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Glossar der LMS — Buchstabe P

Packet Switching

Packet Swit­ching wird benutzt, um Daten effek­tiv durch ein ->Netz­werk zu schi­cken. Bei die­ser Metho­de wer­den die Daten geteilt, in ein­zel­ne Pake­te gepackt und durch das Netz zum Emp­fangs­rech­ner geschickt. Jedes die­ser ein­zel­nen
->Daten­pa­ke­te ent­hält die Adres­se des Emp­fän­gers, weil jedes der Pake­te even­tu­ell eine ande­re ->Rou­te durch das ->Netz­werk nimmt. Infol­ge­des­sen kann es vor­kom­men, dass die ->Daten­pa­ke­te in einer ande­ren Rei­hen­fol­ge den Emp­fän­ger errei­chen, als sie gesen­det wur­den. Die Kor­rek­tur wird auf dem Emp­fangs­com­pu­ter durch die ->TCP/IP‐Software vor­ge­nom­men.

 

PAD (Program Associated Data)

Ober­be­griff für programmbezogene/programmbegleitende Daten, die inner­halb eines digi­ta­len (meist daten­re­du­zier­ten) Radio­si­gnals mit über­tra­gen wer­den (z. B. bei ->ADR und ->DAB). PAD kann somit als die “digi­ta­le Wei­ter­ent­wick­lung” des ana­lo­gen ->RDS bezeich­net wer­den.

 

Page / Content Page

Ein­zel­nes HTML‐Dokument, das Text, Bil­der und ande­re Ele­men­te ent­hal­ten kann, auch ->Home­page genannt. Sei­ten kön­nen sta­tisch sein, oder auch wech­seln­de Ele­men­te ent­hal­ten, wie etwa das Datum oder die Hits, aber auch eine indi­vi­du­el­le Sei­ten­be­stü­ckung für bestimm­te Besu­cher­grup­pen ist prin­zi­pi­ell mög­lich.

 

Page Impressions

Anzahl der Zugrif­fe auf eine ->HTML‐Seite, unab­hän­gig von der Men­ge der dar­in ein­ge­bun­de­nen Ele­men­te. Ein Zugriff wird als qua­li­fi­ziert bewer­tet, wenn der Abruf voll­stän­dig und tech­nisch ein­wand­frei erfolgt ist. Ande­re Arten, die Zugrif­fe zu mes­sen, sind ->Ad Clicks, ->Hits und ->Visits.

 

Page‐Labeling

Eine Metho­de, die dem Jugend­schutz über eine Selbst­kenn­zeich­nung von Web­sei­ten die­nen soll. Der Betrei­ber einer Web­site beschreibt anhand eines Fra­gen­ka­ta­lo­ges und nach The­men geord­net, was auf sei­ner Web­site jugend­schutzrelevant ist. Die­se Sei­ten­be­schrei­bung wird in den Quell­code der Internet­seite geschrie­ben und durch ein Pro­gramm, wel­ches Kenn­zeich­nun­gen nach dem PICS‐Standard ver­ar­bei­ten kann, aus­ge­le­sen. Auf die­ser Metho­de basiert z. B. das ->ICRA‐Filtersystem.

 

Page View

Bezeich­nung für den Abruf einer HTML‐Seite vom ->Ser­ver. Bei ->Frames wer­den auto­ma­tisch meh­re­re Page Views erzeugt. Er ist trotz­dem ein guter Indi­ka­tor dafür, wel­che Sei­ten für den Besu­cher am inter­es­san­tes­ten sind, ver­gleich­bar einer hypo­the­tisch ver­brei­te­ten Sei­ten­zahl im Print­be­reich. Auch die deut­schen Ver­bän­de haben sich auf den Sei­ten­kon­takt als ein Kern­ele­ment der Internet‐Werbewährung geei­nigt.

 

Paid Content

Bezeich­nung für den ent­gelt­pflich­ti­gen elek­tro­ni­schen Ver­trieb und Han­del mit
->Con­tent in digi­ta­len Medi­en.

 

PAL

PAL ist die Abkür­zung für “Pha­se Alter­na­te Line”, eine Norm zur ana­lo­gen Über­tra­gung von Farb­fern­se­hen, die in Euro­pa am stärks­ten ver­brei­tet ist. Dabei wer­den 25 Bil­der (50 Halb­bil­der) pro Sekun­de über­tra­gen. PAL defi­niert 625 Zei­len, wovon 576 Bild­in­for­ma­ti­on tra­gen. Welt­weit sind der­zeit drei ver­schie­de­ne Nor­men im Ein­satz: PAL (Euro­pa ohne Frank­reich), SECAM (Frank­reich) und ->NTSC.

 

PAL‐plus

Gegen­über PAL ver­bes­ser­te, ter­res­tri­sche Fernseh‐Übertragungsnorm. Kenn­zeich­nen­des Merk­mal: Bild­sei­ten­ver­hält­nis 16:9 bei etwas ver­rin­ger­ter Bild­zei­len­an­zahl (daher kein ->HDTV). Kom­pa­ti­bel zu den noch weit­ver­brei­te­ten 4:3 Standard‐PAL‐TV‐Geräten (Letterbox‐Darstellung).

 

Panel

In der Fach­spra­che der Markt‐ und Medi­en­for­scher ver­wen­de­ter eng­li­scher Begriff für eine zu einem beson­de­ren Zweck aus­ge­wähl­te, gleich­blei­ben­de Grup­pe, die in regel­mä­ßi­gen Abstän­den zum glei­chen The­ma befragt bzw. unter­sucht wird. Mit­tels Panel‐Untersuchungen kön­nen Ent­wick­lun­gen über län­ge­re Zeit­räu­me abge­bil­det wer­den. Erge­ben sich dabei Unter­schie­de in den Unter­su­chungs­er­geb­nis­sen, kann aus­ge­schlos­sen wer­den, dass die­se durch unter­schied­li­che Per­so­nen­grup­pen her­vor­ge­ru­fen wur­den.

 

Panelhaushalt

Ein Haus­halt, des­sen Fern­seh­kon­sum stän­dig erfasst wird.

 

Parabolantenne

Zumeist schüs­sel­för­mi­ge Spie­gel­an­ten­ne.

 

Partagierung

Bezeich­net bei der Ver­brei­tung von Rund­funk­pro­gram­men die zeit­li­che Auf­tei­lung der Nut­zung einer Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tät zum Trans­port meh­re­rer Ange­bo­te

 

Password/Passwort

Gehei­mes Schlüs­sel­wort in Form einer alpha­be­ti­schen, alpha­nu­me­ri­schen oder einer nume­ri­schen Zei­chen­fol­ge für einen ->Logon/Login.

 

Path

Engl.: Pfad. Der direk­te Weg, um die Stel­le auf dem Com­pu­ter oder im
->Netz­werk anzu­ge­ben, an der eine Datei (ein ->Doku­ment oder ein Pro­gramm) abge­legt ist.

 

Patronat

För­de­rung bestimm­ter Vor­ha­ben oder Per­so­nen. Wer­be­form in den Medi­en, bei der eine Fir­ma oder eine Insti­tu­ti­on durch ide­el­le oder mate­ri­el­le Zuwen­dun­gen einen Bei­trag för­dert.

 

Pay‐per‐channel (PPC)

Form des Abon­ne­ments­fern­se­hens, bei dem ein monat­li­ches Ent­gelt für den
Emp­fang von ein­zel­nen Kanä­len oder Pro­gramm­grup­pen gezahlt wird.

 

Pay‐per‐view (PPV)

Der Zuschau­er bezahlt nur für vom ihm aus­ge­wähl­te und bestell­te Sen­dun­gen.
Der Zeit­punkt der Aus­strah­lung ist jedoch vor­ge­ge­ben.

 

Pay‐TV

Bei Pay‐TV han­delt es sich – im Unter­schied zu ->Free‐TV — um Fern­seh­pro­gram­me, die ganz oder zum Teil ver­schlüs­selt (“gescram­belt”) aus­ge­strahlt wer­den. Um die Pro­gram­me zu ent­schlüs­seln, ist ein Deco­der not­wen­dig, den man im Rah­men eines Abon­ne­ments vom jewei­li­gen Pay‐TV‐Anbieter gegen Ent­gelt zur Ver­fü­gung gestellt bekommt. Die TV‐Nutzung wird men­gen­ori­en­tiert (Pay Per View, Pay Per Chan­nel) abge­rech­net.

 

PC (Personal Computer)

Rech­ner, der aus­schließ­lich einem Benut­zer vor­be­hal­ten ist. Markt­füh­rer sind sog. Wintel‐PC, die mit einem Intel‐Prozessor und dem ->Betriebs­sys­tem Microsoft‐Windows aus­ge­rüs­tet sind.

 

PCM (Pulse Code Modulation)

Ver­fah­ren zur Umset­zung ->ana­lo­ger in ->digi­ta­le Signa­le, das im ->ISDN ein­ge­setzt wird.

 

PD (Public Domain — der Öffentlichkeit zugänglich)

PD‐Software ist der Ober­be­griff für ->Free­ware und ->Share­ware. Frei ver­füg­ba­re, kos­ten­lo­se Soft­ware, deren Copy­right ( und Quell­code) beim Autor ver­bleibt.

 

PDA (Personal Digital Assistant — Persönlicher digitaler Assistent)

Klei­ner mobi­ler Com­pu­ter im “Wes­ten­ta­schen­for­mat”. PDAs (oder auch
->H/PCs) die­nen als Ter­min­ka­len­der, Nach­schla­ge­wer­ke und für die Erfas­sung klei­ner Daten­men­gen. Auch das Ver­sen­den und Emp­fan­gen von Faxen oder eine Internet‐Verbindung ist zusam­men mit einem Funk­te­le­fon mög­lich.

 

PDA‐Phone ->Smartphone

 

PDF (Portable Document Format)

Datei­for­mat zum Aus­tausch von fer­tig for­ma­tier­ten ->Doku­men­ten. PDF wur­de von Ado­be aus der PostScript‐Sprache ent­wi­ckelt und um ->Hyper­links,
->Daten­kom­pres­si­on und ->Ver­schlüs­se­lung erwei­tert. Über ->Plug‐in auch in vie­len ->Brow­sern dar­stell­bar.

 

PDR ->Personal Digital Recorder

 

Peer

engl.: Part­ner. Gemeint ist die jeweils ande­re Sta­ti­on bei einer Daten­ver­bin­dung.

 

Peer‐to‐peer (P2P)

Peer‐to‐peer ->Netz­wer­ke sind Netz­werk­sys­te­me ohne zen­tra­le Zugriffs­kon­trol­le, in denen alle Rech­ner gleich­be­rech­tigt agie­ren. Eine Daten­ver­bin­dung besteht dabei immer direkt von einem Teil­neh­mer zum ande­ren, ohne Zwi­schen­schal­tung eines Netzwerk‐Servers. Im Inter­net ist mit P2P der direk­te Daten­aus­tausch zwi­schen zwei pri­vat genutz­ten Com­pu­ter­sys­te­men gemeint, nach­dem sich bei­de über eine Infor­ma­ti­ons­bör­se über ihr gegen­sei­ti­ges Daten­an­ge­bot infor­miert haben. Die­ses Ver­fah­ren hat sich ins­be­son­de­re bei Musik‐ und Video‐Tauschbörsen durch­ge­setzt. Die beson­de­re Art der Kon­takt­auf­nah­me ent­hebt, nach der­zei­ti­ger Rechts­la­ge, den Infor­ma­ti­ons­bro­ker von urhe­ber­recht­li­chen Ansprü­chen, da er nur als Ver­mitt­ler zwi­schen zwei tauschwil­li­gen Pri­vat­per­so­nen auf­tritt.

 

Personal Certificates

Digi­ta­le Unter­schrift für Trans­ak­tio­nen.

 

Personal Digital Recorder (PDR)

Bei einem Per­so­nal Digi­tal Recor­der han­delt es sich um eine Fest­plat­te, die als Spei­cher­me­di­um in ein ->DVB‐Empfangsgerät inte­griert ist. Damit kön­nen einer­seits die Programme/Dienste ein­fach abge­spei­chert wer­den, ande­rer­seits besteht aber auch die Mög­lich­keit, auf die­se schnell und unkom­pli­ziert zugrei­fen zu kön­nen. Gegen­über einem Videokassetten‐Recorder ist eine bes­se­re Leis­tungs­fä­hig­keit und erhöh­ter Bedien­kom­fort gewähr­leis­tet.

 

Pferdewetten

Pfer­de­wet­ten sind nach § 3 Abs. 1 Satz 5 ->GlüStV Wet­ten aus Anlass öffent­li­cher Pfer­de­ren­nen und ande­rer öffent­li­cher Leis­tungs­prü­fun­gen für Pfer­de.

 

PGP (Pretty Good Privacy)

Ver­schlüs­se­lungs­tech­nik, die zum De‐facto‐Standard im Inter­net gewor­den ist. Basiert auf der Public‐Key‐Technik. Daten, die mit einer all­ge­mein zugäng­li­chen Byte­fol­ge, dem öffent­li­chen Schlüs­sel, ver­knüpft wur­den, kön­nen nur mit einem (gehei­men) pri­va­ten Schlüs­sel des Emp­fän­gers ein­ge­se­hen wer­den.

 

Pharming

Phar­ming ist eine Bezeich­nung für einen Angriff auf die Sicher­heit des Inter­nets, bei dem DNS‐Anfragen von Web­brow­sern (z.B. durch ->DNS‐Spoofing) mani­pu­liert wer­den, um den Internet‐Nutzer auf gefälsch­te Web­sei­ten umzu­lei­ten. Ziel ist ist dabei i.d.R. wie beim ->Phis­hing, Benut­zer­da­ten aus­zu­spä­hen. Der Begriff “Phar­ming” knüpft dar­an an, dass die Mani­pu­la­teu­re eige­ne gro­ße Server‐Farmen unter­hal­ten, auf denen gefälsch­te Web­sei­ten abge­legt sind.

 

Phishing

Begriff für einen Angriff auf die Internbet‐Sicherheit, bei dem über gefälsch­te WWW‐Adressen Zugriff auf (sen­si­ble) Daten eines Internet‐Nutzers (wie z. B. Benut­zer­na­men und Pass­wör­ter für Online‐Banking oder Kre­dit­kar­ten­in­for­ma­tio­nen) gesucht wird.

 

Phrasen

Phra­sen sind Such­be­grif­fe, die sich aus meh­re­ren Wor­ten zusam­men­set­zen, wie “Ein Herz und eine See­le”. Die­se müs­sen bei der Ein­ga­be in eine
->Such­ma­schi­ne durch bestimm­te Zei­chen ver­bun­den wer­den.

 

PICS

Ein Bewer­tungs­stan­dard für “expli­zi­tes” Bild­ma­te­ri­al, also Sex‐ und Gewalt­sze­nen im ->Inter­net. Wenn ->Internet‐Seiten auf­grund die­ses Stan­dards gesperrt wer­den sol­len, müs­sen sie aller­dings vom Anbie­ter mit einem bestimm­ten Erken­nungs­merk­mal aus­ge­stat­tet wer­den.

 

PIM (Personal Information Manager)

Pro­gramm, das eine Kom­bi­na­ti­on aus Ter­min­pla­ner, Adress­buch, ->eMail‐ und Fax­funk­tio­nen ist.

 

PIN (Personal Identification Number)

Sie schützt beim Home­ban­king den Zugang zum Kon­to und wird elek­tro­nisch durch die Bank fest­ge­legt, so dass nur der Kon­to­be­sit­zer die Num­mer kennt.

 

PING (Packet Internet Groper — Paketorientierter Internet‐Taster)

Internet‐Dienst, der es erlaubt, per Echo­an­fra­ge fest­zu­stel­len, ob ein ->Host ver­bin­dungs­be­reit ist.

 

PIP

1. Perio­dic Infor­ma­tio­nal Pos­ting. Regel­mä­ßig in den ->News­groups erschei­nen­de ->Arti­kel, die schon lan­ge in den ver­schie­de­nen Grup­pen dis­ku­tier­te Fra­gen beant­wor­ten. Die­se ->Arti­kel wer­den auch FAQs (Fre­quent­ly Asked Ques­ti­ons) genannt.

2. Pic­tu­re In Pic­tu­re, d. h. ‘Bild im Bild’. Inner­halb eines (Fernseh-)Bildes ein­ge­blen­de­tes Zusatz­bild. Wird bei­spiels­wei­se ver­wen­det, um gleich­zei­tig ein ande­res Pro­gramm oder das Bild aus einer Über­wa­chungs­ka­me­ra mit­ver­fol­gen zu kön­nen.

 

Pixel

Die kleins­te Ein­heit eines digi­ta­len Bil­des.

 

Plasma‐Bildschirm

Tech­nik für fla­che Fern­seh­bild­schir­me. Plas­ma­bild­schir­me spie­len gegen­über ->LCD‐Bildschirmen am Markt eine zuneh­mend gerin­ge­re Rol­le.

 

Plattform

Eine Zusam­men­fas­sung auch von Pro­gram­men und Diens­ten Drit­ter in digi­ta­ler Tech­nik mit dem Ziel, die­se ande­ren als Gesamt­an­ge­bot zugäng­lich zu machen.

Der Rundfunk‐Gesetzgeber strebt in einem geplan­ten 10. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag an, auf den Platt­for­men, zu denen u. a. auch Kabel­net­ze zäh­len sol­len, Chan­cen­gleich­heit sicher­zu­stel­len. So dür­fen Anbie­ter von Pro­gram­men und Diens­ten laut Ent­wurf des 10. RfÄndStV nicht durch zu hohe Ent­gel­te für die Nut­zung der Platt­for­men unbil­lig behin­dert wer­den. Die Ent­gel­te und Tari­fe sind offen­zu­le­gen und so aus­zu­ge­stal­ten, dass auch loka­le und regio­na­le Ange­bo­te zu ange­mes­se­nen und chan­cen­glei­chen Bedin­gun­gen ver­brei­tet wer­den kön­nen. Platt­form­be­trei­ber dür­fen Pro­gramm­an­ge­bo­te nicht ohne Ein­ver­ständ­nis des Anbie­ters ver­än­dern oder in Pake­te auf­neh­men. Der Ent­wurf macht fer­ner detail­lier­te Bele­gungs­vor­schrif­ten für den Must‐carry‐Bereich (öffentlich‐rechtlicher Rund­funk, pri­va­te Voll­pro­gram­me mit Regio­nal­fens­tern sowie lokal‐regionale Ange­bo­te) und für den soge­nann­ten Can‐carry‐Bereich, wobei hier die Inter­es­sen der ange­schlos­se­nen Teil­neh­mer zu berück­sich­ti­gen sind. Die Platt­form­be­trei­ber sol­len dann von Bele­gungs­pflich­ten ent­las­tet wer­den, wenn die ent­spre­chen­den Ange­bo­te auf einem End­ge­rät auch unmit­tel­bar und ohne zusätz­li­ches Ent­gelt emp­fan­gen wer­den kön­nen.

 

Plattformanbieter

Nach der Begriffs­be­stim­mung in § 2 Abs. 2 Nr. 13 ->Rund­funk­staats­ver­trag ist „Anbie­ter einer Platt­form, wer auf digi­ta­len Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tä­ten oder digi­ta­len Daten­strö­men Rund­funk und ver­gleich­ba­re Tele­me­di­en (Tele­me­di­en, die an die All­ge­mein­heit gerich­tet sind) auch von Drit­ten mit dem Ziel zusam­men­fasst, die­se Ange­bo­te als Gesamt­an­ge­bot zugäng­lich zu machen oder wer über die Aus­wahl für die Zusam­men­fas­sung ent­schei­det; Platt­form­an­bie­ter ist nicht, wer Rund­funk oder ver­gleich­ba­re Tele­me­di­en aus­schließ­lich ver­mark­tet.“

Der Rundfunk‐Gesetzgeber ziel­te mit dem 10. Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag u.a. dar­auf ab, auf den Platt­for­men, zu denen u.a. auch Kabel­net­ze zäh­len sol­len, Chan­cen­gleich­heit sicher­zu­stel­len. So dür­fen Anbie­ter von Pro­gram­men und Diens­ten nicht durch zu hohe Ent­gel­te für die Nut­zung der Platt­for­men unbil­lig behin­dert wer­den. Die Ent­gel­te und Tari­fe sind offen­zu­le­gen und so aus­zu­ge­stal­ten, dass auch loka­le und regio­na­le Ange­bo­te zu ange­mes­se­nen und chan­cen­glei­chen Bedin­gun­gen ver­brei­tet wer­den kön­nen. Platt­form­be­trei­ber dür­fen Pro­gramm­an­ge­bo­te nicht ohne Ein­ver­ständ­nis des Anbie­ters ver­än­dern oder in Pake­te auf­neh­men. Staats­ver­trag­lich gibt es fer­ner detail­lier­te Bele­gungs­vor­schrif­ten für den Must‐carry‐Bereich (öffentlich‐rechtlicher Rund­funk, pri­va­te Voll­pro­gram­me mit Regio­nal­fens­tern sowie lokal‐regionale Ange­bo­te) und für den soge­nann­ten Can‐carry‐Bereich, wobei hier die Inter­es­sen der ange­schlos­se­nen Teil­neh­mer zu berück­sich­ti­gen sind. Die Platt­form­be­trei­ber sol­len dann von Bele­gungs­pflich­ten ent­las­tet wer­den, wenn die ent­spre­chen­den Ange­bo­te auf einem End­ge­rät auch unmit­tel­bar und ohne zusätz­li­ches Ent­gelt emp­fan­gen wer­den kön­nen.

 

Plattformunabhängigkeit

Eigen­schaft, unab­hän­gig vom benutz­ten Com­pu­ter­sys­tem (PC, UNIX, Mac­in­tosh) bzw. der ver­wen­de­ten Browser‐Technologie, glei­che Funk­tio­na­li­tät auf­zu­wei­sen. Wich­tig ist dies ins­be­son­de­re bei gra­fi­scher Gestal­tung der HTML‐Dokumente, da momen­tan das Erschei­nungs­bild der Sei­ten je nach Vor­ein­stel­lung und ver­wen­de­tem Com­pu­ter bzw. Soft­ware sehr dif­fe­riert.

 

Playlist

Wie­der­ga­be­lis­te, d.h. Lis­te mit Audio‐ oder Video­da­tei­en, die in einer zuvor fest­ge­leg­ten Rei­hen­fol­ge abge­spielt wer­den.

 

PLC (PowerLine Communication)

Eng­li­sche Bezeich­nung für Über­tra­gungs­sys­te­me, die auf der phy­si­ka­li­schen Basis von Niederspannungs‐Stromkabeln (z. B. 230V Strom­netz) arbei­ten. Ein­fachs­tes Bei­spiel sind Baby­pho­ne, die über die Haus‐Elektroverkabelung ihren “Funk­ruf” aus­sen­den. In Zukunft wer­den ver­stärkt leis­tungs­fä­hi­ge Daten­über­tra­gungs­sys­te­me auf Strom­netz­ba­sis erwar­tet, die dann zum Teil sogar in Kon­kur­renz zum klas­si­schen Telefon‐/Datennetz tre­ten sol­len. Abge­se­hen von Pilot­net­zen hat die­ses Über­tra­gungs­sys­tem der­zeit aber kei­ne grö­ße­re Ver­brei­tung.

 

Plug‐in

Vom eng­li­schen Begriff „to plug“ — ein­ste­cken, stöp­seln – abge­lei­tet. Pro­gramm, das den ->Brow­ser ergänzt, indem es neue Daten­for­ma­te ver­ar­bei­ten kann. Das momen­tan meist­be­ach­te­te Plug‐ln ist ->Shock­wa­ve. Auch ande­re Appli­ka­tio­nen, die es bis­her nur als Hilfs­pro­gramm (Hel­per App­li­ca­ti­ons) gab, kön­nen in die Brow­ser inte­griert wer­den, z. B. ->Real Audio oder der ->Acro­bat Reader.

 

Plug&Play

Engl.: ein­ste­cken und spie­len. Ein Ver­fah­ren, um mög­lichst vie­le Gerä­te und Kar­ten in einem PC betrei­ben zu kön­nen, ohne etwas ein­stel­len zu müs­sen und ohne, dass es zu Kon­flik­ten kommt.

 

PNG‐Dateiformat

Inter­net­fä­hi­ges 24 Bit (PNG24) oder 8Bit (PNG8) – Datei­for­mat, wel­ches die Vor­tei­le von jpeg und gif ver­eint: Fei­ne Farb­ab­stu­fun­gen, Hell‐Dunkel‐Abstufungen blei­ben erhal­ten und gleich­zei­tig kön­nen Hin­ter­grund­trans­pa­ren­zen erstellt wer­den. Nach­tei­le: Meist ist die Daten­men­ge nach der Kom­pres­si­on grö­ßer als bei den Kon­kur­renz­for­ma­ten und nicht alle Brow­ser kön­nen PNG‐Dateien dar­stel­len.

 

Podcast/Podcasting

Pod­cas­ting ist ein aus den Ele­men­ten iPod und Broad­cas­ting zusam­men­ge­setz­ter Begriff, der das Her­stel­len und Anbie­ten von Medi­en­da­tei­en (Audio‐ oder als Video‐Podcast) über das Inter­net bezeich­net. Pod­cast bezeich­net die Rei­he von Audio‐ oder Video­for­ma­ten eines Anbie­ters, die über das Inter­net bezo­gen wer­den kann.

 

PoI (Point of Interconnection)

Übergabe‐/Zusammenschaltungspunkt zwi­schen den Net­zen ver­schie­de­ner Anbie­ter.

 

Polarisation

Bezeich­nung für die Aus­rich­tung der von einer Sen­de­an­ten­ne aus­ge­strahl­ten Wel­len. Satel­li­ten­pro­gram­me wer­den u. a. in den Pola­ri­sa­ti­ons­ebe­nen V = ver­ti­kal und H = hori­zon­tal aus­ge­strahlt.

 

POP

1. Point of Pre­sence. Ein­wähl­kno­ten eines Internet‐Anbieters.

2. Post Office Pro­to­col. Das ->Pro­to­koll mit dem der ->Mail‐Server des
->Pro­vi­ders im ->Inter­net arbei­tet.

 

POP3‐Server

Pro­gramm, das beim ->Pro­vi­der die Post­fä­cher für den eMail‐Empfang orga­ni­siert.

 

Pop‐Up

Ein Pop‐Up ist ein Fens­ter, das kurz­fris­tig über allen ande­ren Fens­tern ange­zeigt wird. In einem Pop‐Up wer­den oft zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen, z. B. Worter­läu­te­run­gen ange­zeigt.

 

Pop‐Up‐Blocker

Funk­ti­on oder Pro­gramm, die oder das das uner­wünsch­te Öff­nen von ->Pop‐Ups ver­hin­dert

 

Pornografie

Eine gesetz­li­che Defi­ni­ti­on des Begriffs exis­tiert nicht. Grund­sätz­lich ist zwi­schen sog. har­ter und ein­fa­cher Por­no­gra­fie zu unter­schei­den. Von der Recht­spre­chung wird die sog. ein­fa­che Por­no­gra­fie defi­niert als gro­be Dar­stel­lung des Sexu­el­len in dras­ti­scher Direkt­heit, die in einer den Sexu­al­trieb auf­sta­cheln­den oder die Geschlecht­lich­keit in den Schmutz zie­hen­den oder lächer­lich machen­den Wei­se den Men­schen zum blo­ßen (aus­wech­sel­ba­ren) Objekt geschlecht­li­cher Begier­de oder Betä­ti­gung jed­we­der Art degra­diert. Zu berück­sich­ti­gen sind dabei auch die vom Bun­des­ge­richts­hof (BGH) ent­wi­ckel­ten Kri­te­ri­en der auf­dring­lich ver­grö­bern­den, anrei­ße­ri­schen, ver­zer­ren­den, unrea­lis­ti­schen Dar­stel­lung, die ohne Sinn­zu­sam­men­hang mit ande­ren Lebens­äu­ße­run­gen bleibt oder gedank­li­che Inhal­te zum blo­ßen Vor­wand für pro­vo­zie­ren­de Sexua­li­tät nimmt. Der Begriff der sog. har­ten Por­no­gra­fie ist in §§ 184 a und b Straf­ge­setz­buch (StGB) bestimmt: zur har­ten Por­no­gra­fie wer­den por­no­gra­fi­sche Schrif­ten gezählt, die Gewalt­tä­tig­kei­ten, sexu­el­le Hand­lun­gen von Men­schen mit Tie­ren oder den sexu­el­len Miss­brauch von Kin­dern zum Gegen­stand haben. Wäh­rend Ange­bo­te, die har­te Por­no­gra­fie sind, nach § 4 Abs. 1 Nr. 10 ->JMStV im ->Rund­funk und in ->Tele­me­di­en gene­rell unzu­läs­sig sind, sind ein­fach por­no­gra­fi­sche Ange­bo­te nach § 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 JMStV zwar im Rund­funk gene­rell unzu­läs­sig, in Tele­me­di­en aber zuläs­sig, wenn von Sei­ten des Anbie­ters mit­tels eines
->Alters­ve­ri­fi­ka­ti­ons­sys­te­mes sicher­ge­stellt ist, dass sie nur Erwach­se­nen zugäng­lich sind.

 

Port

Anschluss für den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen Kom­po­nen­ten eines Com­puters, zwi­schen meh­re­ren Com­pu­tern unter­ein­an­der oder exter­nen Gerä­ten mit dem Com­pu­ter.

 

Portal

Der Aus­druck Por­tal (vom latei­ni­schen por­ta, “Pfor­te”) bezeich­net: in der Infor­ma­tik einen zen­tra­len Zugang, über den man auf indi­vi­du­ell zuge­schnit­te­ne, unter­neh­mens­in­ter­ne und exter­ne Infor­ma­tio­nen und Diens­te zugrei­fen kann. Als ver­ein­fach­ten Spe­zi­al­fall hier­von gibt es im ->Inter­net eine spe­zi­el­le Form einer Home­page, die meist als Start­sei­te zu einem bestimm­ten The­ma gestal­tet ist.

 

Posten

Das Ver­sen­den eines ->Arti­kels an den ->News‐Server im ->Use­net.

 

Post‐Ident‐Verfahren

Im Ver­sand­han­del ist es die per­sön­li­che Abnah­me einer Lie­fe­rung bei der Post. Mit Blick auf ->Alters­ve­ri­fi­ka­ti­ons­sys­te­me bie­tet es die Mög­lich­keit, das Alter des Nut­zers durch per­sön­li­chen Kon­takt fest­zu­stel­len.

 

Postmaster

Die Per­son, die in einem Netz für die eMail‐Organisation ver­ant­wort­lich ist.

 

Postproduction

Tech­ni­sche Nach­be­ar­bei­tung einer Fernseh‐ oder Video­pro­duk­ti­on ein­schließ­lich Schnitt, Mischung, Syn­chro­ni­sa­ti­on oder Ver­to­nung, Ein­fü­gen von Tricks und ande­ren Effek­ten, von Schrif­ten usw.

 

Post‐Rolls

Wer­be­spots im Online­be­reich, die nach dem Video Con­tent geschal­tet wer­den. Sie gehö­ren zu den ->Line­ar Video Ads.

 

PostScript

Gerä­te­un­ab­hän­gi­ge Sei­ten­be­schrei­bungs­spra­che für die Aus­ga­be von Druck­da­ten.

 

Powerline

Power­line ist eine Zugangs­tech­nik für Tele­fo­nie und Daten­über­tra­gung über die Strom­lei­tung. Es han­delt sich dabei um die Über­tra­gung digi­ta­ler Signa­le über Niederspannungs‐Verteilnetze, wobei die Strom­ka­bel als Über­tra­gungs­me­di­um für Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on und VoIP die­nen.

 

PowerLine Communication ->PLC

 

PPC ->Pay‐per‐channel

 

PPP (Point‐to‐Point Protocol)

->Pro­to­koll für seri­el­le Ein­wahl­ver­bin­dun­gen. Siche­rer als ->SLIP und bes­ser für Über­tra­gun­gen geeig­net.

 

PPTP (Point‐to‐Point Tunnelung Protocol)

->Pro­to­koll, das den Auf­bau eines ->Extra­nets erlaubt. Dabei wird der Daten­ver­kehr zwi­schen zwei Sta­tio­nen ver­schlüs­selt über das ->Inter­net über­tra­gen.

 

PPV ->Pay‐per‐view

 

Prepaid‐Karte

Auf der prepaid‐Karte ist ein im Vor­aus bezahl­tes Gut­ha­ben für das Han­dy gespei­chert. Sie erleich­tert es, die Kon­trol­le über die Kos­ten zu behal­ten, da nur der auf­ge­la­de­ne Betrag für Telefon‐, Internet‐ und sons­ti­ge Funk­tio­nen des Han­dys ver­braucht wer­den kann.

 

Pre‐Rolls

Wer­be­spots im Online­be­reich, die vor dem eigent­li­chen Video Con­tent geschal­tet wer­den. Sie gehö­ren zu den ->Line­ar Video Ads.

 

Preselection

Wech­sel von der Tele­kom zu einer der neu­en Tele­fon­ge­sell­schaf­ten. Die Ein­wahl zum Telefon‐Provider erfolgt im Regel­fall über eine zusätz­li­che Vor­wahl.

 

Presence Provider

->Pro­vi­der, der für sei­ne Kun­den Internet‐Präsenz ein­rich­tet.

 

Presseähnliches Angebot

Nach der Defi­ni­ti­on in § 2 Abs. 2 Nr. 20 ->RStV sind nicht nur elek­tro­ni­sche Aus­ga­ben von Print­me­di­en, son­dern alle journalistisch‐redaktionell gestal­te­ten Ange­bo­te, die nach Gestal­tung und Inhalt Zei­tun­gen oder Zeit­schrif­ten ent­spre­chen, sol­che Ange­bo­te. Nichts­en­dungs­be­zo­ge­ne pres­se­ähn­li­che Ange­bo­te sind nach § 11d Abs. 2 Nr. 3 3. Halb­satz RStV in Tele­me­di­en­an­ge­bo­ten der ARD, des ZDF und des Deu­trsch­land­ra­dio nicht zuläs­sig.

 

Pressefreiheit

Bezeich­net i.e.S. das Recht der Pres­se, i.w.S. das Recht sämt­li­cher ->Mas­sen­me­di­en auf freie Aus­übung ihrer Tätig­keit, vor allem das unzen­sier­te Ver­öf­fent­li­chen von Infor­ma­tio­nen und Mei­nun­gen. Die Pres­se­frei­heit dient dazu, die Meinungs(bildungs)freiheit abzu­si­chern. Sie ist in Art. 5 Abs. 1 ->GG gewähr­leis­tet.

 

Preview

1. Eine Funk­ti­on zur Vor­aus­schau, um sich z. B. das Ergeb­nis vor der Fer­tig­stel­lung anzu­se­hen.

2. (tech­ni­sche) Vor­be­sich­ti­gung (z. B. von in Pro­duk­ti­on befind­li­chen Fil­men).

 

Prime Time

Abend­li­che Haupt­sen­de­zeit mit der im Tages­ver­lauf höchs­ten Gesamt­nut­zung des Fern­se­hens; die “Prime Time” wird in Deutsch­land von den ein­zel­nen Sen­dern inner­halb eines Zeit­rah­mens von i.d.R. 18.00–23.00 Uhr unter­schied­lich ein­ge­grenzt.

 

Privater Rundfunk

Sam­mel­be­griff für die seit der ers­ten Hälf­te der 80er Jah­re auf­ge­bau­te zwei­te Säu­le des ->dua­len Rund­funk­sys­tems in der Bun­des­re­pu­blik neben dem
->öffentlich‐rechtlichen Rund­funk. Die­se Säu­le besteht wei­test­ge­hend aus kom­mer­zi­el­len, aus Rund­funk­wer­bung finan­zier­ten Hörfunk‐ und Fern­seh­ver­an­stal­tern. Die pri­va­ten Ver­an­stal­ter wer­den von exter­nen gesell­schaft­li­chen Kon­troll­in­stan­zen, den ->Lan­des­me­di­en­an­stal­ten, über­wacht. An die Pro­gram­me die­ser Ver­an­stal­ter wer­den ver­fas­sungs­recht­lich wie lan­des­ge­setz­lich gerin­ge­re Anfor­de­run­gen gestellt als an Pro­gram­me öffentlich‐rechtlicher Pro­ve­ni­enz.

 

Privatkopie

Laut § 53 ->UrhG sind Kopi­en von Medi­en jeder Art für den pri­va­ten Gebrauch zuläs­sig, sofern sie ent­ste­hen, ohne dass ein vom Urhe­ber vor­ge­se­he­ner Kopier­schutz umgan­gen wird. Des­halb stellt die Über­spie­lung auf ein ana­lo­ges Medi­um (z. B. eine Audio­kas­set­te) kein Pro­blem dar, da kein Kopier­schutz umgan­gen wird. Pro­gram­me, die den Kopier­schutz auf­he­ben, dür­fen nicht ver­trie­ben oder ange­wen­det wer­den. Für Com­pu­ter­pro­gram­me gilt eine eige­ne Rege­lung
(->Sicher­heits­ko­pie).

 

Privatsphäre

Der Schutz der Pri­vat­sphä­re, d. h. des Bereichs, zu dem ande­re Men­schen nach der sozia­len Anschau­ung nur inso­weit Zugang haben, als ihnen der Betrof­fe­ne Ein­blick gewährt, wirkt in drei Rich­tun­gen: Der Schutz erfasst den häus­li­chen Bereich, die beson­ders geschütz­te Sphä­re ört­li­cher Abge­schie­den­heit außer­halb des häus­li­chen Bereichs sowie – unab­hän­gig vom räum­li­chen Bereich, inner­halb des­sen sie sich ereig­nen oder wir­ken — Ange­le­gen­hei­ten, die wegen ihres Infor­ma­ti­ons­in­halts typi­scher­wei­se als „pri­va­te“ Ange­le­gen­hei­ten bewer­tet wer­den. Der beson­de­re Schutz von Ehe und Fami­lie in Art. 6 GG, der Woh­nung in Art. 13 GG sowie der Reli­gi­on in Art. 4 GG bil­den einen ver­fas­sungs­recht­li­chen Anknüp­fungs­punkt dafür, die­se Lebens­be­rei­che der im Ver­gleich zur Sozi­al­sphä­re und Öffent­lich­keits­sphä­re stär­ker geschütz­ten Pri­vat­sphä­re zuzu­ord­nen.

In die Pri­vat­sphä­re darf nicht ohne zwin­gen­den Grund ein­ge­grif­fen wer­den. Dem Betrof­fe­nen bleibt hier grund­sätz­lich vor­be­hal­ten, wel­cher Öffent­lich­keit er sich in sei­ner Per­sön­lich­keit dar­stellt. Der Schutz der Pri­vat­sphä­re ist aber — anders als der­je­ni­ge der ->Intim­sphä­re — kein abso­lu­ter. Der Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re kann gerecht­fer­tigt sein, wenn die wahr­heits­ge­mä­ße Auf­klä­rung über Vor­gän­ge aus dem pri­va­ten Lebens­be­reich einer Per­son aus beson­de­ren Grün­den für die All­ge­mein­heit von Bedeu­tung ist. Eine aus dem Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen Per­sön­lich­keits­rech­ten und Äuße­rungs­rech­ten erfor­der­lich wer­den­de Interessen­abwägung kann ein Über­ge­wicht des Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­ses der Öffent­lich­keit gegen­über den per­sön­li­chen und pri­va­ten Belan­gen des Betrof­fe­nen erge­ben.

 

Privatsphäre‐Einstellungen

In sozia­len Netz­wer­ken gibt es Ein­stel­lun­gen, über die der Nut­zer u.a. bestim­men kann, wer von den ande­ren Nut­zern des Netz­werks Zugriff auf sei­ne per­sön­li­chen Daten hat, sowie Freundes‐Listen ver­wal­ten kann.

 

Product placement / Produktplatzierung

In Film und Fern­se­hen ein­ge­setz­te Wer­be­maß­nah­me, bei der das jewei­li­ge Pro­dukt schein­bar zufäl­lig aber erkenn­bar ins Bild gebracht wird. Als ->Schleich­wer­bung im Rund­funk in Deutsch­land lan­ge Zeit unzu­läs­sig.

Nach der Umset­zung der ->AVMD‐Richtlinie gilt für den Rund­funk­be­reich in Deutsch­land Fol­gen­des: Pro­dukt­plat­zie­run­gen sind nach § 2 Abs. 2 Nr. 11 ->RStV die gekenn­zeich­ne­te Erwäh­nung oder Dar­stel­lung von Waren, Dienst­leis­tun­gen, Namen, Mar­ken, Tätig­kei­ten eines Her­stel­lers von Waren oder eines Erbrin­gers von Dienst­leis­tun­gen in Sen­dun­gen gegen Ent­gelt oder eine ähn­li­che Gegen­leis­tung mit dem Ziel der Absatz­för­de­rung. Sol­che Produkt‐platzierungen sind nach § 44 ->RStV in Kino­fil­men, Fil­men und Seri­en, Sport­sen­dun­gen und Sen­dun­gen der leich­ten Unter­hal­tung, sofern es sich nicht um Sen­dun­gen für Kin­der han­delt, zuläs­sig. Sen­dun­gen, die neben unter­hal­ten­den Ele­men­ten im Wesent­li­chen infor­mie­ren­den Cha­rak­ter wie z.B. Verbraucher‐ und Rat­ge­ber­sen­dun­gen mit Unter­hal­tungs­ele­men­ten haben, sind kei­ne Sen­dun­gen der leich­ten Unter­hal­tung. Pro­dukt­plat­zie­run­gen sind fer­ner grund­sätz­lich zuläs­sig, wenn sie unent­gelt­lich erfol­gen und bestimm­te Waren oder Dienst­leis­tun­gen als Pro­duk­ti­ons­hil­fen oder als Prei­se kos­ten­los für die Ein­be­zie­hung in eine Sen­dung zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Zuläs­si­ge Pro­dukt­plat­zie­run­gen müs­sen zudem fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen erfül­len: (a) Die redak­tio­nel­le Ver­ant­wor­tung und Unab­hän­gig­keit hin­sicht­lich Inhalt und Sende‐platz muss unbe­ein­träch­tigt blei­ben. (b) Die Pro­dukt­plat­zie­rung darf nicht unmit­tel­bar zu Kauf, Mie­te oder Pacht von Waren oder Dienst­leis­tun­gen auf­for­dern, ins­be­son­de­re nicht durch spe­zi­el­le ver­kaufs­för­dern­de Hin­wei­se auf die­se Waren oder Dienst­leis­tun­gen. © Das plat­zier­te Pro­dukt darf nicht zu stark her­aus­ge­stellt wer­den. Die Pro­dukt­plat­zie­rung muss inso­weit redak­tio­nell gerecht­fer­tigt sein. (d) Auf eine Pro­dukt­plat­zie­rung muss grund­sätz­lich ein­deu­tig hin­ge­wie­sen wer­den (§ 7 Abs. 7 Satz 7 ->RStV).

 

Profil

Für jeden Nut­zer eines sozia­len Netz­werks wird auto­ma­tisch ein Pro­fil erstellt, auf dem er i.S. einer digi­ta­len Iden­ti­tät Infor­ma­tio­nen über sich preis­ge­ben kann. Pro­fi­le die­nen der Selbst­dar­stel­lung im Netz­werk.

Profilanalyse

Beschreibt die Nut­zer oder Nicht‐Nutzer einer Sen­dung bezüg­lich der Merk­ma­le einer Struk­tur­er­he­bung (z.B. sozio­de­mo­gra­fi­sche Merk­ma­le, Kon­sum­ge­wohn­hei­ten oder Kauf­ab­sich­ten) und gibt damit einen Über­blick über Nut­zer­pro­fi­le.

Programmbeirat

Nach § 30 ->RStV eine viel­falts­si­chern­de Maß­nah­me im Fern­seh­be­reich. Der Pro­gramm­bei­rat hat nach § 32 ->RStV die Pro­gramm­ver­ant­wort­li­chen, die Geschäfts­füh­rung des Pro­gramm­ver­an­stal­ters und die Gesell­schaf­ter bei der Gestal­tung des Pro­gramms zu bera­ten. Der Pro­gramm­bei­rat soll durch Vor­schlä­ge und Anre­gun­gen zur Siche­rung der Mei­nungs­viel­falt und Plu­ra­li­tät des Pro­gramms bei­tra­gen. Mit der Ein­rich­tung eines Pro­gramm­bei­rats durch den Ver­an­stal­ter ist des­sen wirk­sa­mer Ein­fluss auf das Fern­seh­pro­gramm durch Ver­trag oder Sat­zung zu gewähr­leis­ten.

 

Programmbeschwerde

Beschwer­de von Bür­gern oder Insti­tu­tio­nen über Rund­funk­pro­gram­me pri­va­ter oder öffentlich‐rechtlicher Ver­an­stal­ter. Als Bür­ger­ser­vice zur geziel­ten Wei­ter­lei­tung von Pro­gramm­be­schwer­den wur­de durch die LMS am 23.4.2004 das Inter­net ->Por­tal „www.programmbeschwerde.de“ ein­ge­rich­tet und in der Fol­ge als Ser­vice der ->ALM über­nom­men.

Link: www.programmbeschwerde.de

 

Programmbouquet

Ein Programm‐ oder Dienste‐Bouquet ist eine Zusam­men­stel­lung ver­schie­de­ner Diens­te oder Pro­gram­me eines Dienste‐ bzw. Pro­gramm­an­bie­ters oder meh­re­rer Dienste‐ bzw. Pro­gramm­an­bie­ter. § 2 Abs. 2 Nr. 12 ->RStV defi­niert als Pro­gramm­bou­quet „die Bün­de­lung von Pro­gramm und Diens­ten, die in digi­ta­ler Tech­nik unter einem elek­tro­ni­schen Pro­gramm­füh­rer ver­brei­tet wer­den.“

 

Programmgrundsätze

In den jewei­li­gen Rund­funk­ge­set­zen und teil­wei­se zusätz­lich in Rechts­ak­ten der Rund­funk­ver­an­stal­ter for­mu­lier­te Richt­li­ni­en für die Pro­gramm­ge­stal­tung, an wel­che die Rund­funk­ver­an­stal­ter gebun­den sind und deren Ein­hal­tung im
->öffentlich‐rechtlichen Rund­funk vom jewei­li­gen ->Rund­funk­rat und für den
->pri­va­ten Rund­funk durch die ->Lan­des­me­di­en­an­stal­ten kon­trol­liert wird.  Mit unter­schied­li­chen For­mu­lie­run­gen im ein­zel­nen sind heu­te zumeist fol­gen­de Punk­te gere­gelt: 1) die Ver­pflich­tung auf die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung der Bun­des­re­pu­blik, 2) die Ach­tung der Men­schen­wür­de, 3) die Auf­for­de­rung, für Frie­den, Frei­heit und Völ­ker­ver­stän­di­gung ein­zu­tre­ten, 4) die Pflicht, das gesell­schaft­li­che Mei­nungs­spek­trum mög­lichst umfas­send und fair wider­zu­spie­geln, 5) die Ver­pflich­tung zu wahr­heits­ge­treu­er und sach­li­cher Bericht­erstat­tung sowie zur sau­be­ren Tren­nung von Nach­rich­ten und Kom­men­ta­ren und schließ­lich 6) das Recht zur Kri­tik wie das Recht kri­ti­sier­ter Per­so­nen oder Insti­tu­tio­nen, ihre Gegen­po­si­ti­on dar­zu­le­gen.

 

Proprietär (ausschließlich)

Nicht platt­form­über­grei­fend, was der ->Internet‐Philosophie wider­spricht.
->Online‐Dienste, wie ->Com­pu­Ser­ve und ->AOL sind pro­prie­tär.

 

Protokoll

Regeln, um die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Rech­nern bzw. Anwen­dern in einem offe­nen, ->hete­ro­ge­nen Ver­bund zu rea­li­sie­ren, und den Nach­rich­ten­aus­tausch zwi­schen Part­nern zu koor­di­nie­ren.

 

Provider

Eng­li­scher Ober­be­griff für elek­tro­ni­sche Dienstleistungs‐Anbieter. Es kann dabei u. a. zwi­schen fol­gen­den Pro­vi­dern unter­schie­den wer­den:

Net‐Provider = Anbie­ter eines tech­ni­schen Netz­zu­gan­ges

Service‐Provider = Anbie­ter eines netz­ba­sier­ten Dienst­leis­tungs­bün­dels

Content‐Provider = Anbie­ter platt­form­un­ab­hän­gi­ger Informationen/Programme.

 

Proxy‐Server

Pro­xy ->Ser­ver wer­den dazu ein­ge­setzt, um die über das Inter­net zu trans­por­tie­ren­de Daten­men­ge zu redu­zie­ren. Ange­bo­te, die beson­ders vie­le User ankli­cken, wer­den von die­sen Rech­nern zwi­schen­ge­spei­chert, damit sie nicht immer über die vol­le Stre­cke zwi­schen dem Ser­ver des Anbie­ters und dem Rech­ner des Nut­zers trans­por­tiert wer­den müs­sen. Pro­xies ver­wal­ten einen gro­ßen ->Cache, um den ->Cli­ents häu­fig ange­for­der­te Daten beson­ders schnell lie­fern zu kön­nen.

 

Prozessor (s. auch CPU)

Ver­ei­nigt das Rechen‐ und Steu­er­werk sowie die Steu­er­ein­heit auf einem Chip.

 

Pseudonym

Ein frei gewähl­ter Fan­ta­sie­na­me, der in vie­len ->Mail­bo­xen und ->Online‐Diensten als Benut­zer­ken­nung anstel­le des rich­ti­gen Namens (->Real­na­me) ver­wen­det wird.

 

Public Domain ->PD

 

Public Key

Engl.: Öffent­li­cher Schlüs­sel. Dabei kön­nen Nach­rich­ten mit einem öffent­lich, all­ge­mein zugäng­li­chen Schlüs­sel chif­friert, aber nur mit einem zwei­ten, gehei­men Schlüs­sel wie­der dechif­friert wer­den. Qua­si der Stan­dard mit dem Ver­schlüs­se­lungs­pro­gram­me wie ->PGP arbei­ten.

 

PVR (Personal Video Recorder) ->DVR

 

PWLAN ->WLAN