# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X,Y Z

 

Glossar der LMS — Buchstabe E

E‐Banking

Auch als Elec­tro­nic Ban­king, Online‐Banking oder Home Ban­king bezeich­ne­tes elek­tro­ni­sches Bank­ge­schäft, bei dem die Abwick­lung des Geschäf­tes über Daten­lei­tun­gen mit Hil­fe von PCs, Smart­pho­nes oder ande­ren elek­tro­ni­schen End­ge­rä­ten erfolgt. 2013 erle­dig­ten bereits 45 % der Deut­schen ihre Bank­ge­schäf­te online.

 

E‐book

Im wei­te­ren Sin­ne jede in digi­ta­ler Form vor­lie­gen­de Lite­ra­tur, im enge­ren Sin­ne mit­tels elek­tro­ni­schem Lese­ge­rät les­ba­res Buch in digi­ta­li­sier­ter Fas­sung.

 

E‐Brand

Mar­ke in der Online‐Welt (zB Ama­zon, Goog­le, Yahoo)

 

E‐Business (Electronic Business)

Unter E‐Business wer­den in der Regel alle Metho­den der Abwick­lung von Geschäf­ten über elek­tro­ni­sche Kanä­le ver­stan­den, wobei das ->Inter­net oder zumin­dest die im Inter­net ver­wen­de­ten Tech­ni­ken und Pro­to­kol­le eine wesent­li­che Rol­le spie­len. Nach dem heu­ti­gen Begriffs­ver­ständ­nis könn­te ->E‐Commerce als Teil des umfas­sen­de­ren Berei­ches E‐Business ange­se­hen wer­den. Der Ober­be­griff E‐Business lässt sich nach Art der Teil­neh­mer kate­go­ri­sie­ren in

-              B2B Business‐To‐Business, Unter­neh­men zu Unter­neh­men

-              B2C Business‐To‐Consumer, Unter­neh­men zu Ver­brau­cher

-              C2B Consumer‐To‐Business, Ver­brau­cher zu Unter­neh­men

-              B2A Business‐To‐Administration, Unter­neh­men zu öffentl. Ver­wal­tung

-              B2E Business‐To‐Employee, Unter­neh­men zu Mit­ar­bei­ter

-              C2C Consumer‐To‐Consumer, Ver­brau­cher zu Ver­brau­cher

-              B2G Business‐To‐Government, Unter­neh­men zu Behör­den

-              G2B Government‐To‐Business, Behör­den zu Unter­neh­men

Logi­scher­wei­se gibt es auch elek­tro­nisch gestütz­te Geschäfts­pro­zes­se in ande­ren Kate­go­ri­en, bei­spiels­wei­se Ver­brau­cher zur öffent­li­chen Ver­wal­tung in Form der elek­tro­ni­schen Steu­er­erklä­rung, aber die Abkür­zung A2C oder ande­re sind (noch) nicht all­ge­mein ver­brei­tet.

 

E‐Card ->Digitale Postkarte

 

E‐Cash (Electronic Cash)

Die elek­tro­ni­sche Bezah­lung im ->Inter­net über spe­zi­el­le Dienst­leis­ter, die in der Regel eine Art Kon­to für ihre Kun­den füh­ren.

 

E‐Commerce (Electronic Commerce)

engl. com­mer­ce: “Handel(sverkehr)” zwi­schen Län­dern. Unter E‐Commerce ver­steht man den elek­tro­ni­schen Geschäfts­ver­kehr, die elek­tro­ni­sche Ver­mark­tung und den Ver­kauf und Kauf von Waren und Dienst­leis­tun­gen über elek­tro­ni­sche Medi­en wie das ->Inter­net. Der elek­tro­ni­sche Han­del ist ein wach­sen­der Markt, des­sen Attrak­ti­vi­tät sich vor allem aus inter­net­spe­zi­fi­schen Vor­tei­len wie Schnel­lig­keit in der Geschäfts­ab­wick­lung, Ange­bots­viel­falt und Unab­hän­gig­keit von Öff­nungs­zei­ten ergibt. Zur Besei­ti­gung recht­li­cher Unsi­cher­hei­ten (z. B. Abschluss elek­tro­ni­scher Ver­trä­ge) und zur recht­li­chen Har­mo­ni­sie­rung der Rah­men­be­din­gun­gen des E‐commerce in der Euro­päi­schen Uni­on wur­de die sog. E‐Commerce‐Richtlinie der EG erar­bei­tet. Sie ist in Deutsch­land durch das
->TMG und den ->RStV umge­setzt.

 

EDI (Electronic Data Interchange)

Ober­be­griff für den Daten­aus­tausch in elek­tro­ni­scher Form.

 

EDIFACT (Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport)

Bedeu­tet Daten­aus­tausch in elek­tro­ni­scher Form für Ver­wal­tung, Han­del und Trans­port und ist ein Stan­dard der Ver­ein­ten Natio­nen. Damit lässt sich der fir­men­über­grei­fen­de elek­tro­ni­sche Geschäfts­ver­kehr inter­na­tio­nal ein­heit­lich orga­ni­sie­ren. Arbeits­ab­läu­fe zwi­schen Fir­men, wie Bestel­lun­gen und Fak­tu­rie­run­gen, wer­den nicht mehr mit Papier und Post, son­dern elek­tro­nisch abge­wi­ckelt.

 

EDTV ->Enhanced Definition Television

 

EFF (Electronic Frontier Foundation)

Ver­ei­ni­gung, die sich mit poli­ti­schen, juris­ti­schen und sozia­len Aspek­ten des Com­pu­ter­ein­sat­zes und der Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on befasst.

Link: www.eff.org

 

E‐Government

Der Begriff E‐Government bezeich­net im wei­te­ren Sinn die Gesamt­heit von E‐Administration, E‐Democracy und E‐Justice. Häu­fi­ger aber wird der Begriff als Syn­onym für E‐Administration ver­wen­det, da die Begrif­fe E‐Democracy und E‐Justice bei staat­li­chen Insti­tu­tio­nen außer­halb der Exe­ku­ti­ve eta­bliert sind und ins­be­son­de­re in der Pra­xis das Haupt­au­gen­merk des E‐Governments seit lan­gem auf die Exe­ku­ti­ve gerich­tet ist. Unter E‐Administration oder E‐Government im enge­ren Sinn (elek­tro­ni­sches Regie­ren und Ver­wal­ten) ver­steht man die Ver­ein­fa­chung und Durch­füh­rung von Pro­zes­sen zur Infor­ma­ti­on, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Trans­ak­ti­on inner­halb und zwi­schen Insti­tu­tio­nen der Exe­ku­ti­ve (Behör­den), sowie zwi­schen die­sen Insti­tu­tio­nen und Bür­gern (G2C), Unter­neh­men (G2B) und wei­te­ren staat­li­chen Insti­tu­tio­nen (G2G) durch den Ein­satz von Informations‐ und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en.

 

E‐learning (electronic learning)

Alle For­men von (elek­tro­ni­schem) Ler­nen, bei denen ->Tele­me­di­en für die Prä­sen­ta­ti­on und Ver­tei­lung von Lern­ma­te­ria­li­en und/oder zur Unter­stüt­zung des Lern­pro­zes­ses zum Ein­satz kom­men

 

E‐Mail (Electronic Mail)

Über­mitt­lung von per­sön­li­chen Nach­rich­ten zwi­schen zwei Com­pu­ter­be­nut­zern über ein ->Netz­werk. Hier­für wird im ->Inter­net das ->Pro­to­koll ->SMTP ver­wen­det. MIME (Mul­tipur­po­se Inter­net Mail Exten­si­on) erwei­tert E‐Mail‐Funktionen um Multimedia‐Fähigkeiten. E‐Mail (elek­tro­ni­sche Post) ist der am meis­ten genutz­te Internet‐Dienst. E‐Mail erlaubt die Über­mitt­lung von Nach­rich­ten und Datei­en von einem Sen­der an einen oder meh­re­re Emp­fän­ger. Ist eine Nach­richt erst ein­mal im Sys­tem, lässt sich der Text an belie­big vie­le ande­re Teil­neh­mer des Net­zes kopie­ren. So kann man Ver­tei­ler auf­bau­en, an die ein Schrift­stück ver­sandt wird. Per E‐Mail las­sen sich auch Gra­fi­ken und Pro­gram­me in Form von Binär­da­tei­en über­mit­teln.

 

E‐Mail‐Adresse

Jeder Internet‐Benutzer hat eine elek­tro­ni­sche Post­fach­adres­se, die sich aus sei­ner Postfach‐bezeichnung, dem “Klam­mer­af­fen­sym­bol” (@) mit der Bedeu­tung “at” (eng­lisch: bei) und der Internet‐Server‐Adresse zusam­men­setzt. Bei­spiels­wei­se: info [at] LMSaar [dot] de, wobei info die Post­fach­adres­se (->User) bezeich­net und LMSaar.de die ->Ser­ver-Adres­se (->Host und ->Domain). Die Ver­ga­be iden­ti­scher Domain‐Namen wird durch die Anmel­dung über die soge­nann­ten natio­na­len Net­work Infor­ma­ti­on Cen­ters (NIC) aus­ge­schlos­sen. Somit ist welt­weit eine eine ein­deu­ti­ge E‐Mail‐Zustellung mög­lich.

 

E‐Mercial

Online‐Werbemittel

 

E‐Musik

Erns­te Musik. Beim Start des Hör­funks in den 1920er Jah­ren aus dem tra­di­tio­nel­len Kul­tur­le­ben über­nom­me­ne, bis heu­te in der Pro­gramm­pla­nung rele­van­te Kate­go­rie zur Grob­ein­tei­lung der Musik im Rund­funk, Gegen­satz von Leich­ter Musik bzw. Unter­hal­tungs­mu­sik (L‐ bzw. U‐Musik).

 

E‐Paper

Trag­ba­re elas­ti­sche Speicher‐ und Anzei­geme­di­en, die Daten/Dateien dar­stel­len kön­nen.

 

E‐Procurement

Ein­kauf von Waren via Inter­net

 

E‐Publishing

1. Elek­tro­nisch dis­tri­bu­ier­te Ver­lags­an­ge­bo­te auf Trä­ger­me­di­en oder im Inter­net.
2. Geschäfts­mo­dell, bei dem Zeitungs‐ und Zeit­schrif­ten­in­hal­te dem inter­es­sier­ten Leser online zur Ver­fü­gung gestellt wer­den.

 

E‐Zine

In elek­tro­ni­scher Form ver­brei­te­tes Maga­zin.

 

EBU -> Europäische Rundfunkunion

 

Echte Hörer pro Stunde -> Nettostundenreichweite

 

EDI (Electronic Data Interchange)

Ober­be­griff für den Daten­aus­tausch in elek­tro­ni­scher Form.

EDIFACT (Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport)

Bedeu­tet Daten­aus­tausch in elek­tro­ni­scher Form für Ver­wal­tung, Han­del und Trans­port und ist ein Stan­dard der Ver­ein­ten Natio­nen. Damit lässt sich der fir­men­über­grei­fen­de elek­tro­ni­sche Geschäfts­ver­kehr inter­na­tio­nal ein­heit­lich orga­ni­sie­ren. Arbeits­ab­läu­fe zwi­schen Fir­men, wie Bestel­lun­gen und Fak­tu­rie­run­gen, wer­den nicht mehr mit Papier und Post, son­dern elek­tro­nisch abge­wi­ckelt.

 

EDTV ->Enhanced Definition Television

 

EFF (Electronic Frontier Foundation)

Ver­ei­ni­gung, die sich mit poli­ti­schen, juris­ti­schen und sozia­len Aspek­ten des Com­pu­ter­ein­sat­zes und der Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on befasst.

Link: www.eff.org

 

EG‐Richtlinie

bin­den­de Rechts­vor­schrift der Euro­päi­schen Gemein­schaft, die von deren Mit­glied­staa­ten, so auch der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, in bundes‐ oder lan­des­recht­li­che Rege­lun­gen umge­setzt wer­den müs­sen. Für den Rund­funk gibt es neben der ->Fern­seh­richt­li­nie wei­te­re Richt­li­ni­en, die ihn zumin­dest in Teil­be­rei­chen betref­fen, zum Bei­spiel die Richt­li­nie zur Öff­nung der Kabel­fern­seh­net­ze für die Ein­brin­gung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten oder die Richt­li­nie über die Anwen­dung von Nor­men für die Über­tra­gung von Fern­seh­si­gna­len. Für das Inter­net ver­dient die sog. E‐Commerce‐Richtlinie beson­de­re Beach­tung. Auch das ->Urhe­ber­recht hat durch EG‐Richtlinien eine gesamt­eu­ro­päi­sche Har­mo­ni­sie­rung erfah­ren.

 

Eigenproduktion

Sen­dung, deren Her­stel­lung und Bear­bei­tung von dem aus­strah­len­den Rund­funk­ver­an­stal­ter mit eige­nen Pro­duk­ti­ons­mit­teln durch­ge­führt und finan­ziert wur­de.

 

Ego‐Shooter

Com­pu­ter­spiel, bei dem mit einer vir­tu­el­len Schuss­waf­fe eine Viel­zahl vir­tu­el­ler Geg­ner getö­tet wird, wobei das Gesche­hen aus der Per­spek­ti­ve des Akteurs dar­ge­stellt wird.

 

Eigenwerbekanäle

Eigen­wer­be­ka­nä­le sind eigen­stän­dig lizen­zier­te Ange­bo­te, deren Inhal­te der Eigen­dar­stel­lung eines Unter­neh­mens in der Öffent­lich­keit die­nen. Sie die­nen nicht der unmit­tel­ba­ren För­de­rung des Absat­zes von Waren oder Dienst­leis­tun­gen. Durch die Prä­sen­ta­ti­on und Pro­gramm­ken­nung ist zu gewähr­leis­ten, dass Eigen­wer­be­ka­nä­le als sol­che zu erken­nen sind.

 

Eigenwerbung

Im Rund­funk­recht eine beson­de­re Form der Wer­bung, bei der der Ver­an­stal­ter sei­ne eige­nen Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen, Pro­gram­me oder Sen­der ver­treibt

 

Ein Netz für Kinder

Ist eine gemein­sa­me Initia­ti­ve von Poli­tik, Wirt­schaft und Insti­tu­tio­nen des Jugendmedien‐schutzes, die davon über­zeugt sind, dass eine Viel­zahl qua­li­täts­vol­ler, alters­ge­rech­ter und inter­es­san­ter Ange­bo­te für Kin­der der bes­te Jugend­me­di­en­schutz ist.

Die Initia­ti­ve för­dert über die ->Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en die Pro­duk­ti­on hoch­wer­ti­ger, über­re­gio­na­ler Informations‐, Bildungs‐ und Unter­hal­tungs­an­ge­bo­te für Kin­der von sechs bis zwölf Jah­ren mit jähr­lich bis zu einer Mil­li­on Euro. Die Web­sei­te der Initia­ti­ve ver­linkt ins­be­son­de­re auf kind­ge­rech­te Web­sei­ten Drit­ter.

Link: www.enfk.de

 

Einloggen (->Logon)

 

Einschaltquote

Indi­ka­tor der Fern­seh­nut­zung. Gibt in Pro­zent oder Mil­lio­nen an, wie­vie­le Fern­seh­ge­rä­te in den TV‐Haushalten eines defi­nier­ten Gebiets inner­halb eines defi­nier­ten Zeit­in­ter­valls durch­schnitt­lich ein­ge­schal­tet waren. Die Ein­schalt­quo­te ist nach Pro­gram­men und Sen­dun­gen dif­fe­ren­zier­bar. Ein­schalt­quo­ten ent­spre­chen
->Reich­wei­ten auf Haushaltsebene.Der Wert wird in der Bun­des­re­pu­blik in einem reprä­sen­ta­ti­ven Panel von Haus­hal­ten mit Mess­ge­rä­ten der ->GfK kon­ti­nu­ier­lich erho­ben. Er ist nach Pro­gram­men und Sen­dun­gen dif­fe­ren­zier­bar.

 

Einspeisung

Ein­lei­ten von Femseh‐ oder Hör­funk­pro­gram­men in ein Kabel­netz.

 

Einspieler

(Kur­zer) Film, der das lau­fen­de Gesche­hen (z.B. im Stu­dio) unter­bricht.

 

Einwahlknoten

Com­pu­ter­sys­tem, das als Zugangs­mög­lich­keit zu einem ->Pro­vi­der oder
->Online‐Dienst genutzt wird.

 

EIT

Event Infor­ma­ti­on Table — Tabel­le mit Pro­gramm­in­for­ma­tio­nen für die über­tra­ge­nen Pro­gram­me und Pro­gram­me auf ande­ren Trans­pon­dern, die im Daten­strom mit­ge­führt wird. Die Infor­ma­tio­nen in der EIT wer­den für den ->EPG genutzt.

 

Elektro‐Magnetische Verträglichkeit (EMV)

Bezeich­net meist den Ein­fluss von Funk­wel­len auf elek­tri­sche Gerä­te (akti­ve EMV) bzw. die Abschir­mung elek­tri­scher Gerä­te gegen inter­ne und exter­ne Funk­stö­run­gen (pas­si­ve EMV).

 

Electronic Program Guide ->EPG

 

Electronic Publishing -> E‐Publishing

Elektronische Signatur ->Digitale Signatur

 

Elektronischer Programmführer -> EPG

 

 

Elektrosmog

Bezeich­nung für die mög­li­che „Umwelt­ver­schmut­zung” durch elektromagne­tische Wel­len. Der mess­tech­ni­sche Nach­weis von Elek­tro­smog ist schwie­rig, weil die Inten­si­tät der elek­tro­ma­gne­ti­schen Umwelt­strah­lung (elek­tri­sche und magne­ti­sche Feld­stär­ke) in der Regel äußerst gering ist und das gesam­te Fre­quenz­spek­trum schritt­wei­se durch­ge­mes­sen wer­den muss.

 

Elevation

Nei­gungs­ein­stel­lung der Satel­li­ten­an­ten­ne zum Satel­li­ten.

 

Embedding

engl.: Ein­bet­tung. Dar­un­ter ver­steht man das Ein­bin­den von Doku­men­ten ande­rer Pro­gram­me, z. B. Bil­dern, Tex­ten oder Vide­os, in ein ->Doku­ment (s. auch
->OLE)

 

Emoticon

Kunst­wort aus den eng­li­schen Begrif­fen “emo­ti­on” und “icon”. Unter Online‐Nutzern gebräuch­li­ches Sym­bol (->Smi­leys — Grin­se­ge­sich­ter), die Gefüh­le und Iro­nie in ->Chats, ->eMail, ->Foren etc. zum Aus­druck brin­gen sol­len.

 

Empfangbarkeit

Gibt an, wie vie­le Per­so­nen oder Haus­hal­te einen Sen­der ter­res­trisch, über Kabel oder über Satel­lit emp­fan­gen kön­nen. Im AGF/GfK‐ Fern­seh­pa­nel ist die Emp­fang­bar­keit bezie­hungwei­se das Emp­fangs­po­ten­zi­al eines Sen­ders gege­ben, wenn er an min­des­tens einem Fern­seh­ge­rät im Panel­haus­halt ein­ge­stellt ist.

 

Empfangsebenen

Die ->AGF unter­schei­det vier ver­schie­de­ne Emp­fangs­ebe­nen: ->IPTV, ->Satel­lit, Kabel und Ter­re­strik. Die Zuord­nung eines Haus­halts zu einer Ebe­ne erfolgt hier­ar­chisch, d.h. ein Haus­halt wird bei meh­re­ren Emp­fangs­ebe­nen immer der höchs­ten Ebe­ne zuge­ord­net – wobei IPTV die höchs­te Ebe­ne dar­stellt, gefolgt von Satel­lit, Kabel und Ter­re­strik. Ein Haus­halt, der Pro­gram­me über IPTV emp­fängt, wird somit immer der Ebe­ne IPTV zuge­ord­net, auch wenn ande­re Emp­fangs­mög­lich­kei­ten im Haus­halt vor­han­den sind. Zu der Ebe­ne Satel­lit gehö­ren nach AGF‐Definition alle Haus­hal­te, die über Satel­lit emp­fan­gen, aber nicht über IPTV. Ein Haus­halt wird der Ebe­ne Kabel zuge­wie­sen, sofern er über Kabel emp­fängt, aber nicht über IPTV oder Satel­lit. Die Ebe­ne Ter­re­strik umfasst somit ledig­lich alle Haus­hal­te, die aus­schließ­lich eine ->DVB‐T-Emp­fangs­mög­lich­keit besit­zen.

 

Empfangspotenzial

Das Emp­fangs­po­ten­zi­al gibt in der For­schung der ->AGF an, wie vie­le Per­so­nen oder Haus­hal­te ein Fern­seh­pro­gramm ->ter­res­trisch, über Kabel, ->Satel­lit oder ->IPTV emp­fan­gen. Die Emp­fang­bar­keit eines Pro­gramms ist gege­ben, wenn er min­des­tens ein­mal eine Sekun­de in einem ->Panel­haus­halt ein­ge­schal­tet war. Das Emp­fangs­po­ten­zi­al eines Sen­ders ist auf­grund die­ser Defi­ni­ti­on immer klei­ner als sei­ne ->tech­ni­sche Reich­wei­te, weil beim Emp­fangs­po­ten­zi­al der tat­säch­li­che Emp­fang zu Grun­de gelegt wird und nicht alle poten­ti­el­len Haus­hal­te im Ver­brei­tungs­ge­biet.

 

Empfangspotenzial 60/60

Begriff aus der For­schung der ->AGF, der angibt, wie vie­le Per­so­nen oder Haus­hal­te in den letz­ten 60 Tagen ein Fern­seh­pro­gramm min­des­tens 60 Sekun­den kon­se­ku­tiv ein­ge­schal­tet haben.

 

Empfehlung der EU

Im Unter­schied zu ->Richt­li­nie und ->Ver­ord­nung recht­lich unver­bind­li­che Rege­lung der Euro­päi­schen Uni­on. Für den Jugend­schutz im audio­vi­su­el­len Bereich bedeut­sam sind z.B. die Emp­feh­lung (98/560/EG) des Rates zur Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit des euro­päi­schen Indus­trie­zweigs der audio­vi­su­el­len Diens­te und Infor­ma­ti­ons­diens­te durch die För­de­rung natio­na­ler Rah­men­be­din­gun­gen für die Ver­wirk­li­chung eines ver­gleich­ba­ren Niveaus in bezug auf den Jugend­schutz und den Schutz der Men­schen­wür­de sowie die Emp­feh­lung (2014/478/EU) der Kom­mis­si­on vom 14. Juli 2014 mit Grund­sät­zen für den Schutz von Ver­brau­chern und Nut­zern von Online‐Glücksspieldienstleistungen und für den Aus­schluss Min­der­jäh­ri­ger von Online‐Glücksspielen.

 

EMR – Institut für Europäisches Medienrecht

Unab­hän­gi­ger Dienst­leis­ter im Bereich des natio­na­len und euro­päi­schen Medi­en­rechts mit Sitz in Saar­brü­cken sowie Ver­bin­dungs­bü­ros in Bern und Brüs­sel, gegrün­det 1990. Das EMR hat eine plu­ra­le Mit­glie­der­struk­tur. Mit­glie­der sind neben meh­re­ren öffentlich‐rechtlichen Pro­gramm­ver­an­stal­tern wie SR, SWR, NDR, WDR, DW, Deutsch­land­Ra­dio und ARTE auch pri­va­te Fern­seh­un­ter­neh­men und die Lan­des­me­di­en­an­stal­ten. Die Dienst­leis­tun­gen des EMR umfas­sen das Erstel­len von Rechts­gut­ach­ten zu medi­en­recht­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen sowohl für öffentlich‐rechtliche als auch für pri­va­te Auf­trag­ge­ber, die Durch­füh­rung von Fach­ver­an­stal­tun­gen, die Erstel­lung von Publi­ka­tio­nen zu For­schungs­er­geb­nis­sen und Ver­an­stal­tun­gen, Auf­trags­for­schung und den Auf­bau medi­en­recht­li­cher Infor­ma­ti­ons­sys­te­me, dar­un­ter einer Daten­bank (EMIS), in der online die Medi­en­ge­setz­ge­bung der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen sowie der Mit­glied­staa­ten des Euro­pa­rats zugäng­lich ist.

Link: www.emr-sb.de

 

EMRK ->Europäische Menschenrechtskonvention

 

EMS (Enhanced Message Service)

Ein Dienst für die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Mobil­te­le­fo­nen, der  die übli­che Infrast­uk­tur der ->SMS nutzt, zusätz­lich aber auch ermög­licht, Logos, Bil­der und Klin­gel­tö­ne mit­zu­sen­den. Fast alle heu­te aktu­el­len ->GSM‐ oder ->UMTS‐Mobil­te­le­fo­ne unter­stüt­zen EMS.

 

EMV ->Elektro‐Magnetische Verträglichkeit

 

EMVG

Gesetz über die elek­tro­ma­gne­ti­sche Ver­träg­lich­keit von Gerä­ten. In Kraft seit dem 13. Novem­ber 1992.

 

Encoder

Gerät zur Ver­schlüs­se­lung und Kom­pri­mie­rung meist digi­ta­ler Infor­ma­tio­nen. Beim ->Inter­ak­ti­ven Fern­se­hen wird der Enco­der beim Dienste‐Betreiber ver­wen­det, um die zu über­tra­gen­den digi­ta­len Daten (Signa­le) für die Über­sen­dung an den Zuschau­er zu kom­pri­mie­ren.

 

Encoding

Der Pro­zess des Umwan­delns einer ->Binär­da­tei in Text­for­mat wird als Enco­ding bezeich­net. Der rever­se Pro­zess wird Deco­ding genannt. Wird eine
->Binär­da­tei per ->eMail ver­schickt, muss die­se Datei im Text­for­mat der ->eMail ange­hängt wer­den. Das Enco­ding und Deco­ding über­nimmt dabei das Mail‐Programm auto­ma­tisch.

 

enfk -> Ein Netz für Kinder

 

Enhanced Definition Television (EDTV)

Ame­ri­ka­ni­sche Defi­ni­ti­ons­klas­se für digi­ta­les Fern­se­hen mit rela­tiv hoher Qua­li­tät (ca. 12 MBit/s).

 

Ensemble

Kom­plet­ter Daten­strom in einem bestimm­ten Fre­quenz­block.

 

Entbündelung

Ent­bün­de­lung ist ein im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz (TKG) von 1996 und in der Netz­zu­gangs­ver­ord­nung (NZV) von 1996 ver­wen­de­ter Begriff, der dar­auf abhebt, dass TK‐Dienste (z. B. Sprach­te­le­fon­dienst) eines markt­be­herr­schen­den Netz­be­trei­bers in eine Viel­zahl von Ein­zel­leis­tun­gen oder “Pro­duk­ti­ons­schrit­te” unter­glie­der­bar sind (z. B. Übertragungs‐ vs. Vermittlungs‐ vs. Signa­li­sie­rungs­leis­tun­gen.

Unter der Ent­bün­de­lung der Teil­neh­mer­an­schluss­lei­tung ist die Ver­pflich­tung für markt­be­herr­schen­de Unter­neh­men zu ver­ste­hen, jene Lei­tungs­seg­men­te des Anschluss­net­zes, die von der loka­len Ver­mitt­lungs­stel­le zum Teil­neh­mer füh­ren, ande­ren Betrei­bern gegen Ent­gelt zur Ver­fü­gung zu stel­len.

 

Ente

In der Jour­na­lis­ten­spra­che Bezeich­nung für eine (bewuss­te oder unbe­wuss­te) Falsch­mel­dung.

 

Enter

o.k.-, abschicken‐, return‐Taste.

 

Enthüllungsjournalismus

Jour­na­lis­mus, der dar­auf abzielt, Miss­stän­de und Skan­da­le auf­zu­de­cken.

 

Entities

Als Ent­i­ties bezeich­net man die spe­zi­el­le ->HTML‐Codierung von Zei­chen, die nicht Teil des ->ASCII sind. Da die­ser Code nur 128 Zei­chen umfasst und Son­der­zei­chen nicht ent­hal­ten sind, wird zum Bei­spiel das ü als ü im
->Quell­text eines ->HTML‐Dokumentes geschrie­ben.

 

Entwicklungsbeeinträchtigende Angebote

Das sind sol­che Inhal­te, die zwar die Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen beein­träch­ti­gen kön­nen, aber noch nicht als jugend­ge­fähr­dend bewer­tet wer­den. Im Inter­net müs­sen die Anbie­ter dafür Sor­ge tra­gen, dass ein aner­kann­tes Jugend­schutz­pro­gramm (Fil­ter­soft­ware) die Nut­zung die­ser Inhal­te durch Kin­der und Jugend­li­che wesent­lich erschwert. Im digi­ta­len Fern­se­hen ent­spricht die soge­nann­te Vor­sper­re die­ser Maß­nah­me.

 

EPG — Electronic Program Guide

Der Elek­tro­ni­sche Pro­gramm­füh­rer dient im digi­ta­len Fern­se­hen als Weg­wei­ser durch die ver­schie­de­nen Pro­gramm­an­ge­bo­te, wobei je nach Aus­ge­stal­tung auch Zusam­men­stel­lun­gen nach nut­zer­de­fi­nier­ten oder vor­ge­ge­be­nen Kri­te­ri­en erfol­gen kön­nen. Außer­dem lie­fert er Kurz­in­hal­te und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu den über­tra­ge­nen Pro­gram­men. Bei der Pro­gramm­viel­falt des Digital‐TV mit über 200 Pro­gramm­ka­nä­len erhal­ten die elek­tro­ni­schen Pro­gramm­füh­rer eine zen­tra­le Schlüs­sel­rol­le bei der Benut­zer­füh­rung bzw. Bedie­nung. Der EPG kann so aber auch — wie eine Pro­gramm­zeit­schrift — das Nut­zungs­ver­hal­ten beein­flus­sen.

 

EPRA (European Platform of Regulatory Authorities)

Vor dem Hin­ter­grund der ->Glo­ba­li­sie­rung und ->Kon­ver­genz wur­de im April 1995 die­ses Forum euro­päi­scher Regu­lie­rungs­be­hör­den für audio­vi­su­el­le Medi­en gegrün­det. Es bie­tet eine Platt­form für einen infor­mel­len Mei­nungs­aus­tausch zwi­schen Regu­lie­rungs­be­hör­den im Rund­funk­be­reich; für den Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen über gemein­sa­me Pro­ble­me der natio­na­len und euro­päi­schen Rund­funk­re­gu­lie­rung sowie für die Erör­te­rung prak­ti­scher Lösun­gen für recht­li­che Pro­ble­me bei der Aus­le­gung und Anwen­dung der Rund­funk­re­gu­lie­rung. Bis­her sind 52 Regu­lie­rungs­be­hör­den in Euro­pa Mit­glie­der der EPRA. Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on, der Euro­pa­rat, die Euro­päi­sche Audio­vi­su­el­le Infor­ma­ti­ons­stel­le und das Büro des OSZE‐Beauftragten für Medi­en­frei­heit haben bei EPRA Beobachter‐Status.

Link: www.epra.org

 

ERC

European Radio Con­fe­rence

 

Ermes

European Radio Messa­ging Sys­tem; Stan­dard für einen euro­pa­wei­ten Funk­rufdienst (radio paging ser­vice).

 

ESDI (Enhanced Small Device Interface)

Ein Stan­dard für Hoch­leis­tungs­fest­plat­ten, Disketten‐ und Band­lauf­wer­ke, der die schnel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einem Com­pu­ter ermög­licht.

 

Eskapismus

Vom Eng­li­schen „escape (= ent­flie­hen)“ abge­lei­te­te Bezeich­nung für eine sog. Wirk­lich­keits­flucht oder Welt­flucht, d.h. eine angeb­li­che Flucht aus oder vor der rea­len Welt mit ihren Anfor­de­run­gen zuguns­ten einer Schein­welt: Ins­be­son­de­re in der Welt der Medi­en soll den Sor­gen des All­tags ent­flo­hen wer­den. In der Medi­en­psy­cho­lo­gie gilt Eska­pis­mus als wich­ti­ges Motiv der Medi­en­nut­zung. Nach der „Eskapismus‐These“ in der Medi­en­psy­cho­lo­gie wer­den Medi­en nicht nur zur Befrie­di­gung kogni­ti­ver Bedürf­nis­se (Wis­sens­er­wei­te­rung) son­dern auch zur Befrie­di­gung affek­ti­ver Bedürf­nis­se (Eska­pis­mus) genutzt.

 

Ethernet

Eines der meist­ver­brei­te­ten Netz­werk­sys­te­me, das Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 10 ->Mbit pro Sekun­de erlaubt. Vie­le loka­le Netz­werk­ver­bin­dun­gen in ->Intra­nets oder im ->Inter­net wer­den über Ether­net geknüpft.

Erwei­te­run­gen:

Fast‐Ethernet = 100 Mbit/s,

Gigabit‐Ethernet = 1000 Mbit/s.

Stan­dar­di­siert als IEEE 802.3.

 

 

ETSI

European Telecom­mu­ni­ca­ti­ons Stan­dard Insti­tu­te. Euro­päi­sches Insti­tut für Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dar­di­sie­rung. Auf­ga­be des Insti­tuts ist die Har­mo­ni­sie­rung der im euro­päi­schen Raum ein­ge­setz­ten Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik.

Link: www.etsi.org

 

EU‐Empfehlung ->Empfehlung der EU

EU‐Richtlinie ->Richtlinie der EU

EU‐Verordnung ->Verordnung der EU

 

EULA (End User License Agreement)

Das ist ein Ver­trag, dem ein Benut­zer vor dem Ein­satz einer ->Soft­ware zustim­men soll. Übli­cher­wei­se wird dar­in der Haf­tungs­aus­schluss des Her­stel­lers und die zeit­wei­se Über­las­sung des Nut­zungs­rechts an der ->Soft­ware (die dem Her­stel­ler gehört) bestimmt.

 

EUnet (European UNIX Network)

Der euro­päi­sche Teil des ->Inter­net. Bie­tet mit Inte­rEU­net auch ->IP‐Dienste an.

 

Euro‐AV

Auch als SCART bezeich­ne­tes 21poliges Ste­cker­sys­tem, das Fernseh‐, Video‐ und HiFi‐Geräte mit­ein­an­der ver­bin­det, aber nur ana­lo­ge Signal­über­tra­gung ermög­licht.

 

Euro‐Filetransfer

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­koll für den Aus­tausch von Datei­en zwi­schen zwei Rech­nern über ->ISDN.

 

Euro‐ISDN

In Euro­pa stan­dar­di­sier­tes ->ISDN.

 

Europa 1

Die euro­päi­sche Rundfunk‐ und Fern­seh GmbH Euro­pa 1 mit Sitz in Saar­brü­cken ist ein Toch­ter­un­ter­neh­men der fran­zö­si­schen Lagar­dè­re Broad­cast S.A., Paris. Die Grup­pe betreibt ins­be­son­de­re in Frank­reich und in Ost­eu­ro­pa zahl­rei­che lan­des­wei­te Hör­funk­pro­gram­me und ist an ver­schie­de­nen Radio­ver­an­stal­tern vor allem in Polen, Tsche­chi­en, Russ­land, Ungarn, Rumä­ni­en und Süd­afri­ka betei­ligt. In Deutsch­land bestehen Betei­li­gun­gen an Radio­ver­an­stal­tern wie KISS FM in Ber­lin, Del­ta Radio in Kiel, ->Radio Salü in Saar­brü­cken sowie Rock­land Radio in Rheinland‐Pfalz. Europa.1 betreibt fer­ner eine Sen­de­an­la­ge im saar­län­di­schen Fels­berg zur Aus­strah­lung des Pro­gramms Europe.1 nach Frank­reich.

 

Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK)

Art. 10 der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on (EMRK) gewährt jeder­mann Anspruch auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung. Die­ser Anspruch umfasst das Recht, Nach­rich­ten und Ide­en ohne Ein­grif­fe öffent­li­cher Behör­den und ohne Rück­sicht auf Lan­des­gren­zen zu emp­fan­gen und mit­zu­tei­len. In Bezug auf audio­vi­su­el­le Medi­en legt Art. 10 Abs. 1 Satz 3 EMRK fest, dass „die Staa­ten Rundfunk‐, Lichtspiel‐ und Fern­seh­un­ter­neh­men einem Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren unter­wer­fen (dür­fen)“.  Art. 10 Abs. 2 EMRK regelt, in wel­cher Wei­se der Anspruch auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung ein­ge­schränkt wer­den darf: Ein­schrän­kun­gen müs­sen gesetz­lich vor­ge­se­hen sein, einem der in Art 10 Abs 2 EMRK auf­ge­zähl­ten Zie­le die­nen (natio­na­le Sicher­heit, ter­ri­to­ria­le Unver­sehrt­heit, öffent­li­che Sicher­heit, Auf­recht­erhal­tung der Ord­nung, Ver­bre­chens­ver­hü­tung, Schutz der Gesund­heit und der Moral, Schutz des guten Rufes und der Rech­te ande­rer) und in einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft im Inter­es­se die­ses Ziels unent­behr­lich sein.

 

Europäische Rundfunkunion

Deutsch für European Broad­cas­ting Uni­on (EBU)/Union Euro­péen­ne de Radio­dif­fu­si­on (UER). 1950 zum Zweck der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit und des Pro­gramm­aus­tauschs gegrün­de­te Ver­ei­ni­gung euro­päi­scher Rund­funk­ver­an­stal­ter. Von deut­scher Sei­te aus sind die öffentlich‐rechtlichen Sen­der der ARD und das ZDF betei­ligt. Die in Genf ange­sie­del­te Orga­ni­sa­ti­on unter­hält Eurovisions‐ und Euroradio‐Netzwerke und orga­ni­siert den Aus­tausch von Nach­rich­ten, Repor­ta­gen und Sport­pro­gram­men. Sie koor­di­niert Kopro­duk­tio­nen wie den Grand Prix Euro­vi­si­on und unter­stützt die Ent­wick­lung gemein­sa­mer tech­ni­scher Stan­dards bei den Mit­glie­dern. Die in der EBU zusam­men­ge­schlos­se­nen Rund­funk­an­stal­ten bie­ten im Eurovisions‐Netzwerk ein­an­der mehr­mals täg­lich Fern­seh­auf­nah­men mit frei­em Copy­right an.

Link: www.ebu.ch

 

Europäisches Fernsehübereinkommen

Par­al­lel zur ->Fernseh‐Richtlinie der EG wur­de im Europa‐Rat das “Euro­päi­sche Über­ein­kom­men über das grenz­über­schrei­ten­de Fern­se­hen” vor­be­rei­tet, das am 5. Mai 1989 ver­ab­schie­det wur­de, in Deutsch­land aber erst am 1. Novem­ber 1994 in Kraft trat. Die Inhal­te ent­spre­chen im wesent­li­chen denen der frü­he­ren ->Fern­seh­richt­li­nie der EG. Im Bereich der EU besitzt die ->AVMD‐Richtlinie Vor­rang vor dem Euro­päi­schen Fern­seh­über­ein­kom­men.

 

European Broadcasting Union (EBU) ->Europäische Rundfunkunion

 

European Regulators Group for Audiovisual Media Services

Die Grup­pe euro­päi­scher Regu­lie­rungs­stel­len für audio­vi­su­el­le Medi­en­diens­te hat nach einem Beschluss der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on vom 3. Febru­ar 2014 fol­gen­de Auf­ga­ben: a) Bera­tung der Kom­mis­si­on dabei, eine kohä­ren­te Umset­zung des Rechts­rah­mens für ->audio­vi­su­el­le Medi­en­diens­te in allen Mit­glied­staa­ten sicher­zu­stel­len; b) Unter­stüt­zung und Bera­tung der Kom­mis­si­on in allen Fra­gen, die audio­vi­su­el­le Medi­en­diens­te betref­fen und in die Zustän­dig­keit der Kom­mis­si­on fal­len. Sofern gerecht­fer­tigt, kann die Grup­pe im Rah­men ihrer Bera­tungs­tä­tig­keit für die Kom­mis­si­on bei bestimm­ten Fra­gen Markt­teil­neh­mer, Ver­brau­cher und End­nut­zer kon­sul­tie­ren, um die erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen ein­zu­ho­len; c) Aus­tausch von Erfah­run­gen und bewähr­ten Ver­fah­ren in Bezug auf die Anwen­dung des Rechts­rah­mens für audio­vi­su­el­le Medi­en­diens­te; d) Zusam­men­ar­beit und Ver­sor­gung der Mit­glie­der mit den erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen für die Zwe­cke der Anwen­dung der ->AVMD‐Richtlinie. Deutsch­land wird in der Grup­pe durch den Euro­pa­be­auf­trag­ten der ->Lan­des­me­di­en­an­stal­ten ver­tre­ten.

 

Eurovision

Über­tra­gungs­netz für den direk­ten Fern­seh­pro­gramm­aus­tausch zwi­schen den Län­dern, die der ->Euro­päi­schen Rund­funk­uni­on (EBU) ange­schlos­sen sind.

 

Eutelsat

Satel­li­ten­be­trei­ber­or­ga­ni­sa­ti­on der euro­päi­schen Fern­mel­de­be­hör­den, die unter dem Namen Eutel­sat (European Telecom­mu­ni­ca­ti­ons Satel­li­te) eige­ne Satel­li­ten zur euro­pa­wei­ten und inter­kon­ti­nen­ta­len TV‐, Audio‐ und Daten­über­tra­gung im Orbit sta­tio­niert hat.

Link: www.eutelsat.com

 

EUV

Ver­trag über die Euro­päi­sche Uni­on; neben dem ->AEUV eine der bei­den pri­mä­ren Rechts­quel­len für die Tätig­keit der EU mit u.a. grund­le­gen­den Rege­lun­gen (a) zur Abgren­zung der Zustän­dig­kei­ten zwi­schen EU und Mit­glied­staa­ten, ins­be­son­de­re dem Prin­zip der begrenz­ten Ermäch­ti­gung, dem Subsidiaritäts‐ und dem Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­satz sowie (b) zum Grund­rechts­schutz inner­halb der EU.

 

EVA‐Prinzip

Abkür­zung für Ein­ga­be, Ver­ar­bei­tung und Aus­ga­be. Kon­zept in der EDV, nach dem die Daten­ver­ar­bei­tung in den Schrit­ten ->Ein­ga­be ->Ver­ar­bei­tung
->Aus­ga­be
abläuft.

 

Exklusivvertrag

Exklu­siv­ver­trä­ge sind bei der media­len Ver­wer­tung von Rech­ten etwa an bestimm­ten Fil­men, Kultur‐ oder Sport­er­eig­nis­sen hoher wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung. Sie ver­mit­teln inso­weit das allei­ni­ge Recht zur Über­tra­gung unter Aus­schluss ande­rer Rund­funkveranstalter. Die ->AVMD‐Richtlinie der EU ermög­licht es, die­sen Exklu­siv­ver­trä­gen bestimm­te Gren­zen zu set­zen, um sicher zu stel­len, dass Groß­ereig­nis­se von gesell­schaft­lich erheb­li­cher Bedeu­tung für die Bevöl­ke­rung frei emp­fang­bar sind, um den frei­en Wett­be­werb und die Grund­frei­hei­ten im Bin­nen­markt zu schüt­zen. Dar­über hin­aus kann mit Ex­klusivverträgen das Recht auf sog. ->Kurz­be­richt­erstat­tung nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

 

Exklusiv‐Werbeblock

TV‐Sonderwerbeform. Ein­zel­spot z. B. vor einem Programm‐Highlight

 

Expanding Banner

Sobald ein Internet‐Nutzer mit der Maus den Ban­ner berührt, klappt er groß­flä­chig auf. Wird die Maus vom Ban­ner weg­be­wegt, nimmt der Ban­ner wie­der sei­ne ursprüng­li­che Form an. Durch die über­ra­schend ver­grö­ßer­te Wer­be­flä­che sowie die Inter­ak­ti­vi­tät kann ein hoher Auf­merk­sam­keits­grad für die Wer­be­bot­schaft erzielt wer­den.

 

Explorer

Micro­soft nennt sei­nen Datei­ma­na­ger “Win­dows Explo­rer” und sei­nen
->Brow­ser “Internet‐Explorer”, des­sen schärfs­ter Kon­kur­rent Netscape’s
->Navi­ga­tor ist.

 

Extended Digital Subscriber Line (xDSL)

Eng­li­scher Sam­mel­be­griff für Tech­ni­ken zur Leis­tungs­stei­ge­rung des Standard‐Kupfer‐Telefonnetzes. Dahin­ter ver­ber­gen sich ver­schie­de­ne Ver­fah­ren zur Über­tra­gung von breit­ban­di­gen Bit­strö­men (der­zeit bis zu 52 Mbit/s) auf nor­ma­len Kupfer‐Telefonleitungen (inkl. Rück­ka­nal). xDSL‐Netze funk­tio­nie­ren aller­dings nur in Orts­net­zen mit digi­ta­len, glas­fa­ser­ge­kop­pel­ten Ver­mitt­lungs­stel­len und sind somit vor­erst auf Bal­lungs­räu­me beschränkt.

 

Extensible HyperText Markup Language (XHTML)

->HTML war der ers­te Ansatz, inter­ak­ti­ve Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te im Inter­net zu erzeu­gen, indem die Infor­ma­ti­on als defi­nier­tes Hypertext‐Dokument beschrie­ben und über­tra­gen wird.

Die­ses Ver­fah­ren bringt jedoch star­ke Ein­schrän­kun­gen bei der Infor­ma­ti­ons­prä­sen­ta­ti­on mit sich, da die Infor­ma­ti­on für jede Dar­stel­lungs­wei­se neu mit erzeugt wer­den muss. Sinn­vol­ler­wei­se soll­ten also Inhalt und Dar­stel­lung von­ein­an­der getrennt wer­den. Die­ser Ansatz wird als XML (Exten­si­ble Mark­up Lan­guage) bezeich­net. XHTML ist dazu ein ers­ter Zwi­schen­schritt, indem es kon­se­quent unter­schei­det zwi­schen der eigent­li­chen Infor­ma­ti­on und ihrer Dar­stel­lung mit den bekann­ten HTML‐Gestaltungsmöglichkeiten (Tags, Cas­ca­ding Style She­ets). Die Infor­ma­ti­on kann somit spä­ter auch für ande­re Prä­sen­ta­ti­ons­for­men (sog. XML‐Doctypes) wei­ter­ver­wen­det wer­den.

 

Extension

Endung eines Datei­na­mens, z. B. .html. Die­se Endung wird in Datei­sys­te­men, die kei­ne Typ­in­for­ma­tio­nen für Datei­en spei­chern kön­nen, für die Zuord­nung von Datei­en und Pro­gram­men ver­wen­det. Im ->Inter­net wird häu­fig eine Zuord­nung nach ->MIME ver­wen­det.

 

Extranet

So wird der ->Intranet‐Datentransfer über das ->Inter­net bezeich­net. Damit kön­nen weit ent­fern­te Filia­len via Extra­net ver­bun­den wer­den.

 

Externe Überschneidung

Begriff aus der Wer­be­for­schung, der dar­auf abstellt, dass Per­so­nen – z.B. im Rah­men von ->Media‐Mix‐Kampagnen — von meh­re­ren Medi­en bzw. Media­gat­tun­gen erreicht wer­den.

 

Extranet

So wird der ->Intra­net-Daten­trans­fer über das ->Inter­net bezeich­net. Damit kön­nen weit ent­fern­te Filia­len via Extra­net ver­bun­den wer­den.