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Glossar der LMS — Buchstabe Z

Z 3

Von Kon­rad ->Zuse ent­wi­ckel­te Rechen­an­la­ge. Die ers­te funk­ti­ons­fä­hi­ge elek­tro­me­cha­ni­sche Rechen­ma­schi­ne, die bereits das Dual­sys­tem und die Gleit­kom­ma­dar­stel­lung ver­wen­de­te.

 

zapping

engl.: to zap — abknal­len, fer­tig­ma­chen. Hin‐ und Her­sprin­gen des Zuschau­ers zwi­schen ver­schie­de­nen Fern­seh­pro­gram­men, viel­fach, um der Wer­bung zu ent­ge­hen.

 

ZAW

Als Dach­ver­band der deut­schen Wer­be­wirt­schaft koor­di­niert der Zen­tral­aus­schuss der Wer­be­wirt­schaft e.V. (ZAW) die unter­schied­li­chen Auf­fas­sun­gen inner­halb der Bran­che. Er ist das Sprach­rohr sei­ner 43 Mit­glieds­ver­bän­de der

- wer­bungtrei­ben­den Wirt­schaft,

- Wer­be­agen­tu­ren,

- Wer­bungdurch­füh­ren­den und Wer­be­mit­tel­her­stel­lern sowie

- Wer­be­be­ru­fen und Markt­for­schung.

Der ZAW ver­tritt die Wer­be­wirt­schaft in allen grund­sätz­li­chen Posi­tio­nen nach außen und bil­det den “run­den Tisch” für die For­mu­lie­rung der gemein­sa­men Poli­tik und den Inter­es­sen­aus­gleich aller am Wer­be­ge­schäft Betei­lig­ten.

Link: www.zaw.de

 

ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen)

Das ZDF ist die von allen Bun­des­län­dern getra­ge­ne öffentlich‐rechtliche Fern­seh­an­stalt mit gesamt­deut­schem Pro­gramm­auf­trag. 1961 gegrün­det, hat das ZDF am 1. April 1963 sei­nen Sen­de­be­trieb auf­ge­nom­men. Die Orga­ni­sa­ti­on des ZDF ent­spricht der aller öffentlich‐rechtlichen Rund­funk­an­stal­ten und wie die­se finan­ziert sich das ZDF durch sei­nen Anteil an den ->Rund­funk­ge­büh­ren.

Link: www.zdf.de

 

Zeitbombe

Spe­zi­el­le, häu­fig vor­kom­men­de Form eines ->Virus, der zu einem genau fest­ge­leg­ten Zeit­punkt Daten zer­stört. Der bekann­tes­te Ver­tre­ter die­ses Gen­re ist der Michelangelo‐Virus. Ein belieb­ter Zeit­punkt, an dem die Zeit­bom­be “hoch­geht”, ist Frei­tag, der 13.

 

Zeitpartagierung

Dar­un­ter ver­steht man die Tei­lung eines Kabel­plat­zes unter meh­re­ren Pro­gram­men in der Wei­se, dass jedes der Pro­gram­me nicht wäh­rend des gan­zen Tages, son­dern nur zu bestimm­ten Zei­ten auf die­sem Kabel­platz zu sehen ist. Dies ist weder für den Zuschau­er noch für die Pro­gramm­ver­an­stal­ter opti­mal; auf die­se Wei­se wird jedoch dem Umstand Rech­nung getra­gen, dass es mehr Pro­gramm­ver­an­stal­ter als Kabel­plät­ze gibt.

 

Zensur

Zen­sur (vom latei­ni­schen „cen­sura“) ist ein Ver­fah­ren eines Staa­tes oder einer Gemein­schaft, um Infor­ma­tio­nen oder ande­re durch ->Mas­sen­me­di­en ver­mit­tel­te Inhal­te zu kon­trol­lie­ren, zu unter­drü­cken oder im eige­nen Sinn zu steu­ern.

Vor allem Nach­rich­ten, künst­le­ri­sche Äuße­run­gen und Mei­nungs­äu­ße­run­gen sind Gegen­stän­de der Zen­sur. Sie dient über­wie­gend dem Ziel, das Geis­tes­le­ben in poli­ti­scher, sitt­li­cher und/oder reli­giö­ser Hin­sicht zu kon­trol­lie­ren.

Arti­kel 5 Abs. 1 des Grund­ge­set­zes bestimmt: „Jeder hat das Recht, sei­ne Mei­nung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu ver­brei­ten und sich aus all­ge­mein zugäng­li­chen Quel­len unge­hin­dert zu unter­rich­ten. Die Pres­se­frei­heit und die Frei­heit der Bericht­erstat­tung durch Rund­funk und Film wer­den gewähr­leis­tet. Eine Zen­sur fin­det nicht statt.“ Arti­kel 5 Abs. 2 des Grund­ge­set­zes führt wei­ter aus: „Die­se Rech­te fin­den ihre Schran­ken in den Vor­schrif­ten der all­ge­mei­nen Geset­ze, den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen zum Schut­ze der Jugend und in dem Recht der per­sön­li­chen Ehre.“ Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­bie­tet Art. 5 Abs. 1 S. 3 GG aus­schließ­lich die Vor­zen­sur. Als Vor‐ oder Prä­ven­tiv­zen­sur wer­den dabei ein­schrän­ken­de Maß­nah­men vor der Her­stel­lung oder Ver­brei­tung eines Geis­tes­wer­kes, ins­be­son­de­re das Abhän­gig­ma­chen von behörd­li­cher Vor­prü­fung und Geneh­mi­gung sei­nes Inhalts (Ver­bot mit Erlaub­nis­vor­be­halt) bezeich­net. Dage­gen soll die Nach­zen­sur in den Gren­zen des Art. 5 Abs. 2 GG erlaubt sein.

Nach dem Jugend­schutz­ge­setz bedür­fen bestimm­te Medi­en, Fil­me bezie­hungs­wei­se DVDs und Video­kas­set­ten und eben­so Com­pu­ter­spie­le, nicht jedoch etwa Bücher, einer Alters­frei­ga­be. Es han­delt sich hier­bei um ein staat­li­ches Kenn­zeich­nungs­ver­fah­ren. Die dafür not­wen­di­ge gut­ach­ter­li­che Prü­fung der Medi­en erfolgt durch die ->FSK bezie­hungs­wei­se ->USK. Nicht gekenn­zeich­ne­te Medi­en dür­fen nur Erwach­se­nen zugäng­lich gemacht wer­den. Es ist umstrit­ten, ob ein sol­ches Kenn­zeich­nungs­ver­fah­ren gegen das Zen­sur­ver­bot des Grund­ge­set­zes ver­stößt.

Im Fal­le einer ange­nom­me­nen erheb­li­chen Gefähr­dung von Jugend­li­chen kann bei nicht gekenn­zeich­ne­ten Medi­en eine Indi­zie­rung durch die
->Bun­des­prüf­stel­le für jugend­ge­fähr­den­de Medi­en erfol­gen, die ins­be­son­de­re mit einem weit rei­chen­den Ver­bot von Wer­bung und Ver­sand­han­del ver­bun­den ist und somit das Medi­um oft ganz vom Markt ver­schwin­den lässt, da es nicht mehr wirt­schaft­lich ver­trie­ben wer­den kann. Das Indi­zie­rungs­ver­fah­ren setzt nach Ver­öf­fent­li­chung des Medi­ums ein und ist des­halb kein Fall der Vor­zen­sur.

Bei einem Ver­stoß gegen straf­recht­li­che Bestim­mun­gen kön­nen Medi­en ver­bo­ten und beschlag­nahmt und ihre Ver­fas­ser bestraft wer­den. Ein­schlä­gig sind hier u. a. “har­te” Por­no­gra­phie (StGB, § 184), Gewalt­dar­stel­lun­gen (§ 131), Beschimp­fung von Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten (§ 166), die Ver­wen­dung von Sym­bo­len ver­fas­sungs­feind­li­cher Orga­ni­sa­tio­nen (§ 86a), Anlei­tung zu Straf­ta­ten (§ 130a) oder Volks­ver­het­zung ein­schließ­lich der Leug­nung des Holo­caust (§ 130). Nach (fast) ein­hel­li­ger Mei­nung han­delt es sich bei straf­pro­zes­sua­len Maß­nah­men nicht um Zen­sur­fäl­le.

Die Zen­sur im ->Inter­net unter­schei­det sich nicht grund­sätz­lich von der Zen­sur ande­rer Medi­en. Eine Vor­zen­sur ist auf­grund der dezen­tra­len Struk­tur des Inter­nets nicht mög­lich. Die Nach­zen­sur im Inter­net ist nur schwer, wenn über­haupt effek­tiv zu errei­chen, da Staats­gren­zen im Inter­net nicht exis­tie­ren. Dar­aus ergibt sich eine hohe Kom­ple­xi­tät recht­li­cher Fra­gen, da Unver­ein­bar­kei­ten zwi­schen Rechts­sys­te­men nicht lös­bar sind. Regie­run­gen und staat­li­che Orga­ne kön­nen durch das Sper­ren von Web­sei­ten, die in ihrem Rechts­be­reich lie­gen, auch die Bür­ger ande­rer Staa­ten von die­sen Infor­ma­tio­nen abhal­ten, jedoch kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Bür­ger sich Zugang zu ille­ga­len Infor­ma­tio­nen ver­schaf­fen, die im Aus­land lie­gen.

 

Zentralausschuss der Werbewirtschaft e.V. ->ZAW

 

Zentralverband der deutschen Empfängerindustrie ->ZVEI

 

Zielgruppe

Bevöl­ke­rungs­grup­pe mit glei­chen (sozio­de­mo­gra­fi­schen) Merk­ma­len, bei­spiels­wei­se unter­schie­den nach Alter oder Geschlecht, auf die das Kon­zept einer Sen­dung, eines Pro­gramms oder eines Pro­dukts aus­ge­rich­tet ist und die damit gezielt ange­spro­chen wer­den soll.

 

Zip‐Format (Dateiendung .zip)

Das wohl am ver­brei­tes­ten Pack­for­mat im ->Inter­net. Befin­det sich durch den
->Shareware‐Klas­si­ker Win­Zip auf nahe­zu jedem ->PC.

 

Zipping

Umge­hen von in Pro­gam­men ein­ge­blen­de­ter Wer­bung durch Über­sprin­gen der Wer­be­spots mit Hil­fe von (Videoband‐) Auf­zei­chun­gen.

 

Zitatregelung

Grund­sätz­lich ist die Ver­viel­fäl­ti­gung, Ver­brei­tung und öffent­li­che Wie­der­ga­be von Wer­ken bzw. Werk­tei­len im Sin­ne eines ‚Zitats’ gestat­tet. Sie ist bei Buch‐ oder Musik­zi­ta­ten in der Regel unpro­ble­ma­tisch. Für ein fil­mi­sches Zitat ist die gesetz­li­che Rege­lung jedoch noch enger gefasst:

- Das zitier­te Werk muss bereits erschie­nen sein und darf nicht geän­dert wer­den.

- Das zitier­te Werk darf nur in einem durch den Zweck gebo­te­nen Umfang genutzt wer­den.

- Das zitie­ren­de Werk muss ein selbst­stän­di­ges wis­sen­schaft­li­ches Werk sein.

Hin­sicht­lich der letzt­ge­nann­ten Bedin­gung kommt es häu­fig zu Aus­le­gungs­un­ter­schie­den zwi­schen Zitie­ren­dem und Zitier­tem über die Fra­ge, was als “selbst­stän­dig” zu betrach­ten ist.

 

Zombie PC

Bezeich­nung für einen Com­pu­ter, der einen Ein­dring­ling ganz oder teil­wei­se unter sei­ne Kon­trol­le gebracht hat. Dies geschieht ins­be­son­de­re über einen ->Virus, einen ->Wurm oder ein ->tro­ja­ni­sches Pferd. Hat sol­che ->Mal­wa­re den Rech­ner erfolg­reich infi­ziert, war­tet die­ser auf Anwei­sun­gen aus dem Inter­net. Die Urhe­ber des Sicher­heits­bruchs kön­nen dem PC dann jede belie­bi­ge Anwei­sung geben, das Gerät qua­si fern­steu­ern.

 

Zugangsberechtigung

Sie müs­sen Nut­zer eines Internet‐Angebots nach­wei­sen, wenn sie einen Dienst mit einer geschlos­se­nen Benut­zer­grup­pe besu­chen wol­len.

 

Zugriffsberechtigung

Bezeich­nung für Rech­te, die einem Anwen­der in einem ->Netz­werk, in einer
->Mail­box oder einem ande­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem durch den
->Admi­nis­tra­tor ein­ge­räumt wer­den.

 

Zulassung

Das Saar­län­di­sche Medi­en­ge­setz (->SMG) sieht vor (§ 43), dass pri­va­te Ver­an­stal­ter zur Ver­an­stal­tung von Rund­funk einer Zulas­sung bedür­fen. Über die Ertei­lung der Zulas­sung ent­schei­det im Saar­land der Medi­en­rat der LMS. Die Zulas­sung wird erteilt für die Pro­gramm­art (Hör­funk, Fern­se­hen), das Ver­brei­tungs­ge­biet, die Pro­gramm­ka­te­go­rie (Voll‐ oder Spar­ten­pro­gramm) und die Pro­gramm­dau­er.

 

Zusammenschaltung

Unter Zusam­men­schal­tung (engl.: Inter­con­nec­tion) ver­steht man jenen Netz­zu­gang, der die phy­si­sche und logi­sche Ver­bin­dung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen her­stellt, um Nut­zern, die an ver­schie­de­nen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen ange­schal­tet sind, die mit­tel­ba­re oder unmit­tel­ba­re Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ermög­li­chen.

 

Zuse

Kon­rad Zuse war einer der Pio­nie­re des Com­pu­ter­zeit­al­ters. Er leb­te von 1910 bis 1996. Er ent­wi­ckel­te die ers­te pro­gram­mier­ba­re Rechen­ma­schi­ne Z1, die jedoch feh­ler­haft war. Das 1941 ent­wi­ckel­te Nach­fol­ge­mo­dell ->Z 3 mit 2000 Relais funk­tio­nier­te dage­gen ein­wand­frei. Es ver­wen­de­te bereits das Dual­sys­tem und die Gleit­kom­ma­dar­stel­lung.

 

ZVEI (Zentralverband der deutschen Empfängerindustrie)

Inter­es­sens­ver­tre­tung der deut­schen Audio/Video‐Heimgeräteindustrie.

Link: www.zvei.org