Bild
Gütesiegel von Courage im Netz: Eine Hand, die Stopp zeigt

"Love is Love"

PM 09/2026: Verantwortung für Respekt und klare Positionierung gegen Hass und Hetze

Saarbrücken, 28. Mai 2026: Zum Christopher Street Day (CSD) SaarLorLux 2026 setzt die Initiative „Courage im Netz – Gemeinsam gegen Hass und Hetze" ein neues Zeichen: Mit einem LGBTQ*-Motiv und der Botschaft „Love is Love – Für Respekt. Gegen Hass." positioniert sie sich klar gegen Anfeindungen, Diskriminierung und digitale Gewalt.

Dass dies nötig ist, zeigt die Realität: Laut dem Lagebericht des Bundeskriminalamtes (BKA 2024) hat sich die Zahl der polizeilich gemeldeten Straftaten gegen LGBTQ*-Personen in den Bereichen „Sexuelle Orientierung" und „Geschlechtsbezogene Diversität" seit 2010 nahezu verzehnfacht – Gewaltdelikte machten 2023 rund 18 Prozent des gesamten Straftataufkommens aus. Hasskommentare, Beleidigungen und gezielte Angriffe gehören für viele Betroffene in sozialen Netzwerken nach wie vor zum Alltag. Die Initiative setzt dem etwas entgegen – sichtbar, unmissverständlich und mit starken Partnern im Rücken.

Erstmals öffentlich gezeigt wird das neue Motiv – entwickelt gemeinsam mit dem LGBTQ*-Beauftragten der Polizei des Saarlandes – beim CSD SaarLorLux 2026 auf der Festivalmeile in der Mainzer Straße, am Stand der Landespolizeidirektion. Dort stehen Ansprechpartner:innen für Fragen rund um das Projekt „Courage im Netz" zur Verfügung.

„Straftaten gegen LSBTIQ*-Personen, ob auf der Straße oder im Netz, sind Angriffe auf die Würde von Menschen und auf die Werte unseres demokratischen Zusammenlebens. Gerade digitale Hetze, Bedrohungen und Hasskommentare dürfen nicht verharmlost oder hingenommen werden. Mit dem neuen Motiv von ‚Courage im Netz‘ setzen wir zum CSD 2026 ein sichtbares Zeichen für Respekt, Vielfalt und konsequentes Vorgehen gegen Hasskriminalität“, so Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport.

„Anfeindungen, Bedrohungen und Diskriminierung gegenüber LGBTQ*-Personen haben in unserer Gesellschaft keinen Platz – weder auf der Straße noch im Netz. Wer Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität angreift, beleidigt oder bedroht, muss mit den Mitteln des Rechtsstaats rechnen. Denn das Recht schützt jeden Menschen gleich,“ sagt Petra Berg, Ministerin der Justiz.

„Vielfalt, Respekt und die freie Entfaltung der eigenen Identität sind Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaft – online wie offline. Gerade im Netz erleben gerade LGBTQ*-Personen vermehrt Hass, Anfeindungen und gezielte Herabwürdigung. KI-generierte Inhalte verschärfen das: Diskriminierende Botschaften und manipulative Darstellungen lassen sich heute schneller produzieren und verbreiten als je zuvor. Mit dem neuen Motiv von ‚Courage im Netz' setzen wir deshalb ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Hetze und für ein respektvolles Miteinander. Denn Demokratie braucht Haltung – auch im digitalen Raum," so Ruth Meyer, Direktorin der Landesmedienanstalt Saarland.

Hass im Netz trifft Menschen – und gefährdet die offene demokratische Debattenkultur insgesamt. „Courage im Netz" unterstützt Betroffene, verfolgt strafrechtlich relevante Inhalte konsequent und setzt ein klares Zeichen für Zivilcourage und Persönlichkeitsrechte im digitalen Raum.

Hinter der Initiative stehen: das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport mit der Landespolizeidirektion, das Ministerium der Justiz des Saarlandes (Staatsanwaltschaft Saarbrücken, Sonderdezernat Cybercrime), das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit (Landesjugendamt) sowie die Landesmedienanstalt Saarland (LMS).

Das neue Motiv gibt es ab sofort als Plakat und Postkarte kostenfrei bestellbar oder als digitale Version zum Download: www.LMSaar.de/courage

Pressekontakt

Denise Dräger und Julia Kaiser-Conrad
Leitung Pressestelle und
Büro der Direktorin