungs­ver­fah­rens MPEG‐4 HE AAC.

Link: www.deutsches-drm-forum.de

 

Drop‐Down‐Liste

Dar­un­ter ver­steht man eine her­un­ter­klapp­ba­re Aus­wahl­lis­te, in der sich ver­schie­de­ne Menü­ein­trä­ge befin­den, die Sie ein­zeln anwäh­len kön­nen. Wird zuneh­mend auch im ->Web als Navi­ga­ti­on durch grö­ße­re ->Sites ange­wandt.

 

DRR (Direct Response Radio)

Über das Radio wer­den Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen zur sofor­ti­gen Bestel­lung über eine Tele­fon­num­mer ange­bo­ten.

 

DRTV (Direct Response Television)

Sam­mel­be­griff für jeg­li­che Form von Fern­seh­wer­bung, die Kon­su­men­ten zu einer unmit­tel­ba­ren Reak­ti­on auf­for­dert. So kön­nen als DRTV‐Spots z.B. län­ge­re Wer­be­spots mit einer ein­ge­blen­de­ten Tele­fon­num­mer ein­ge­setzt wer­den, mit­tels deren Anwahl der Zuschau­er direkt einen Kauf per Tele­fon täti­gen kann.

 

DSL (Digital Subscriber Line)

Ver­bin­dungs­tech­nik, mit der über kur­ze Ent­fer­nun­gen (ca. 5 km) Daten mit bis zu 6 ->Mbps (->Down­load) bzw. 0,6 ->Mbps (->Upload) über­tra­gen wer­den kön­nen. Bei allen Vari­an­ten (->ADSL, ->HDSL, ->SDSL) die­ser Tech­nik wer­den spe­zi­el­le ->Modems an Kupferdraht‐Standleitungen betrie­ben. In der Regel wird über DSL ein Breitband‐Internetzugang bereit­ge­stellt.

 

DES (Data Encryption Standard)

Von IBM ent­wi­ckel­tes Ver­schlüs­se­lungs­sys­tem, das seit 1977 von der US‐Regierung als offi­zi­el­les Daten­chif­frier­sys­tem ein­ge­setzt wird. DES basiert auf dem klas­si­schen Sys­tem gehei­mer Schlüs­sel zum Codie­ren und Deco­die­ren elek­tro­ni­scher Nach­rich­ten.

 

DTAG

Deut­sche Tele­kom AG

 

DTH ->Direct To Home — Television

 

dts (DTS Digital Sound) ®

Ursprüng­lich für das Kino ent­wi­ckel­tes Ver­fah­ren um Sur­round Sound in einem digi­ta­len Daten­strom zu trans­por­tie­ren. Wird ein­ge­setzt bei DVDs und dts‐Audio‐CDs. Wird ver­ein­zelt auch im Aus­land im DVB‐Standard ein­ge­setzt.

 

Duales Rundfunksystem

Wäh­rend der 1980er Jah­re im poli­ti­schen Raum gepräg­ter Begriff für die damals grund­le­gend ver­än­der­te Rund­funk­ord­nung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, d. h. für das gere­gel­te Neben­ein­an­der von gemein­nüt­zi­gem öffentlich‐rechtlichem Rund­funk einer­seits und pri­vat­recht­li­chem, ganz über­wie­gend kom­mer­zi­el­lem Rund­funk ande­rer­seits. Wesent­li­che Rechts­grund­la­gen des deut­schen Sys­tems sind heu­te zum einen der -> Rund­funk­staats­ver­trag aller Län­der als bun­des­wei­te Klam­mer und Regel­werk für über­grei­fen­de Fra­gen, etwa die Ver­an­stal­tung bun­des­wei­ter Pro­gram­me, zum andern auf Län­der­ebe­ne die Rund­funk­ge­set­ze bzw. die Mehr‐Länder‐Staatsverträge für die öffentlich‐rechtlichen Lan­des­rund­funk­an­stal­ten und die Lan­des­me­di­en­ge­set­ze für die Zulas­sung und Beauf­sich­ti­gung pri­va­ter Ver­an­stal­ter. Haupt­un­ter­schei­dungs­merk­ma­le sind die über­wie­gen­de Gebüh­ren­fi­nan­zie­rung, strik­te­re Beschrän­kung der Wer­bung, der ->Grund­versorgungsauftrag und die ->Bin­nen­plu­ra­li­tät für den öffentlich‐rechtlichen Rund­funk; sowie die Wer­be­fi­nan­zie­rung und die  ->Außen­plu­ra­li­tät für den pri­va­ten Rund­funk.

 

duplex

Über­tra­gung in bei­den Rich­tun­gen.

 

Durchschnittliche Sehdauer

Mess­grö­ße der ->AGF. Gemes­sen wird die durch­schnitt­li­che Seh­dau­er der Berichts­ba­sis oder der Ziel­grup­pe pro Tag. Wäh­rend bei der ->Ver­weil­dau­er nur die Nut­zer inner­halb einer Ziel­grup­pe in die Berech­nung ein­ge­hen, geht bei der Berech­nung der Seh­dau­er die gan­ze Ziel­grup­pe (auch Nicht‐Nutzer) ein.

 

Durchschnittliche Viertelstunde

Die durch­schnitt­li­che Vier­tel­stun­de ist ein sta­tis­ti­scher Wert und gibt die Anzahl der Hörer eines Sen­ders pro durch­schnitt­li­cher Vier­tel­stun­de eines zu bestim­men­den Zeit­in­ter­valls (z.B. pro Wer­be­stun­de, von 6.00 — 18.00 Uhr, etc) an.

 

Durchschnitts‐Kontakt

(= OTS / OTH (oppor­tu­ni­ty to see / hear). Durch­schnitt­li­che Kon­takt­häu­fig­keit. Die­se in der Kam­pa­gnen­pla­nung und -kon­trol­le ver­wen­de­te Grö­ße gibt an, wie oft eine Per­son bei Mehr­fach­be­le­gung eines Medi­ums oder meh­re­rer Medi­en im Durch­schnitt erreicht wur­de.
For­mel:
Brutto‐Reichweite
Netto‐Reichweite

 

Ein Bei­spiel: In 7 Wer­be­blö­cken wird jeweils ein Wer­be­spot geschal­tet. Die erziel­te Brutto‐Reichweite beträgt 10.000.000 Kon­tak­te. Die erziel­te Netto‐Reichweite beträgt 3.330.000 Per­so­nen. Das bedeu­tet, dass die erreich­ten Per­so­nen durch­schnitt­lich 3,0 mal Kon­takt mit dem geschal­te­ten Wer­be­spot hat­ten.

Die Mul­ti­pli­ka­ti­on von Netto‐Reichweite und Durchschnitts‐Kontakt ergibt die Brutto‐ Kon­tak­te.

 

Durchschnittsprogrammkosten

Die Kos­ten, die bei der Her­stel­lung ein­zel­ner Pro­gram­me oder Pro­gramm­tei­le ent­ste­hen, inklu­si­ve der Betriebs‐ und Gemein­kos­ten wer­den pro Sen­de­mi­nu­te berech­net.

 

DVB — Digital Video Broadcasting

Euro­päi­sche Norm für die digi­ta­le Fern­seh­über­tra­gung. Unter­teilt in Stan­dards u.a. für die Über­tra­gung via Satel­lit (->DVB‐S), via Kabel (->DVB‐C) und ter­res­tri­schem Funk (->DVB‐T). Neben einer ver­bes­ser­ten Qua­li­tät und Zusatz­diens­ten ist v.a. eine bes­se­re Nut­zung der Fre­quen­zen erreicht. Es kön­nen der­zeit je nach Kapa­zi­tät des Trans­pon­ders und Wahl der Über­tra­gungs­pa­ra­me­ter, statt eines ana­lo­gen Pro­gramms in PAL‐Norm bis zu zehn DVB‐TV‐Programme in glei­cher Qua­li­tät aus­ge­strahlt wer­den. Ein Schlüs­sel­ele­ment für DVB ist die Bild­co­die­rung mit dem Ziel, die Daten­ra­ten des Video­si­gnals soweit zu redu­zie­ren, dass meh­re­re Pro­gram­me auf einem ana­lo­gen Über­tra­gungs­ka­nal Platz fin­den. Die Rechen­al­go­rith­men zur Daten­re­duk­ti­on von Video­si­gna­len wur­den inter­na­tio­nal durch eine Exper­ten­grup­pe erar­bei­tet und in dem soge­nann­ten gene­ri­schen Stan­dard MPEG2 für unter­schied­li­che Bild­auf­lö­sun­gen fest­ge­legt.

Die DVB‐Technik bie­tet alle Mög­lich­kei­ten zur Ent­wick­lung mul­ti­me­dia­ler Diens­te und zur Ver­net­zung ver­schie­de­ner Ange­bo­te eines Pro­gramm­ver­an­stal­ters, vor­aus­ge­setzt, das Emp­fangs­ge­rät (->Set‐Top‐Box) ver­fügt über eine stan­dar­di­sier­te Soft­ware­schnitt­stel­le – ->API (App­li­ca­ti­on Pro­gramming Inter­face) –, die dafür sorgt, dass sol­che Diens­te auf jedem Emp­fän­ger mög­lichst gleich aus­se­hen. Anwen­dun­gen wie der ->Elec­tro­nic Pro­gram­me Gui­de bedie­nen sich einer sol­chen Schnitt­stel­le.

Link: www.dvb.org

 

DVB‐C (Digital Video Broadcasting — Cable)

Der euro­päi­sche Stan­dard für digi­ta­les Kabel­fern­se­hen. Sei­ne Basis bil­det die MPEG‐Video/Audio‐Codierung und ein spe­zi­el­les Kabel‐Modulationsverfahren (QAM).

Norm: ETS 300429

 

DVB‐C2

DVB‐C2 soll mit im Ver­gleich zu ->DVB‐C mehr als 30 Pro­zent zusätz­li­cher Daten­ra­te Kabel­netz­be­trei­bern die Ein­füh­rung von ->HDTV, ->Video‐on‐Demand und ->inter­ak­ti­vem Fern­se­hen erleich­tern. Wäh­rend der DVB‐C‐Standard Modu­la­tio­nen von 16‐QAM bis 256‐QAM unter­stützt, sind bei DVB‐C2 das Modu­la­ti­ons­ver­fah­ren ->COFDM und höhe­re Modu­la­tio­nen bis zu 65536‐QAM vor­ge­se­hen. Zudem erlaubt DVB‐C2 ein effi­zi­en­te­res Fehlerkorrektur‐verfahren. DVB‐C2 ist von der ETSI unter EN 303 769 V.1.1.1 als Stan­dard ver­öf­fent­licht wor­den. Ange­sichts der mehr als 60% höhe­ren mög­li­chen Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tät von DVB‐C2 scheint eine Migra­ti­on zu die­ser neu­en Tech­no­lo­gie nur noch eine Fra­ge der Zeit sowie der wirt­schaft­lich ver­träg­li­chen Aus­ge­stal­tung, da die bestehen­den End­ge­rä­te nicht für den DVB‐C2 Emp­fang geeig­net sind.

 

DVB‐CI (Common Interface)

gemein­sa­me Schnitt­stel­le für Con­di­tio­nal Access und ande­re Anwen­dun­gen.

 

DVB‐CS

An DVB‐C bzw. DVB‐S ange­pass­ter Stan­dard für den kabel‐ bzw. satel­li­ten­ge­stütz­ten Emp­fang von DVB‐Signalen über Gemeinschafts‐Antennenanlagen.

 

DVB‐H (Digital Video Broadcasting — Handhelds)

Über den Über­tra­gungs­stan­dard DVB‐H kön­nen Rund­funk­an­ge­bo­te (Fern­se­hen, aber auch Hör­funk) sowie (auch inter­ak­ti­ve) Mul­ti­me­dia­di­ens­te für mobi­le End­ge­rä­te, zB PDAs oder Han­dys aus­ge­sen­det wer­den. DVB‐H wird wie das digi­ta­le Anten­nen­fern­se­hen ->DVB‐T ter­res­trisch aus­ge­sen­det und baut auf des­sen Tech­nik auf. Die genau­en Daten­ra­ten und Auf­lö­sun­gen kön­nen ent­spre­chend der Kapa­zi­tät des Sen­der­net­zes und der Anfor­de­run­gen der End­ge­rä­te ange­passt wer­den. Für DVB‐H kom­men die Quell­co­die­rungs­ver­fah­ren MPEG 4/AVC für Video‐ und MPEG 4/AAC für Audio‐Angebote zum Ein­satz. DVB‐H ist neben ->DMB einer von zwei kon­kur­rie­ren­den Stan­dards für die ers­te Genera­ti­on des Handy‐Fernsehens. Auch der ers­te DVB‐H‐Versuch der Lan­des­me­di­en­an­stal­ten blieb aller­dings in Deutsch­land ohne Erfolg.

 

DVB‐M (Digital Video Broadcasting Mobile)

(zwi­schen­zeit­lich über­hol­te) Bezeich­nung für DVB‐T ohne tech­ni­sche Ände­run­gen, jedoch für den mobi­len Emp­fang, z. B. in Fahr­zeu­gen.

 

DVB‐MS (Multipoint Distribution System)

DVB‐MS (auch als ‘Spe­zi­fi­ka­ti­on für draht­lo­se Breitband‐Verkabelung’ bezeich­net) ver­wen­det Mikro­wel­len für die ter­res­tri­sche Über­tra­gung einer grö­ße­ren Anzahl von TV‐Kanälen direkt zum Zuschau­er. Die Mikro­wel­len wer­den gebün­delt zu Emp­fangs­an­ten­nen aus­ge­strahlt, die im ‘Sicht­be­reich’ der auf einem hoch­lie­gen­den Stand­ort ange­brach­ten Sen­de­an­ten­ne ste­hen.

 

DVB‐RCC (Return Channel Cable)

Spe­zi­fi­ka­ti­on für Inter­ak­ti­ons­ka­nä­le (Hin‐ und Rück­ka­nä­le) in Breitband‐Kabelnetzen.

 

DVB‐S (Digital Video Broadcasting — Satellite)

Euro­päi­scher Stan­dard für digi­ta­les Satel­li­ten­fern­se­hen. Die Basis bil­det die MPEG‐Codierung und ein spe­zi­el­les Satelliten‐Modulationsverfahren (QPSK).

Norm: ETS 300421

 

DVB‐S2

DVB‐S2 ist eine gegen­über ->DVB‐S wei­ter­ent­wi­ckel­te Über­tra­gungs­norm für digi­ta­len Satel­li­ten­rund­funk, die 2005 ver­ab­schie­det wur­de. Über DVB‐S2 ist es auf Grund von ca. 30 % mehr Band­brei­te und ver­bes­ser­ter Feh­ler­kor­rek­tur mög­lich mehr Pro­gram­me in bes­se­rer Qua­li­tät als über ->DVB‐S zu über­tra­gen. Um DVB‐S2 Signa­le emp­fan­gen zu kön­nen, wird ein (neu­er) DVB‐S2 Recei­ver oder eine (neue) DVB‐S2 TV‐Karte für den Com­pu­ter benö­tigt. DVB‐S2 wird (mit dem Komprimierungs‐Verfahren H.264) vor allem für ->HDTV-Über­tra­gun­gen genutzt.

Norm: ETS 302307

 

DVB‐SH (Digital Video Broadcasting — satellite services to handheld devices)

DVB‐SH (zu deutsch Abkür­zung für Digi­ta­ler Videor­und­funk über Satel­lit für Hand­ge­rä­te) ist ein neu­er Rund­funk­stan­dard, der die Über­tra­gung von Satel­li­ten­si­gna­len im TV‐, Audio‐ und Daten­be­reich auf Mobil­te­le­fo­ne und ande­re mobi­le End­ge­rä­te regelt. Die neue Tech­nik nutzt in der Regel Fre­quen­zen im S‐Band (Kanä­le zwi­schen 2170Mhz und 2200Mhz). DVB‐SH basiert auf dem Schwes­ter­stan­dard ->DVB‐H für ter­res­tri­sche Über­tra­gun­gen. DVB‐SH umfasst die Mög­lich­keit, ter­res­tri­sche Net­ze in die Satel­li­ten­über­tra­gun­gen ein­zu­bin­den. Für ein­wand­frei­en Mobil‐Empfang der Satelliten‐Signale ist – ähn­lich wie beim sta­tio­nä­ren Fern­seh­emp­fang – eine freie Sicht zu den Satel­li­ten obli­ga­to­risch. Da in Städ­ten Gebäu­de vie­ler­orts die Sicht ver­sper­ren, sol­len ter­res­tri­sche Sen­der (Repea­ter) in Bal­lungs­zen­tren Ver­sor­gungs­lü­cken schlie­ßen

Mobi­le TV via Satel­lit könn­te für den Mas­sen­markt inter­es­sant wer­den, da auch länd­li­che Gebie­te bedient wer­den kön­nen. Alle Funk­tio­nen, die für DVB‐H genutzt wer­den kön­nen, ste­hen auch hier­bei zur Ver­fü­gung.

 

DVB‐SI

DVB‐SI: Service‐Information‐System, dient zur Über­tra­gung von Daten, z. B. pro­gramm­be­zo­ge­ner Infor­ma­tio­nen inner­halb des Daten­stroms

 

DVB‐T (Digital Video Broadcasting — Terrestrial)

Euro­päi­scher Stan­dard für digi­ta­les, ter­res­tri­sches Fern­se­hen. Norm: ETS 300744

Die für DVB‐T genutz­ten Über­tra­gungs­fre­quen­zen ent­spre­chen den schon vom ana­lo­gen Rund­funk bekann­ten ->UHF‐ und ->VHF‐Kanälen, von denen in Euro­pa im VHF‐Bereich jeder 7 MHz und im UHF‐Bereich jeder 8 MHz umfasst. Bei Nut­zung die­ser Kanä­le für digi­ta­le Aus­strah­lung steigt die Fre­quenz­öko­no­mie im Ver­gleich zu ana­lo­ger Aus­strah­lungs­tech­nik, da meh­re­re Pro­gramm­äqui­va­len­te (Fernseh‐ oder ggf. (auch) Hör­funk­pro­gram­me, Daten­diens­te) pro Kanal über­tra­gen wer­den kön­nen. Die Basis hier­zu bil­det die ->MPEG-Video/Audio‐Codierung und ein spe­zi­el­les Funk‐Modulationsverfahren (COFDM). Die prak­tisch erreich­te Daten­ra­te pro Kanal liegt je nach ein­ge­stell­ten Para­me­tern zwi­schen ca. 12 und 20 Mbit/s. Wie bei den ande­ren DVB‐Varianten auch wird bei DVB‐T der soge­nann­te „->Mul­ti­plex“ (die gesam­ten Daten, die auf einem Kanal über­tra­gen wer­den, ent­hal­ten in der Regel meh­re­re Pro­gram­me) (der­zeit) als ->MPEG‐2‐Transportstrom über­tra­gen.

Mit­tels ->MPEG‐2‐Komprimierung und digi­ta­lem Modu­la­ti­ons­ver­fah­ren kön­nen auf einem her­kömm­li­chen ana­lo­gen Kanal bis zu vier Fern­seh­pro­gram­me aus­ge­strahlt wer­den. Bei der Über­tra­gung von Pro­gram­men in ->HDTV wür­de sich die Anzahl der Pro­gram­me pro Kanal auf eines bei MPEG‐2 bzw. auf zwei bei ->MPEG‐4 als Video­co­dec redu­zie­ren. Damit steigt bei DVB‐T die (zumin­dest der­zeit noch ohne zusätz­li­che Gebühr emp­fang­ba­re) Pro­gramm­viel­falt im Ver­gleich zu ana­lo­ger ter­res­tri­scher Aus­strah­lung; die Pro­gramm­viel­falt bei ->DVB‐S und ->DVB‐C ist aller­dings auch bei digi­ta­lem ter­res­tri­schem Fern­seh­emp­fang nicht erreich­bar.

Der Emp­fang setzt eine ->Set‐Top‐Box oder ein Fern­seh­emp­fangs­ge­rät (ggf. auch in Form eines ent­spre­chend aus­ge­rüs­te­ten PC) mit inte­grier­tem DVB‐Emfänger (Tuner) vor­aus.

 

DVB‐T2 (Digital Video Broadcasting‐Terrestrial 2)

DVB‐T2 ist eine Vari­an­te des Digi­tal Video Broad­cas­ting (->DVB) und als Nach­fol­ger des ->DVB‐T-MPEG2‐Standards vor­ge­se­hen. (Auch) DVB‐T2 soll (wie ->DVB‐C2 und ->DVB‐S2) eine effek­ti­ve­re Nut­zung der Band­brei­ten ermög­li­chen: Vor­ge­se­hen ist ein Kapa­zi­täts­ge­winn von min­des­tens 45 Pro­zent, wenn MPEG‐4 und die neu­en Sen­de­pa­ra­me­ter ein­schließ­lich einer erhöh­ten Stör­si­cher­heit über neue Feh­ler­co­die­run­gen kom­bi­niert wer­den. Im Ergeb­nis sol­len bis zu 16 ->SDTV- und/oder bis zu vier ->HDTV-Pro­gram­me in einen Mul­ti­plex gepackt wer­den könn­ten — bei gleich­blei­ben­der Robust­heit des Signals.

Anläss­lich des Starts eines DVB‐T2‐Pilotbetriebs zu Test­zwe­cken in Ber­lin haben ->ARD, ->ZDF und die ->Lan­des­me­di­en­an­stal­ten am 6. Okto­ber 2014 bekräf­tigt, ab Juni 2016 suk­zes­si­ve auf den DVB‐T2‐Standard für ter­res­tri­sches Fern­se­hen umstel­len zu wol­len. Fern­seh­pro­gram­me kön­nen dann auch über die Ter­re­strik in HD‐Qualität emp­fan­gen wer­den. Mög­lich wird dies durch die Ver­stän­di­gung der Markt­be­tei­lig­ten auf die Ein­füh­rung von DVB‐T2 in Kom­bi­na­ti­on mit dem effi­zi­en­ten Kodier­stan­dard HEVC.

Für die Ein­füh­rung besteht ein enger Zeit­plan. Um die­sen hal­ten zu kön­nen, muss sei­tens der Poli­tik Klar­heit geschaf­fen wer­den: Die Fre­quen­zen für den ter­res­tri­schen Fern­seh­emp­fang sind lang­fris­tig zu sichern. Die­se Pla­nungs­si­cher­heit ist für alle Markt­be­tei­lig­ten die Grund­la­ge für die Betei­li­gung am Umstiegs­pro­zess. Bis zum Abschluss des Umstel­lungs­pro­zes­ses Mit­te 2019 muss aus­rei­chend Fre­quenz­spek­trum zur Ver­fü­gung ste­hen. Dies betrifft ins­be­son­de­re das sog. ->700 MHz‐Band. Ohne die­se Vor­aus­set­zung ist der Umstieg und damit der Fort­be­stand der Fern­seh­ter­re­strik in Deutsch­land gefähr­det. Zudem müs­sen Bund und ->Bun­des­netz­agen­tur dau­er­haft einen stör­si­che­ren Betrieb der neu­en DVB‐T2‐Sender gewähr­leis­ten. Dies erfor­dert auch eine zügi­ge und erfolg­rei­che Koor­di­na­ti­on mit den angren­zen­den Län­dern.

Die am 15.10.2014 erfolg­te Zuord­nungs­ent­schei­dung der Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz war Basis für eine Aus­schrei­bung der betref­fen­den Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tä­ten für einen pri­va­ten ->Platt­form­be­trieb. Die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten wol­len im März 2015 die Ver­ga­be­ent­schei­dung tref­fen – gut ein Jahr vor dem geplan­ten Umstieg.

 

DVB‐TXT

Spe­zi­fi­ka­ti­on zur Über­tra­gung von Tele­text (“Video­text”).

 

DVB‐X2

Zusam­men­fas­sen­de Bezeich­nung für die Wei­ter­ent­wick­lung der Stan­dards für digi­ta­les ter­res­tri­sches, Kabel‐ und Satel­li­ten­fern­se­hen – ->DVB‐C2, ->DVB‐S2 und ->DVB‐T2 -mit dem Ziel ins­be­son­de­rer grö­ße­rer Daten­ra­te und höhe­ren Feh­ler­schut­zes.

 

DVD (Digital Versatile Disc)

(U.a.) Nach­fol­ger der ->CD‐ROM mit wesent­lich höhe­rer Spei­cher­ka­pa­zi­tät. Abhän­gig von der ver­wen­de­ten Tech­nik kann eine DVD Daten bis zu einer Grö­ße von 15,83 GByte auf­neh­men. Fol­gen­de unter­schied­li­che For­ma­te sind ver­füg­bar: DVD‐ROM, DVD‐Video, DVD‐Audio, DVD‐R, DVD‐RAM und DVD+RW. Nicht alle For­ma­te sind kom­pa­ti­bel zuein­an­der.

 

DVI (Digital Visual Interface)

Eine stan­dar­di­sier­te Schnitt­stel­le für digi­ta­le Video­da­ten. Über die­se Schnitt­stel­le kann z.B. eine Set‐Top‐Box an einen Bild­schirm ange­schlos­sen wer­den.

 

DVR (Digital Video Recorder)

Digi­ta­ler Video­re­kor­der, der eine Fest­plat­te zum Auf­zeich­nen von Pro­gram­men beinhal­tet. Er ermög­licht als ->Time Shift den Start der Wie­der­ga­be eines Pro­gram­mes noch wäh­rend sei­ner Auf­nah­me.

 

DW ->Deutsche Welle

 

DXB (DigitaleXtended Multimedia Broadcasting)

Unter der Bezeich­nung DXB wird in einem von 2005 bis 2007 lau­fen­den Pro­jekt der Fraun­ho­fer Gesell­schaft ein neu­es Kon­zept unter Ein­be­zie­hung der fort­ent­wi­ckel­ten Sys­te­me ->DAB/->DMB und ->DVB-T/->DVB-H ent­wi­ckelt. Unter Ein­be­zie­hung geeig­ne­ter Kom­po­nen­ten die­ser Sys­te­me soll ein mobi­les Multimedia‐Übertragungssystem ent­ste­hen, wel­ches beson­ders den Erfor­der­nis­sen der Fre­quenz­ef­fi­zi­enz ent­spricht. Damit soll es mög­lich wer­den, Multimedia‐Anwendungen ohne zusätz­li­che Umko­die­rung sowohl über DAB‐Netze als auch über DVB‐H‐Netze zu ver­brei­ten.

 

Dynamic Label Service

Dienst, der aus dem stän­dig wech­seln­den Mit­sen­den von klei­nen Kurz­tex­ten als ->PAD bei Digi­tal­ra­dio besteht.

 

Dynamische IP‐Adresse

Durch das schnel­le Wachs­tum des ->Inter­nets und die nicht immer opti­ma­le Ver­ga­be der ->IP‐Adressen wer­den freie ->IP‐Adressen immer knap­per (und teu­rer). Aus die­sem Grun­de wer­den Kli­en­ten­rech­nern, die per ->Modem oder
->ISDN nur zeit­wei­se mit dem ->Inter­net ver­bun­den sind, kei­ne fes­ten ->IP‐Adressen mehr zuge­ord­net. Sie bekom­men bei der Ein­wahl eine freie Adres­se aus dem Adress‐Pool des ->Pro­vi­ders oder ->Online‐Dienstes (bspw. ->T‐Online) zuge­ord­net, die nach der Abwahl wie­der frei­ge­ge­ben wird.

 

Dynamisches Routing

Durch dyna­mi­sches Rou­ting wer­den die Routing‐Tabellen auto­ma­tisch aktua­li­siert, was den gesam­ten Ver­wal­tungs­auf­wand zwar redu­ziert, den Daten­ver­kehr in gro­ßen ->Netz­wer­ken jedoch erhöht.