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Ina Goedert, stellvertretende Direktorin der LMS, mit den Preisträger:innen des Medienprojektpreises im Rahmen des Axel-Buchholz-Preises

„Axel Buchholz Preis 2026“ vergeben – Ausstellung der bepreisten Arbeiten

Gestern Abend ist im Studio Eins des Saarländischen Rundfunks auf dem Halberg in Saarbrücken zum elften Mal der „Professor Axel Buchholz Preis für journalistischen Schülernachwuchs des Saarlandes“, kurz: "Axel Buchholz Preis", verliehen worden.

Der Preis ist benannt nach dem ehemaligen Chefredakteur Hörfunk und stellvertretenden Hörfunkdirektor des Saarländischen Rundfunks. Der "Axel Buchholz Preis 2026" war in zehn Kategorien ausgeschrieben und dotiert mit einem Gesamtpreisgeld in Höhe von insgesamt 10.750 Euro.

Ab heute, 7. Mai, bis Sonntag, 9. August, sind die bepreisten Arbeiten in der Ausstellung „Medienkompetenz stärken – journalistischen Schülernachwuchs fördern – Präsentation der Preisträger-Arbeiten des Axel Buchholz Preises 2026“ im Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen zu sehen.

Übersicht der Preise und Preisträger:innen:

Ausgezeichnet wird das beste Medienprojekt aus allen Einreichungen (Preisgeld: 1.000 Euro).

Preisträgerin 2026: Medien-AG des Gymnasiums am Schloss; ausgezeichnet für „Praktische Medienarbeit und Medienkompetenz im schulischen Kontext

Jurybegründung:
Die Medien-AG des Gymnasiums am Schloss zeigt, wie Schülerinnen und Schüler Medien im schulischen Alltag eigenständig und praxisnah einsetzen. Der eingereichte Beitrag ist im Rahmen dieser Arbeit entstanden und verdeutlicht, wie Inhalte zielgruppengerecht und in zeitgemäßen Formaten umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Beiträge unterschiedlicher Formate, führen Interviews durch, dokumentieren Tagesgeschehen und setzen sich dabei nicht nur praktisch, sondern auch inhaltlich mit zentralen Aspekten der Mediennutzung auseinander, etwa im Bereich Social Media, digitaler Kommunikation und Medienkonsum. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von kreativer Medienproduktion und reflektierter Auseinandersetzung mit Medien innerhalb der AG. Die Arbeit der AG macht sichtbar, wie Medienkompetenz im schulischen Alltag fruchtbar gemacht werden kann.

Gesucht: die beste oder besonders förderungswürdige Schülerzeitung über die Kriterien Themenvielfalt, Relevanz der Themen, journalistische Qualität, Aufmachung und Layout sowie Erscheinungsrhythmus. (Preisgeld 1.500 Euro).

Preisträger 2026: „OHGenial“, Schülerzeitung des Otto Hahn Gymnasiums, Saarbrücken

Jurybegründung:
Die Schülerzeitung „OHGenial“ überzeugt mit einer angenehmen Mischung an Inhalten über das Schulleben, einem klar gegliederten, altersgerechten Layout und dem sehr praktischen DIN A5 Format. Ebenso auch das per KI erstellte Titelbild, welches an die Taschenbuchcomics unser aller Jugend erinnert und welches das Recherchieren und Schreiben, sowie das wichtige Thema der kulturellen Vielfalt selbstverständlich, sympathisch visualisiert. Besonders bemerkenswert aber ist, dass diese Arbeit von Fünft- bis Siebtklässlern erstellt wurde. Hier wird also sehr jungen Schülerinnen und Schülern ermöglicht auf unterschiedlichen Ebenen Dinge zu lernen, die man sonst in der Schule vielleicht nicht so einfach lernen kann. Und das ist, vordergründig, der Journalismus – das, wofür der Axel Buchholz Preis steht. Mit ihrem Engagement erlernen die Kinder Kompetenzen wie Teamarbeit, Organisation, strategische Planung, Verantwortung, die für den weiteren Lebensweg von großer Bedeutung sind.

Gesucht: die beste multimediale/crossmediale Präsenz über Kriterien wie Art, Intensität, Seriosität, journalistische Qualität, Relevanz und Optik der Auftritte auf klassischen Internet-Seiten und im Web 2.0 (Preisgeld 2.500 Euro).

Preisträger 2026: „gemsbex“, digitale Schülerzeitung der Galileo-Schule Bexbach auf Instagram und Facebook

Jurybegründung:
Die digitale Schülerzeitung der Reporter AG der Galileo-Schule Bexbach bietet auf Social Media (Instagram und Facebook) einen lebendigen Einblick in das Schulleben. Das Redaktionsteam überzeugt mit aktuellen ebenso wie mit hintergründigen und historisch orientierten Themen. Eine zeitgemäße, journalistisch vielfältige Schülerzeitung – mediengerecht online/digital!

Gesucht: die beste Jungjournalistin/der beste Jungjournalist mittels Auswertung der besten eingereichten Artikel. Kriterien sind Relevanz des Themas, journalistische Sorgfalt, Rechercheaufwand und -sorgfalt, journalistische Darstellungsform und Stil (Preisgeld 1.000 Euro).

Der beste Jungjournalist/die beste Jungjournalistin erhält zusätzlich die Möglichkeit zu Praktika beim Saarländischen Rundfunk und in der Pressestelle des Kultusministeriums. Außerdem nimmt der Landessieger am Bundeswettbewerb der Jugendpresse teil.

Preisträger 2026: „Wie Jugendliche im Netz der Werbung von Parteien ausgesetzt sind“, Video SR Young Reporter“ von Klara Bernardy, Freie Waldorfschule Saarbrücken

Jurybegründung:
Klara Bernardy überzeugt mit einem reflektierten Beitrag, der die Wirkung politischer Inhalte und Algorithmen in sozialen Medien für junge Menschen eindrucksvoll beleuchtet. Mit klarer Sprache und hoher gesellschaftlicher Relevanz leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz und zur demokratischen Bildung.

Gesucht:das pfiffigste und/oder besonders förderungswürdige Printprodukt/Medienprojekt einer Grundschule des Landes (Preisgeld 500 Euro). 

Preisträger 2026: „Schülerknaller“, Schülerzeitung der Grundschule Saarbrücken am Ordensgut

Jurybegründung:
Der "Schülerknaller" macht seinem Namen alle Ehre. Er ist sehr bunt und unterhaltsam gestaltet und informiert zugleich gut über die vielen Aspekte des Schullebens. Die Beiträge stammen von den Schülerinnen und Schülern des großen redaktionellen Knaller-Teams aller Jahrgänge. Der Lehrer-Redaktionsleitung mit Barbara Bernarding und Volker Geis ist es gelungen, von der ersten bis zur achten Klasse Schülerinnen und Schüler aller Lerngruppen für die Mitarbeit zu begeistern und trotz aller datenschutzrechtlichen Hürden sehr viele Bilder zeigen zu können. Auch haben sie für zahlreiche Anzeigen zur Finanzierung des Schülerknallers gesorgt. So vermitteln die jährlich zwei Ausgaben des "Schülerknallers" sicher für die Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern ein gutes Bild vom aktuellen Schulgeschehen eines Jahres. In späteren Jahren dürften sie allen als eine zuverlässige Chronik dienen und viele Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit lebendig halten.

Axel Buchholz selbst wählt unter den Grundschuleinreichungen sein Lieblingsprojekt (Preisgeld: 250 Euro).

Preisträger 2026: „Früher so, heute so – die KiKo macht Schule“, Podcast der Grundschule Lindenschule Riegelsberg

Jurybegründung: 
Die Riegelsberger Linden-Grundschule hat bereits 2020 den Grundschulpreis für ihre jährlich erscheinende Schülerzeitung „Linus & Co“ bekommen. Inzwischen ist bereits die sechste Ausgabe in Arbeit. Nun bekommt die Linden-Grundschule zusätzlich auch noch den Förderpreis. Damit sollen nach Meinung der Jury der gut gelungene Podcast-Start und die experimentierfreudige Weiterentwicklung der Medienarbeit der Schule insgesamt gefördert und ausgezeichnet werden. Erstens, zur Zeitung ist jetzt auch noch der erste – und gleich überregional sehr erfolgreiche – Schul-Podcast hinzugekommen. Unter dem Titel „Früher so – heute so“ wird darin verglichen, wie die Schule zur Zeit der Großeltern war – und wie sie heute ist. Der nächste Podcast ist schon geplant. Thema: Kinderrechte. Zweitens: Die Arbeit am Podcast war eine generationenübergreifende Ko-Produktion von Großeltern mit ihren Enkeln. Zur Diskussion des Themas und Produktion des Podcasts über Mitbestimmung in der Schule früher und heute wurden einige Omas und Opas in die Schule eingeladen. Zugleich ein Geschichtsunterricht der besonderen Art. Und drittens: Die Demokratie- Einübung durch die Schülerselbstverwaltung und die Schul-Medienarbeit werden miteinander verknüpft. Statt einer speziellen Medien-AG dient das Schulparlament als große Redaktionskonferenz. Darin arbeiten die von ihrer Klasse gewählten Vertreter von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 2 bis 4 sowie die Schulsprecher mit. Schülerzeitung und Podcasts werden so zu Schulmedien der Schülermitverwaltung. Ob das so bleibt, wird davon abhängen, ob die Erfahrungen mit dieser Kooperation so positiv bleiben, wie das bisher der Fall ist.

Gesucht: Beiträge, die sich mit Solidarität und Demokratie befassen. (Preisgeld 1.000 Euro).

Preisträgerin 2026: „Von Gewohnheit zum Bewusstsein - Was macht Freiheit aus?“, SR Young Reporter, von Johanna Hollinger (Cusanus-Gymnasium St. Wendel)

Jurybegründung: 
Im prämierten Beitrag beschäftigt sich Johanna Hollinger mit der Frage, was Freiheit eigentlich im Alltag bedeutet. Sie zeigt anhand persönlicher Erfahrungen, dass Dinge wie Sport treiben oder reisen für sie zwar selbstverständlich sind, aber von früheren Generationen – besonders von Frauen – erst erkämpft werden mussten. Auf einer Reise nach Berlin wird ihr bewusst, dass auch Demokratie und Reisefreiheit keine Selbstverständlichkeit sind, etwa mit Blick auf die Geschichte der Berliner Mauer. Daraus zieht sie den Schluss, dass unser heutiges Leben ohne Demokratie so nicht möglich wäre und dass diese geschützt werden muss. Am Ende steht ein persönlicher Appell: aufmerksam bleiben, sich informieren, mitdenken und Missstände nicht einfach hinnehmen.

Gesucht: der beste Beitrag, der sich mit Frankreich oder Europa beschäftigt (Preisgeld 1.000 Euro).

Preisträger 2026: MLK News – Il volto Italiano di Saarlouis”, Martin-Luther-King Schule, Saarlouis

Jurybegründung: 
„Europa im Saarland hat viele Aspekte. Da ist nicht nur unsere Nähe zu Frankreich und Luxemburg, unsere Lage im Herzen Europas. Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Martin Luther King in Saarlouis beleuchten mit ihrer Zeitung die italienischen Einflüsse in ihrer Stadt. Mit dem Anwerbeabkommen in den 1950er Jahren kamen tausende Menschen aus Italien ins Saarland, um im Bergbau und in der Stahlindustrie zu arbeiten. Die ,MLK-News‘ beleuchten die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. Die redaktionellen Beiträge und Interviews werden begleitet von gut recherchierten Grafiken und Fotos. Die Zeitung bringt auch kreative Elemente mit und zeugt von der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler.“

Gesucht: der beste Beitrag zu sozialem Engagement, sozialer Gerechtigkeit oder einem anderen sozialen Thema in Print, Radio, Fernsehen oder in den sozialen Medien (Preisgeld: 1.000 Euro).

Preisträger 2026: „Bildung“ in: „CUSS“ – Die Schülerzeitung des Cusanus-Gymnasiums“, St. Wendel

Jurybegründung: 
Die Beiträge mit dem Schwerpunkt Bildung in der Schülerzeitung Cuss überzeugen durch die durchdachte Recherche drängender sozialer Fragen, die für die Bildungsdebatte im Saarland bedeutend sind aus Sicht derjenigen, die dabei stets im Zentrum stehen sollten: junge Menschen, die in diesem System lernen und sich weiterentwickeln wollen. Lehrpläne bereiten nur bedingt aufs Leben vor, Noten sind nicht immer fair, Aufstiegschancen mitunter vom Geldbeutel der Eltern abhängig, digitale Unterstützung beim Lernen gleichzeitig Fluch und Segen und die Infrastruktur schützenswert. Die vielen Facetten rund um Chancengleichheit an deutschen Schulen und den Wandel des Bildungssystems führen als roter Faden durch zahlreiche Textsorten – vom Bericht und Interview über den Kommentar und die „Homestory“ bis zur Analyse – wodurch die gesamte Ausgabe abwechslungsreich und kurzweilig erscheint.

Gesucht: der beste Beitrag zu dem Thema Inklusion – Bewegung schafft Begegnung. „Wie bringt der Sport Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen und beeinflusst nachhaltig das Miteinander?“ als Text, Video oder Blogartikel (Preisgeld: 1.000 Euro).

Der Sportpreis konnte in diesem Jahr nicht vergeben werden, da es keine entsprechenden Einreichungen gab.


Über den Axel Buchholz Preis

Seit 1972 engagiert sich Professor Axel Buchholz in der Aus- und Weiterbildung von Volontärinnen und Volontären sowie Journalistinnen und Journalisten. Der Honorarprofessor unterrichtete unter anderem an den Universitäten Mainz und Trier. Erste journalistische Erfahrungen sammelte Axel Buchholz als stellvertretender Chefredakteur einer Schülerzeitung.

Hier setzt auch der Wettbewerb an: Er will bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse daran wecken, journalistisch zu arbeiten, sich aktueller Themen anzunehmen und diese aufzuarbeiten. Das kann im Print oder Online geschehen, in klassischen Darstellungsformen ebenso wie in Blogs, Videoformaten oder ähnlichem.

Der Wettbewerb um den "Axel Buchholz Preis 2026" will auch einen Beitrag dazu leisten, die Medienkompetenz junger Menschen zu stärken und den journalistischen Nachwuchs des Saarlandes zu fördern.

Um die Ziele zu verwirklichen, haben sich mit dem Saarländischen Rundfunk, der Saarländischen Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH, dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, der Staatskanzlei des Saarlandes, dem Sparkassenverband Saar, der Landesmedienanstalt Saarland, der Medienebene e.V., dem Landessportverband für das Saarland, dem Sozialverband VdK Saarland e.V., dem Verband der Freien Berufe des Saarlandes e.V. und dem Deutschen Zeitungsmuseum elf Partner zusammengeschlossen, die bestens vernetzt sind und jungen Medienmacherinnen und Medienmachern mit dem Preis Türen öffnen wollen.

Foto: LMS

Übernahme der Pressemitteilung des Saarländischen Rundfunks vom 07.05.2026

Pressekontakt

Denise Dräger und Julia Kaiser-Conrad
Leitung Pressestelle und
Büro der Direktorin